Tiere

Dieser eine Morgen, wenn du den Wagen mit zur Arbeit nehmen musst. Und es regnet Bindfäden. Und noch mehr Bindfäden. Gut organisierte Menschen haben einen Schirm. Ich gehöre nicht dazu. Ich habe noch nicht mal eine Jacke. Mein gedankenversunkener Kopf bemerkt noch nicht mal das es aus einem kleinen Eimer von oben beginnt zu schütten. Das merke ich erst beim Aussteigen. Ärgerlich. Wer Locken hat wie ich, weiß um die Misere, von Regen und Haar. Lag heute morgen das Haar noch adrett in Form, trage ich nun die selbe Frisur wie mein Hund. Gern hätte ich die Haare schon mal vors Büro vorgefahren, abgesetzt und alleine einen Parkplatz gesucht, samt Gassirunde mit dem Hund. Apropos Hund. Gestern habe ich Heldentaten vollbracht. Genau, nicht nur eine, sondern gleich zwei. Nicht nur das erfolgreiche Entdecken eines Kirschkernes zwischen ihren Zehen am linken Vorderbein, wie auch die Entfernung des selbigen geht auf meine Kappe, so dass die kleine Hundedame wieder vier Pfoten auf den Boden setzen konnte, nachdem sie dreibeinig vor mir stand und mich mit dunkeln Knopfaugen anschaute, unfähig weiterzulaufen. Nein, am Nachmittag rettete ich gleich ein zweites Mal erfolgreich ihren Tag. Da kommen nochmal die Locken ins Spiel. Nicht nur das sie sich in alle Richtungen kringeln, irgendetwas verfängt sich ständig in ihnen. Bei befellten Vierbeinern noch schlimmer. Ich schlage mich mit Pollen, Blättern und manchmal kleinen Fliegchen im Haar rum. Die Kleine hat da ganz andere Sorten. Leicht klebrige, mit Widerhaken bestückte fucking Diestelteile. Für Hunde mit zarter Haut ein Graus, wenn man sie nicht entfernt, bohren sie sich in die Haut. Aber nicht mit mir. Ich passe gut auf die Kleine auf. Da steht sie kopfschüttelnd schmatzend vor mir. Beobachte das komische Treiben des Hundes einen Moment, kniee nieder und wage mich zwischen die reißenden Zähne der Madame. schaue genau und wirklich. Zwischen ihre Zähnen, steckt ein fieses großes braunes spitzes Teil. Ziehe es mutig raus, Hund quickt kurz, merkt das das Ding weg ist und freut sich wie wild. Wedelt mit dem Schwanz, hopst mir – die immer noch kniet auf den Schoß und verleiht mir für gestern die Heldenkrone. Und während das Hündchen selig einschlief,

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machte ich mich auf, in meinen eigenen Pool. Auf ein paar Heldenrunden.

nor

Guilty

dav

Hähnchenbrust gefällig?

Das Wegschauen macht es einfacher an der nächsten Fleischtheke die Hähnchenbrust zu kaufen. Die Vogelstraußtaktik ist unabdingbar, um die nächste Currywurst zu genießen.

Aber ob das der richtige Weg ist, ist zweifelhaft.
Auch wenig Fleischkonsum rechtfertigt die eigene Ignoranz nicht. Die Massenhaltung von Tieren und der Verzehr ist einfach schlecht verzeihbar.
In 300 Jahren spätestens, schaut die Überübernächste Generation auf unsere zurück, blickt schaudernd auf die Horrorszenarien, die sich täglich, stündlich, minütlich unter unseren ´“Nutztieren“ abspielen. Und man wird sich fragen, wie ekelhaft doch unsere Generation gehandelt hat. Und warum man überhaupt so barbarisch war und achtlos Tiere quälte und aß.
Es ist wirklich vermessen zu denken, das das Mittelalter grausamer war, als die aktuelle Zeit….