Achtsamkeit

Und das Thema darf dich nicht mehr nicht interessieren. Und dich auch nicht. Und dich. Und dich…

So viel Leid

und wieder so viele ertrunkene Kinder.
Kaum aushaltbar.
Und dennoch muss hingeschaut werden.
Meine Gedanken gehen heute auch ganz besonders, neben den zurückgeblieben Familienmitgliedern und Freunden, zu all den Menschen, die ganz nah und direkt betroffen sind. Sie können nicht mal eben umschalten. Sich umdrehen und erstmal eine Pizza in den Ofen schieben.


All die Menschen die durch ihren Job direkt konfrontiert sind. Die es aushalten müssen, wenn sie die Toten an Land ziehen. Oder an den Absperrungen stehen. 

Die es aushalten müssen, wenn Kinder und Menschen direkt vor ihren Augen hungern und nicht wissen was wird.

Die es aushalten müssen, beschimpft zu werden. Die häufig nicht mehr tun können, als sie eigentlich möchten. Die, die Rund um die Uhr im Einsatz sind..

Ich weiß nicht was passieren wird.
Ich weiß nur, dass wir alle Menschen sind und respektieren sollten.

Die Säbel rasseln überall und an Recht und Toleranz sollte und darf kein Blut fließen. Sondern Achtsamkeit Respekt und reichende Hände. Das ist das was wir brauchen. Kein Wegschalten und wegschauen.

Ich möchte nicht, das Kinder 500 m von mir sich den Arsch in einem Zelt abfrieren. Und ich möchte auch nicht das es mir und dir egal ist.

Und für all die, die Angst vor dem haben was kommt. Ich kann dir nur ans Herz legen, gehe einen Schritt auf sie zu. Gehe mal in ein Zeltlager. In eine Einrichtung. Fühle wie es dir dort geht. Wie es wohl den Menschen geht. Es ist die Zeit da hinzuschauen. Und zu helfen. Und nicht mehr umzuschalten…..

Charly Chaplins großartige Rede… nehm dir den Moment für seine folgenden Worte:

Es tut mir leid aber ich möchte nun mal kein Herrscher der Welt sein, denn das liegt mir nicht.
Ich möchte weder herrschen, noch irgend wen erobern,
sondern jedem Menschen helfen, wo immer ich kann.
Den Juden, den Heiden, den Farbigen, den Weißen.
Jeder Mensch sollte dem anderen helfen, nur so verbessern wir die Welt.
Wir sollten am Glück des anderen teilhaben und nicht einander verabscheuen.
Haß und Verachtung bringen uns niemals näher.
Auf dieser Welt ist Patz genug für jeden, und Mutter Erde ist reich genug, um jeden von uns satt zu machen.
Das Leben kann ja so erfreulich und wunderbar sein.
Wir müssen es nur wieder zu leben lernen.
Die Habgier hat das Gute im Menschen verschüttet und Mißgunst hat die Seelen vergiftet und uns im Paradeschritt zu Verderb und Blutschuld geführt.
Wir haben die Geschwindigkeit entwickelt aber innerlich sind wir stehen geblieben.
Wir lassen Maschinen für uns arbeiten und sie denken auch für uns.
Die Klugheit hat uns hochmütig werden lassen, und unser Wissen kalt und hart.
Wir sprechen zu viel und fühlen zu wenig.
Aber zuerst kommt die Menschlichkeit und dann erst die Maschinen.
Vor Klugheit und Wissen kommt Toleranz und Güte.
Ohne Menschlichkeit und Nächstenliebe ist unser Dasein nicht lebenswert.
Aeroplane und Radio haben uns einander näher gebracht.
Diese Erfindungen haben eine Brücke geschlagen, von Mensch zu Mensch.
Die erfordern eine allumfassende Brüderlichkeit, damit wir alle Eins werden.
Millionen Menschen auf der Welt können im Augenblick meine Stimme hören.
Millionen verzweifelter Menschen, Opfer eines Systems, das es sich zur Aufgabe gemacht hat Unschuldige zu quälen, und in Ketten zu legen.
Allen denen die mich jetzt hören rufe ich zu : Ihr dürft nicht verzagen!
Auch das bittere Leid das über uns gekommen ist, ist vergänglich.
Die Männer, die heute die Menschlichkeit mit Füssen treten werden nicht immer da sein.
Ihre Grausamkeit stirbt mit ihnen, und auch ihr Hass.
Die Freiheit, die sie den Menschen genommen haben, wird ihnen dann zurückgegeben werden.
Auch wenn es Blut und Tränen kostet, für die Freiheit ist kein Opfer zu groß.

Soldaten vertraut euch nicht Barbaren an,
Unmenschen die euch verachten, und denen euer Leben nichts wert ist, ihr seid für sie nur Sklaven.
Ihr habt das zu tun, das zu glauben, das zu fühlen.
Ihr werdert gedrillt, gefüttert, wie Vieh behandelt, und seid nichts weiter als Kanonenfutter.
Ihr seid viel zu schade für diese verehrten Subjekte.
Diese Maschinenmenschen, mit Maschinenköpfen, und Maschinenherzen.
Ihr seid keine Roboter, ihr seid keine Tiere, ihr seid Menschen!
Berwahrt euch die Menschlichkeit in euren Herzen und hasst nicht,
nur wer nicht geliebt wird hasst, nur wer nicht geliebt wird.
Soldaten kämpft nicht für die Sklaverei, kämpft für die Freiheit.
Im siebzehnten Kapitel des Evangelisten Lukas steht:
Gott wohnt in jedem Menschen.
Also nicht nur in einem oder in einer Gruppe von Menschen.
Vergesst nie, Gott liegt in euch allen, und ihr als Volk habt allein die Macht.
Die Macht Kanonen zu fabrizieren, aber auch die Macht Glück zu spenden.
Ihr als Volk habt es in der Hand, dieses Leben einmalig kostbar zu machen,
es mit wunderbarem Freiheitsgeist zu durchdringen.
Daher im Namen der Demokratie : Laßt und diese Macht nutzen!
Laßt uns zusammen stehen!
Laßt uns kämpfen für eine neue Welt, für eine anständige Welt!
Die jedermann gleiche Chancen gibt, die der Jugend eine Zukunft und den Alten Sicherheit gewährt.
Versprochen haben die Unterdrücker das auch, deshalb konnten sie die Macht ergreifen.
Das war Lüge, wie überhaupt alles, was sie euch versprachen, diese Verbrecher.
Diktatoren wollen die Freiheit nur für sich, das Volk soll versklavt bleiben.
Lasst uns diese Ketten sprengen!
Lasst uns kämpfen für eine bessere Welt!
Lasst uns kämpfen für die Freiheit in der Welt,
das ist ein Ziel, für das es sich zu kämpfen lohnt.
Nieder mit der Unterdrückung, dem Hass und der Intoleranz!
Laßt uns kämpfen für eine Welt der Sauberkeit.
In der die Vernunft siegt, in der uns Fortschritt und Wissenschaft allen zum Segen reichen.
Kameraden, im Namen der Demokratie : Dafür lasst uns streiten!

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Neulich auf dem Weg zur Arbeit – Oder Überlebenstraining Widerwillen

Es ist Abends und ich bin froh heil, ganz und lebendig auf meinem sicheren Sofa zu sein. Und die Tücken des Tages sind galant umschifft.

Das geht schon früh am Morgen los. Gefahrenzone eins ist der zweite Parkabschnitt, ostwärts, Richtung Büro. Derzeit ist ein großer Teil des Parks, zwecks Bauarbeiten dort gesperrt. Das bedeutet, dass sich Fußgänger, Jogger und Radfahrer einen Weg teilen. Kann ja nicht so schwer sein. Sollte man meinen.

Ein Sonderfall wie ich, hat dazu nicht nur ein Fahrrad dabei, sondern auch noch einen Hund mit am Start. So radel ich in Tempo 3-4 artig immer rechts auf dem Fuß-Fahrrad-Joggerweg. Parallel dazu den Hund im Visier, der  – etwas weniger- aufmerksam, meist auf dem Rasen läuft und nur hier und da ein wenig zum Schnüffeln verharrt. Dann kommen die Schnellraser. Ich also immer bereit vom Fahrrad zu springen, um den niedlichsten Vierbeiner der Welt, vor gefährlichen Zweiradfahrern mit versuchtem Tempo 100, zu retten. Volle Konzentration.

Ich kann einen Schnelltempofahrer ja schon verstehen. Zeit ist schließlich Geld. Oder Zeit ist Zeit für andere Dinge. Sehr wichtige Dinge. Vielleicht der Erste auf der Büro-Etagen-Toilette zu sein, bevor weitere 25 Ärsche aus den umliegenden Büros sie benutzten. Oder es wartet ein Téte-a-Téte. Man weiß es nicht.

Weiter geht´s zur nächsten Kreuzung.

Hier haben die Stadtplaner ganz clever gearbeitet, und eine Dreifach-Ampelschaltung gebaut. Für die, die mit diesem Begriff nichts anfangen können, gern erläutere ich dieses Wunderwerk der Technik, ganz im Sinne der Zeitersparnis. Ampel ist eins für die Autofahrer von Links. Du gehst los. Achtung. Handys sollten an solchen Ampeln in den Taschen bleiben. Außer du planst ganz nach dem  Russisch Roulette Prinzip, deinen Suizid. Dann kannst´e auch auf dein Telefon weiter starren und los laufen. Direkt, also wirklich ganz direkt, folgt die zweite Ampel, für die Straßenbahn von rechts oder links. Diese Ampel kann, muss aber nicht, grün für dich sein. Nähert sich von irgendwo entfernt ein Fahrzeug des Bremischen öffentlichen Nahverkehrs, hast du stehen zu bleiben und die – meist sehr kleine Ampel – ist rot. Direkt weiter geht es, sofern du achtsam warst und nicht vor der nächsten Bahn klebst, mit Ampel drei. Diese ist dem  Autoverkehr von rechts gewidmet. Auch heute wieder erfolgreich geschafft.

Am Nachmittag noch schnell ein wenig motorisiert einkaufen. Fazit von dieser Strecke: Zwei Fahrräder die von links achtlos die Fahrbahn kreuzten. Das sofortige Durchdrücken der Bremse rettete ihnen mindestens einen gebrochenen Arm und mir eine Delle auf der Kühlerhaube. Ein Handgemenge auf meiner Rückbank, welches nur durch sofortige Entsagung eines Eises am Nachmittag, Einhalt geboten werden konnte. Keine Verletzten.

Überlebt.