Nazis

Die Arroganz der ich immer wieder im Netz begegne, kotzt mich an. Ein freundlicheres Wort fällt mir leider nicht ein.

Auswanderer, Einwanderer. Gastarbeiter. Träumer. Individualisten. Kriegsflüchtlinge. Ausländer. Inländer. Migranten. Immigranten.

Ich kann diese tägliche Hetze nicht mehr ertragen.

Jeder einzelne Mensch hat eine, seine eine, eigene Geschichte.

Die Vermessenheit und diese unglaubliche Arroganz, die kaum in Worte zu fassen ist, wie über Menschen derzeit oft gesprochen wird, ist unerträglich.

Seit Jahrhunderten wandern Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen über Grenzen und Meere. Jeder einzelne mit seiner ganz eigenen Hoffnung auf ein besseres Leben. Es gibt gute und es gibt schlechte Intentionen. Schon immer. Und überall. So wie Deutsche mich in Spanien in Grund und Boden schämen lassen. Deutsche Kinderficker die kurz mal über den Kontinent fliegen um ihre abartigen Neigungen auszuleben. Menschen die Menschen und Tiere quälen. Nachbarn die ihre Frauen quälen. Andere Nachbarn die ihren Neffen missbrauchen. Die eigene Tochter, etc.

Ich will damit einfach sagen, sei dankbar wenn du noch nie Hunger haben musstest. Sei dankbar wenn du noch nie aus Nöten deinen Grund und Boden auch nur gedanklich verlassen musstest.

Höre damit auf, Menschen über einen Kamm zu scheren. Höre auf dich über Menschen und Länder zu stellen.  Und vergesse einfach nicht, das es gute und böse Menschen überall gibt. Denn die Welt, der Mensch mit all seinen Facetten kennt und hat keine Grenzen. Wir sind alle eins. Und der Wohlstand des Landes in dem du hier lebst, ist auf dem Leid so vieler anderer Menschen gebaut.

Advertisements

Ich wünsche mir ein wenig mehr Freundlichkeit. Respekt. Mut. Nächstenliebe.

Der braune Mob gehört auf den Mond geschossen, für mich ebenso ganz klar und unabänderlich.

Aber das ist nicht der Weg für ein friedliches Miteinander.

Es glaubt doch nicht wirklich irgendjemand, dass Menschen ihre Meinung ändern, wenn man sie beleidigt und beschimpft. Das ist das Auge um Auge und Zahn um Zahn Prinzip. Es fangen sich Nachbarn hier an zu streiten.

Sich zu hassen.

Das ist für gar nichts effektiv und dient niemals einer guten Sache.

Wie kann ich herzliche und offene Arme propagieren, wenn ich gleichzeitig meinen Nächsten beleidige.

Es sollte sich mal jeder überlegen, was er seinem Kind im Kindergartenalter beibringt, oder beibringen würde, wenn er eins hätte.
Jeder versucht doch seinem Kind zu vermitteln lösungsorientiert zu handeln. Gewaltfrei. Ohne Beleidigungen und Verletzungen. Es wird von Vierjährigen verlangt nicht zu hauen, wenn der doofe Benny der Claudia die Schippe klaut. Und wenn der böse Klaus den Tino beleidigt, dann gibt es ein Gespräch und er muss sich entschuldigen. Wir erziehen die Kinder dahin, dass sie alles probieren sollen. Rücksicht zu nehmen. Andere Meinungen respektieren.

So aber kann es nicht funktionieren…. und der Tag kann kommen. Der Tag an dem sich jeder spinnefeind ist, weil jeder sein Recht auf seine Meinung mit Leib, Seele und Waffe verteidigt und durchsetzt …

Völlig unpolitisch … aber Nipster … ich fass es nicht. Rechts goes Öko

Wenn ich mich auch politisch völlig hier im Blog raushalte, soweit wie möglich, liegt mir dieser Link doch irgendwie am Herzen. Und so gaaaanz politisch ist er ja eh nicht ^^ . Nazis mit Ökobeutel und rosa Täschchen sind hier in der Vorstadt völlig unbekannt. Aber seht selber…. Bester Kommentar: „Sie sind doch von al dschasira“ . „Öh, nein, bin ein rein arischer Iraner 😀 “

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/kulturjournal/Michel-Abdollahi-auf-der-Suche-nach-der-neuen-Nazi-Mode,kulturjournal3214.html

Michel Abdollahi.. schon ne coole Type 😀

lt Wikipedia:

Abdollahi wurde in Teheran geboren und siedelte 1986 nach Hamburg über, wo er im Stadtteil Eidelstedt aufwuchs. Er studierte Rechtswissenschaften und im Zweitstudium Islamwissenschaften und Iranistik an der Universität Hamburg. Seit 2000 ist er in der deutschsprachigen Poetry Slam Szene aktiv und gilt ihr als Koryphäe.[1][2] Beim 5. German International Poetry Slam (GIPS) belegte er mit seinem „Team Hamburg“ den 2. Platz[3].

2005 gründete er gemeinsam mit seinem Schulfreund Jan-Oliver Lange die Veranstaltungsreihe „Kampf der Künste“, die sich zu einer der größten unabhängigen Kulturinstitutionen entwickelt hat, welche es in Hamburg je gab. Neben Literatur umfasst das Programm auch die Bereiche Film, Gesang und Theater.

Als Literat widmet sich Abdollahi dem Verfassen eigener Texte, der Übersetzung, Erläuterung und Förderung klassischer persischer Dichtung. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Hamburger Landesfachausschusses für Integration und war langjährig in der Hamburger Senatskanzlei tätig.