Ein wenig Bremen

Zu diesem Bild heute, möchte ich gern ein bisschen was erzählen. Bremen baut. Solange bis auch der letzte Grashalm gegen Stein getauscht wird. Derzeit (neben dem immer noch riesigen Loch vor dem Bahnhofsplatz – manch einer erinnert sich) in der Überseestadt. Ein ganzes neues Viertel entsteht seit Jahren. Alte schöne Speicher sind noch zu finden, scheinen aber zwischen den gewaltigen Betonklötzen immer mehr zu verschwinden. Schade ist das. Sehr schade sogar. Bedauerlich, dass immer bis zum bitteren Ende erneuert werden muss. Abreißen, wegschmeißen, neu. Kantig, eckig, kalt. So lässt sich jeder einzelne Bau in drei Worten beschreiben. Für dieses neue Quartier musste einiges weichen. Brache Abenteuerflächen für Kids zum Beispiel. Bunte Natur Wiesen braucht auch keine Sau. Vogelbrutplätze, scheiß was drauf.

Und so kam es, dass im Jahre 2013 das komplette Gelege hunderter Möwen gestohlen wurden. Solange die Vögel brüten, darf in einem gewissen Umfeld nicht gebaut werden. Time is cash, time is money.  So konnte ganz schnell weiter gebaut werden. Im folgenden Jahr hat sich die Sea Shepheard eingeschaltet und eine Crew in Bremen abbestellt. Sie haben dann die Sturmmöwenbrut bewacht. Im folgenden Jahr, 2015 war es dann vorbei mit den Brutplätzen. Die letzten freien Wiesen wurden planiert. Die Jungs und Mädels  dieser Organisation machen übrigens echt gute Arbeit und jede Unterstützung gut gebrauchen können .

So ist das mit dem Fortschritt und dem Menschen. Ein wenig geht nicht. Ganz oder gar nicht. Halb macht der nicht. Und wie immer, ohne Rücksicht auf Umwelt und Natur.

Dafür steht dieses Bild. Letzte Woche von der anderen Seite des Weserufers, am Strand von Woltmershausen gezeichnet… dazu gibt es die Tage auch noch ein paar Zeilen

mowelandmarktower

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5 Kommentare

  1. Hy. Danke das du mir in Zukunft folgen möchtest. Bin zur Zeit etwas angeschlagen und komme nicht so zum lesen wie ich es gerne möchte. Schreiben ist anstrengend und Zeit intensiv genug. Aber um Danke zu sagen …. das muss sein 🙂
    Finde deinen Blog aber interessant. Zu den Möwen welche jetzt auch immer, kurz. Wohne bei den Ostfriesischen Inseln. Hier bei uns sind Möwen teilweise eine Plage. Wenn sie in Scharen in den Wiesen und Feldern sitzen und alles töten was da so kraucht und flaucht. Die Leute wären echt froh, wenn es ein paar weniger gäbe. Wie immer wenn sich der Mensch einmischt, verschwindet das Mittelmaß. Alles gute Luke. Munter bleiben!

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  2. Als Hobby-Orni muss ich natürlich darauf hinweisen, dass im Bild eine Silber- bzw. Heringsmöwe drauf ist. Sturmmöwen haben keinen gelben Schnabel mit rotem Brutfleck. Bei eben diesen Silbermöwen wäre die ganze Sache auch nicht so schlimm – bei Sturmmöwen wiederum sieht es, weil sehr viel weniger Piepmätze, schon ganz anders aus.
    Liebe Grüße!

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    1. ❤ da hab ich gleich was dazu gelernt 🙂 Die Möwe auf dem Bild treffe ich häufig an besagten Stellen an, die Sturmmöwen allerdings hatten ihre Brutplätze ebenfalls dort. Sie seh ich jedoch eigentlich nicht mehr. Zumindest wenn es die sind, die Google mir eben zeigte. Merci 🙂
      Liebe Grüße zurück !

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