Blogger schreiben gemeinsam Geschichten

Das Blogger schreiben gemeinsam Projekt läuft immer noch :D

Ungewöhnlich lange, aber warum nicht. Ihr wisst noch? Der Fotomarathon in Bremen an dem ich teil nahm. Neun Wörter, neun Bilder, eure Chance 🙂 Die Arbeiten werden am 10. und 11.Oktober bewertet und ausgestellt und bis dahin kann eigentlich noch geschrieben werden.

Hier nochmal der Link, wer noch gern mitschreiben möchte. Für die gaaanz langsamen. Für die mit dem zu vollen Zeitplan. Und für die, die es noch gar nicht mitbekamen 🙂

Hier nochmal der Link.

Neun Wörter – neun Bilder – eine Geschichte. Deine Chance mitzuschreiben

10 Wörter – Eine Geschichte …… Blogger schreiben gemeinsam

Es ist so weit 🙂

Wer möchte ist ab genau jetzt herzlich eingeladen, wieder gemeinsam zu schreiben.

Aus den folgenden 10 Wörtern hast du bis Mittwoch Abend Zeit etwas zu basteln. Ob du eine Geschichte schreibst, ein Bild malst, eine kleine Fotoserie erstellst, deine Möglichkeiten sind greeenzenlos 🙂

Als Schreibübung lege ich dir ans Herz dich ein wenig einzuschreiben. Vielleicht 15 Minuten, oder ein wenig mehr. Anschließend schaust du dir die Wörter an und schreibst eine Geschichte, die diese 10 Wörter enthalten muss. Als groben Rahmen ungefähr 30 Minuten. Du kannst deine Geschichte in die Kommentarfunktion kopieren, oder du verlinkst diesen Beitrag mit der Geschichte auf deinem Blog. Die Zeichner und Fotografen haben natürlich mehr Zeit. (wenn überhaupt mal ein Fotograf mitmachen würde ^^, oder ein Hörspiel wäre auch fantastisch :))

1. Frigide

2. Schattenspiele

3. Greifvogel

4. Krokus

5. Grotesk

6. Strippenzieher

7. Tango

8. Email

9. liebevoll

10. Rilke

Du brauchst noch ein wenig mehr Infos? Schreib mir, oder klicke auf folgenden Link und lese ein wenig nach 🙂

Viel Spaß und ich freu mich 🙂

Das Geschehen ohne Namen – 10 Wörter eine Geschichte – Mein Beitrag :)

Irrlicht

Rübezahl

Tannenwald

Johannisbeere

Weihnachtswunder

schnabelnasig

Varieté

Eierlikördusel

kleinwüchsig

schnar

Rechts. Links. Links. Rechts. … „Herrgott, kann dieser, ohrscheinliche Riese von einem Mann nebenan nicht einfach mal leise schlafen, wie jeder andere Bewohner dieses begnadet schönen Ortes?“ Nein, kann er nicht. Wie auch die vergangenen zwei Wochen nicht. Er schnarcht und schnarcht, das sich die Balken biegen. Jetzt wusste sie auch, warum sie dieses kleine Apartment so gut wie fast umsonst mieten durfte. Aber nicht mit ihr. Diese feine Behausung wollte sie um keinen Preis wieder hergeben. Da konnte auch der Weltmeister im Schnarchkontest nichts dran ändern.

Wütend nahm sich Marie vor, ihm die Meinung zu geigen. Ein schmaler Fuß kam aus der Decke hervor, gefolgt von einem zarten Bein, samt dem Rest der feenartigen kleinen Marie, die nun in ihrem seichten Nachthemd durch das Apartment fast schwebte, zielstrebig Richtung Tür um dem Nachbarn freundlich, aber bestimmt auf sein nächtliches Dröhnen hinzuweisen. An der Tür schlüpfte sie in ihre kleinen und öffnete die Tür. Horchend folgte sie dem dröhnenden Geräuschen, die fast das gesamte Haus vibrieren ließ.

Klopf Klopf……….. Nix……………Klopf Klopf, Marie versuchte es stärker. Doch auch jetzt tat sich nichts. Gleichmäßig dröhnte es weiter durch das Haus, ihr Klopfen ging völlig darin unter. Marie nahm ihren ganzen Mut und öffnete vorsichtig die Tür.

Angewurzelt blieb sie stehen und blickte sich lange sprachlos um. Sie war in eine völlig andere Welt geraten. Keine Tür mehr hinter ihr, Marie stand mitten auf einer Lichtung in einer Welt, in der sie eigentlich selber so gut hereinpassen würde, wie sie befand. Ein Tannenwald soweit das Auge reichte, ein strahlend heller Himmel, ein Blumenmeer tanzte um sie herum, ganz hinten links, wirkte es ein wenig dunkel und unheimlich und ihr schien, als sähe sie längst vergangene Irrlichter, die durch diese moorige Landschaft irrten. Weiter vorne kleinwüchsige, menschenähnliche Geschöpfe, schnabelnasig und mit Hörnchen rechts und links der Stirn, wuselten geschäftig vor ihren Augen herum. Jetzt sah sie auch, dass ihr vernommenes Schnarchen von kleinen Maschinen herrührte, die aus unglaublich vielen Johannisbeersträuchern eine Art Saft herstellten.

Laute Zwischentöne holten die kleine Marie aus ihrer Starre und sie sah einen kleinen, ebenso schmal wie sie, wild gestikulierenden Wicht, laut lallend auf ein Geschöpf zu torkeln. „Loooooos.. nehmmmmm, ääändlichh die Beeräään aus der Kessääääl und pack die Eiääär wieder reinnnnn“ lallte er. Ihre Augen wurden groß, was war denn nu?

„Kümmer dich nicht um ihn.. das ist der Eierlikördusel“ , lachte es in dem Moment über Marie und ihre Augen sahen eine bunte Elfe fröhlich über sich schwebend. „Der Wicht ist ein direkter Nachkomme von Rübezahl und meint er wäre was besseres. Er findet immer, alle müssen machen was er sagt. Ist natürlich Quatsch, aber er versucht es dennoch.“

Marie schaute die Elfe an.

Marie schaute die Wichte an.

Marie kniff sich.

Marie schlug die Augen auf.

„Herrgott, was war denn das für ein kunterbuntes Varieté“  Marie schüttelt den Kopf, schaut auf die Uhr. Fünf Uhr in der früh. Was für ein Traum.. und das am Weihnachtswundermorgen…

Un-lektoriert, 30 Minuten allerdings, ich muss gestehen 🙂