Bremen

Die Arroganz der ich immer wieder im Netz begegne, kotzt mich an. Ein freundlicheres Wort fällt mir leider nicht ein.

Auswanderer, Einwanderer. Gastarbeiter. Träumer. Individualisten. Kriegsflüchtlinge. Ausländer. Inländer. Migranten. Immigranten.

Ich kann diese tägliche Hetze nicht mehr ertragen.

Jeder einzelne Mensch hat eine, seine eine, eigene Geschichte.

Die Vermessenheit und diese unglaubliche Arroganz, die kaum in Worte zu fassen ist, wie über Menschen derzeit oft gesprochen wird, ist unerträglich.

Seit Jahrhunderten wandern Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen über Grenzen und Meere. Jeder einzelne mit seiner ganz eigenen Hoffnung auf ein besseres Leben. Es gibt gute und es gibt schlechte Intentionen. Schon immer. Und überall. So wie Deutsche mich in Spanien in Grund und Boden schämen lassen. Deutsche Kinderficker die kurz mal über den Kontinent fliegen um ihre abartigen Neigungen auszuleben. Menschen die Menschen und Tiere quälen. Nachbarn die ihre Frauen quälen. Andere Nachbarn die ihren Neffen missbrauchen. Die eigene Tochter, etc.

Ich will damit einfach sagen, sei dankbar wenn du noch nie Hunger haben musstest. Sei dankbar wenn du noch nie aus Nöten deinen Grund und Boden auch nur gedanklich verlassen musstest.

Höre damit auf, Menschen über einen Kamm zu scheren. Höre auf dich über Menschen und Länder zu stellen.  Und vergesse einfach nicht, das es gute und böse Menschen überall gibt. Denn die Welt, der Mensch mit all seinen Facetten kennt und hat keine Grenzen. Wir sind alle eins. Und der Wohlstand des Landes in dem du hier lebst, ist auf dem Leid so vieler anderer Menschen gebaut.

Werbeanzeigen

Ein Personal und Fitnesscouch wäre dennoch nicht schlecht.

Seit Februar lebt es sich ja enorm gesund im westendischen Zuhause. Schließlich fährt die Familie Ende Juni an den Stand. Das wäre alles nicht ganz so ausschlaggebend, wie der 150 cm breite Spiegel, den Mama Westend professionell mit nur zwei falschen Bohrlöchern im Februar an die neue Badezimmer Wand anbrachte. Dieser Spiegel war schon taktisch klug. Wer schon einmal eine Zeitlang zu dritt um die selbe Uhrzeit das Haus verließ, der weiß, das Weltkriege um die Benutzung des Badezimmerspiegels, morgens um sieben entstehen können. Einer will die Haare föhnen, die nächste will sie glätten und die erwachsenste von allen, brav die Zähne putzen und das Gesicht einigermaßen ausgehtauglich hin und her ziehen. Da bringt die schlaue Mama also diesen seeeehr breiten praktischen und durchaus schönen Spiegel an die Wand. Eins hat sie jedoch nicht bedacht.

Genau gegenüber befindet sich die Badewanne, die ebenso Dusche ist. Jeder Weihnachtsmann, jedes Schokotörtchen, lacht ab jetzt also fröhlich von der Hüfte und vom Oberunteram entgegen. Großartig. Es braucht eine Lösung. Mit geschlossenen Augen unter die Dusche zu gehen ist auch nicht das wahre. Also ging es los. Über den gesundheitlichen Gedanken schrieb ich dazu ja schon vor einigen Wochen. Die war ebenso maßgeblich mit Schuld.  Jetzt sieht die Wohnung aus wie ein halbes Fitnessstudio. Hier Hanteln,  dort Armmanschetten. Weiter links die Yogamatte. Grüner Tee und Brennesseltee schieben den Kaffee weiter in die Ecke.  Und Schokotörtchen hat schon lange keiner mehr gesehen. Ich gebe es zu, die Kids sind not amused, aber da müssen se durch. Wenn Mama kein Törtchen isst, brauchen sie auch keins.

Und da Sport allein nicht glücklich macht, motivieren wir doch mal gleich alle dazu.  Also bin ich nicht alleine, sondern habe immer Laufgesellschaft. Zum Glück. Laufen ist nicht wirklich spannend. Dazu regelmäßige Kursbesuche. Die sind ziemlich gut. Auch alleine. Nur zum Bodypump. Da trau ich mich nicht hin. Wenn die starten, alle extem gut definiert und muskulös, da ziehe ich schnell meine Badelatschen an und geh duschen.

Mit den Arbeitskollegen läuft es nicht anders. Mrs Westend will Sport, also können mal alle mitmachen. Da kommt mir doch ein Firmenlauf perfekt vor die Nase und ich organisiere unsere Teilnahme und motiviere einfach mal meine Kollegen. Von ca 80 Mitarbeitern, liegen nun 20 feste Anmeldungen auf meinem Tisch. Tendenz steigend.

Jede Woche verschicke ich eine Mail an die Kollegen, zur Motivation mit Bild und einer Laufeinladung. Denn selbst der Arbeitgeber findet das gut und sponsert zu einigen anderen schönen gesundheitsvorsorglichen Aktionen, 30 Minuten Arbeitszeit zum Walken oder joggen.

Gemeinsam macht es eben alles mehr Spaß 🙂

 

dav

dav