Die Entschuldigung

Liebe Männer, es tut mir leid.

Ich mach mich ja gern über kranke Männer lustig, muss ich zugeben. Dramatische Gesichtsausdrücke wenn ihr ein wenig Schnupfen habt, keuchen aus dem letzten Loch, wenn ein wenig der Hals kratzt. Kannst du mir bitte einen Tee machen, leise kaum hörbar, von dem beinahe eigentlich meist männlichem Sterbenden.  Auch den männlichen Nachwuchs, wenn er (leicht erkältet) schwer wankend im Türrahmen steht und ich schon nahe dran bin aufzuspringen um den vermeintlich Schwerkranken aufzufangen, nehme ich manchmal nicht ganz ernst. Ja ja, nicht nett. Ich weiß.

Männer und Jungs, es tut mir wirklich leid.

Ich weiß jetzt wie schwerwiegend und dramatisch Husten und Schnupfen ist. Wie sich dem Tode nahe, eine Bronchitis anfühlt.

Ich weiß das jetzt und lasse mir nun die zweite heiße Zitrone mit Honig an den Schreibtisch bringen, an den ich mich mit meinen letzten Kraftreserven heute schleppte.

Heute bin ich glaube ich fast ganz ein Mann. Ich fühl mich zumindest so. Sagt mein Gesundheitszustand.

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8 Kommentare

  1. Tja, läuft ja gerade auch so eine Werbung, von wegen Frau und Mutter nimmt sich nicht frei wenn sie Krank ist und kümmert sich weiter standhaft um den Nachwuchs. Schuckt, glaube ich, dann irgendetwas….Tja da sind Männer einfach schlauer. Krank ist Krank, sollen die anderen machen. Damit das nicht so auffällt, wird dann mal „gelitten“. Schlaue Menschen wissen aber, dass es ein Märchen ist und Frauen nicht mehr Schmerzen ertragen können usw. aber wenn sie damit angeben wollen und trotz Krankheit schuften, ihr Problem. Dafür leben sie ja 5 Jahre länger

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  2. Es fällt mir schwer diese Entschuldigung in Anbetracht des spöttischen Untertons anzunehmen. Es scheint, dass Du noch nicht die männliche Nahtoderfahrung gemacht hast. Die entscheidende Frage ist wie Mütter gegenüber ihren Söhnen in der Lage sind mitzufühlen aber die gleichen Frauen gegenüber ihren Männern keinen Finger krümmen.
    Nichtsdestotrotz gute Besserung 🙂

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    1. Ohohoh lieber Guinness, verstehe mich nicht falsch, da ich das Leben in den meisten fällen nicht ganz ernst nehme, gibt es meistens beides. Sowohl ein nicht ganz ernst nehmen, als auch Mitfühlen für Groß und Klein, nebst einer adäquaten Umsorge.
      Danke ! 🙂

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    2. Was mir noch einfällt, ich kannte mal eine, sie hat es genau andersherum gemacht.. sie hat sich stets rührend um ihre wechselnden Kerle gekümmert, die bekamen zu Mittag gern ein Steak, die fünf Kinder die sie hatte, jedoch wurden auf minimalster Schiene umsorgt und geliebt. Das war auch ganz schlimm damals…

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