In Bremen gastiert bald wieder ein Zirkus. Hitzige Diskussionen, zerstörte Plakate des Zirkusses kursieren im Netz.

Immer wieder ein Moment um sich ein paar Gedanken zur eigenen Meinung zu machen. Ebenfalls zurück in die Kindheit kurz zu reisen, und die Erinnerungen an Zirkusluft abzurufen. Die Erinnerungen sind schön. Akrobaten in der Luft. Brüllende Tiger. Geschmückte Pferde. Nur die Clowns mochte ich nie.

Seit vielen Jahren ist Zirkus tabu. Ethische Gründe halten mich ab. Traurige Elefantenaugen, gesenkte Häupter, einst stolzer Tiere ebenfalls.

Trotzdem kaufe ich hin und wieder Fleisch,, von dem ich nicht weiß wo es her kommt. Esse Eier. Rühre eine Bolognese…kaufte einen Lammfellbezug für meinen Sattel.

Das kann ich alles machen, ohne das mich traurige Tieraugen ablicken. Denn die sind längst auf dem Weg nach Übersee. Wir hier im akkuraten Deutschland verwerten diese schließlich nicht.

Irgendwie ist mein Tierschutz auch nur eine halbe Sache.

Es ist an der Zeit mal wieder ein wenig zu reflektieren.

Denn, ein Finger zeigt auf die andere Seite und drei zu mir….

 

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14 Kommentare

  1. Reflektieren? Meinst du damit „auch alle Antworten zulassen“? Oder lediglich „dein handeln auf bestimmte moralische Denkweisen anpassen“?
    De Mensch existiert um zu verbrauchen. Luft, Leben, sich selbst. Sich davon ausklinken erscheint mir unmenschlich, wenn auch moralisch.
    Und weiß Sie, moralisch ist wenn man moralisch ist.

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    1. Keinen moralischen Denken.. Aber ich für meinen Teil muss eben nicht alles achtlos.verschwenden, nur weil ist stets und immer zu haben ist. Und das meine ich ganz explizit dann, wenn dafür.andere Lebewesen unter extrem beschissenen Situationen ihr Leben zum Beispiel lassen. Diese ganzen Selbstverständlichkeiten die unmittelbar erreichbar sind, brauch ich eben nicht unbedingt. Mir tut das sehr weh, wenn.die Gedanken dazu auf Reise.gehen…. das tun sie eben nicht immer. Oft ist die Scheibe Wurst eben einfach eine Scheibe Wurst. Und kein Stück Fleisch..was eben kein gutes Leben hatte, bis es auf dem Teller landete.
      Von daher sei die Moral.bitte auch separiert zu betrachten…. hier geht’s nur um einen Empfindlichen und erst recht dann, wenn eben Lebewesen drunter leiden

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      1. Aber genau das ist doch Moral. „Jedes Lebewesen muß gut leben dürfen“. . . Ich kann achtlos konsumieren oder aber auch Bedacht. Ob ich dabei Rücksicht nehme eine moralische Entscheidung. Die Entscheidung ob jemand „einfach so Fleisch konsumiert und darum ein schlechter Mensch ist“ meiner Meinung nach irgendwie fehl am Platz.
        Ich rede hier auf einer theoretisierenden Basis, die nur der Erkenntnis dient. Also klingt es herzloser als ich bin. Ist nur halt etwas das mich immer wieder beschäftigt.
        Denn tut es einem Leid wenn Wasser misshandelt wird und verbilligt aus Plastik verkauft wird? Etcetc.
        Ich glaube mir geht es auch um Selbstverständlichkeiten. Aber um die der Moral, besonders die dessen was uns daraus resultierend doch so alles zustehen soll.
        Ein gutes Leben? Seh ich nicht so.

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  2. Fein beschrieben! Und habe kein schlechtes Gewissen. Veränderungen brauchen viel Zeit und viele kleine Schritte, damit sie nachhaltig wirken.

    »Viele kleine Leute in vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.«

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    1. Darf ich mich einfach so dazwischenklinken? Den Gedanken kenne ich. Dass ich nicht meine zwei Beine auf den Boden setzen kann, ohne auch schon an etwas schuld zu sein. Manchmal ein erdrückender Gedanke. Manchmal eine Ausrede. Manchmal eine Motivation.

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      1. Du darfst dich überall einklinken liebe Mag 🙂
        Es gibt wenn man drüber denkt wohl wirklich keine einzige Handlung, keinen einzigen Schritt, der keinen weiteren Dominostein umlegt. Jeder Entscheidung folgt eine Konsequenz. Zuviel Zeit darf man diesen Gedanken sicherlich nicht geben. Sonst erstickt man eines Tages im erdrückendem Konstrukt aus Wahnsinn …

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  3. so ist SIE … unsere Mia …

    ein einziges Mal bin ich mit den Kids in den Zirkus gegangen … damit sie es auch mal gesehen haben …

    die Löwen und Tiger haben mich so hungrig angeschaut … dass ich drauf und dran war … mich zu opfern …

    dann wären sie wenigstens einmal alle satt geworden …

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