Weils mich grad echt nervt…

Mein eben geführtes Telefonat, um einen Wohnungsbesichtigungstermin für eine Syrerin zu bekommen.

Die freundliche ältere Dame am Telefon eben, nachdem ich meinen Vortrag hielt, für wen und warum ich Sie anrufe:

„Mh, ja, interessant. Ja, schön, das ist ja nett von Ihnen. Nun ja, also ich hab da ja alles nichts gegen. Aber so als Vermieter, möchte man ja keine Probleme haben. Wissen Sie, man hört ja dies und das. Und ist hier und dort vorbelastet. “

„Ah, Sie sind vorbelastet? Haben schlechte Erfahrungen gemacht, mit Mietern die ein anderes Herkunftsland haben, oder wie?!

„Also, nun ja, also ich direkt nicht, aber…(stotter- winde heraus) , .. ich möchte einfach lieber an Deutsche vermieten und nicht an andere. Nicht das Sie mich falsch verstehen, aber“….

Das ist die Resonanz der vergangenen Wochen. 11 Mails, keine Antwort. Hey, nicht mal eine beschissene Antwort…. kotzt mich das an.

– Ende –

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32 Kommentare

    1. Mein lieber Hamburger Jung… ich sag es mal so. Ich für mich habe die Erfahrung gemacht, das ein Zusammenleben – sofern man auch nur ein wenig am anderen interessiert ist, daran zu messen ist, ob passende Chemie herrscht. Da ist die Nationalität völlig irrelevant. Und auch ob jemand Ramadan feiert oder nicht. Weißt du wie mir übrigens grad die mistigen lauten Fussballfans auf den Pinsel gehen? Das tun sie so richtig !. Aber zurück zur Chemie. Es gibt einfach verschiedene – sagen wir Ebenen auf denen Menschen sind. Wenn du den nächsten Beitrag , also nach dem, über den wir schreiben liest, dann siehst du anhand dieses Beispiels, das ein Zusammenleben uneingeschränkt wunderbar möglich ist. Die haben eine völlig passende Chemie. Incl Ramadan, einigen unterschiedlichen Werten und anderen Essensgerüchen.
      Wenn du einen sozialen Wohnbau nimmst, dann kann es vllt schwieriger werden, denn.. dann hast du laute Feiern und Besäufnisse des einen. Türenschlagen bis Mitternacht. Du hast schreiende Kinder. Du hast Ramadanexesse bis nach Meppen. Du hast die eine pingelige Omi die über alles und jeden Meckert. Du hast viel Aussichtlosigkeit, Hoffnungslosigkeit. Vielleicht einen etwas geringeren Bildungsstand, gepaart mit Arbeitslosigkeit und eine dadurch entstandene hohe Feindseligkeit alles und jedem gegenüber… Weißt du was ich meine?

      Und ich bin ganz sicher, diese Welt kann nur funktionieren in dem man hier und da vllt nicht auf sein gewohntes Recht pocht. Vielleicht mal die Poacas von oben probiert. Dem bulgarischen Nachbarn von unten mal erklärt, wie das hier mit der Steuer funktioniert… etc. Anders , schau doch selber.. anders ist es bald hier Krieg…..

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      1. Danke noch einmal für deine Sichtweise, die allerdings nicht die Sachlage in Großstädten oder Großsiedlungen ändert, denn dort ist sie wie ich sie beschrieben habe. Ich bezweifle nicht, dass es Situationen gibt, in denen das Miteinander funktioniert, jedoch ist es eher die Ausnahme. Das Zusammenleben ist geprägt von Ignaranz, Egoismus und und Intoleranz. Jeder macht sein Ding und wer meckert ist Nazi, was natürlich Unsinn ist, aber solange wir nachgeben, scheint es ja zu funktionieren.

        Mich wundert es nicht, wenn Vermieter dir die kalte Schulter zeigen, denn nicht nur die nächtlichen Feiern sind kritisch zu sehen, sondern auch nachgezogene Großfamilien, die dann mit 10 Personen in einer 2 Zimmer Wohnung hausen. Verbieten kann das ein Vermieter übrigens kaum.

        Wundert dich noch etwas ? Mich nicht.

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      2. So. Und nun bitte ich dich, denn wie du schon sagtest, sind deine Informationen NICHT deine eigenen Erfahrungen, sondern die von befreundeten Verwaltern o.ä. , schau selber nach. Keine Ahnung grad wie. Zieh doch mal für einen Monat in einen Betonklotz am Rande von Hamburg. Einfach mal um diese Erfahrung zu machen. Meine persönlichen Erfahrungen sagen nämlich immer noch was ganz anderes. Und ich hab zumindest mal ein paar Jahre in einem Block eines Wohnungsbaugiganten gelebt. Und , wirklich. Ganz ohne rosa Brille, es gab echt keine Probleme.. und auch keine nachgezogenen 10 Verwandten. Und auch keine riesen lauten Ramadanfeste.. Übrigens hab ich diese noch von niemandem in dem Ausmass erlebt… glaub es dennoch 😉
        Übrigens wohn ich schließlich auch nicht auf m beschaulichen Dorf 😛

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      3. Sieh es mir bitte nach, ich wohl ruhig und relativ ausgesucht in einem kleinen Haus, das ich nicht tauschen möchte. Den Gefallen kann ich dir leider nicht tun. Außerdem brauche ich meine Sinne tagsüber und möchte nicht vom nächtlichen Lärm den halben Tag müde sein.

        Du darfst auch Googeln, das Problem ist nicht neu.

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      4. Schade. 😀
        Och, googeln lässt sich so viel. Ich versuch immer meinen eigenen Erfahrungen den wichtigstem Nährboden zu schenken. Und meine sind eben so ganz anders.
        Kacknasen gibt es eben überall . Und gleichermaßen die tollsten wunderbarsten Menschen auch

        Und Angst hab ich nur von dem sich immer weiter aufwiegelnden Gruppierungen auf allen Seiten. Das ist das Einzige was auch dir Kummer bereiten sollte. …

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      5. Mein Dönermann ist ein total netter und beschäftigter Mann. Fleißig ohne Ende. Der Gemüsemann auch.

        Aber die Hartzer eben nicht. Hängematte und Alarm machen.Gut genährt und immer den Mund weit offen.

        Ich nenne dir gern ein paar Bezirke, an denen du ganz viel Freude haben kannst.

        Ich respektiere deine Meinung und deine Erfahrungen, aber meine sind eben überwiegend anders.

        In „meinem“ Stadtteil gibt es 54 Nationen und ich bin froh, nicht in den Brennpunkten zu leben. Versuch also bitte nicht, mir das Leben zu erklären.

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      6. Du versuchst es mir doch ebenso zu erklären?!
        Und ebenso gibt es auch hier genug Brennpunkt Ecken…. die ich nicht nur von Außen, sondern auch von Innen kenne. Ich kenne mehr als den freundlichen Dönermann. Also versuche du es ebenso bitte nicht bei mir…

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  1. *kopfschüttel* Erinnert mich an die Kassiererin und zwei ältere Damen neulich im Laden, die empörten Aufstand probten, weil der kleine, verschüchterte Junge, der erkennbar kein Wort Deutsch verstand, 19 cent zu wenig hatte, um seine zwei Süßigkeiten zu bezahlen… Die Kassiererin wollte das von mir hingelegte Geld nicht annehmen, die Dame hinter mir kommentierte: „…wegen Leuten wie Ihnen, werden DIE DA nie merken, dass bei uns nicht alles umsonst ist…“. Da musste ich dann mal böse werden, was die Dame vor mir mit „…auch NUR EINE von DENEN DA“ quittierte…

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    1. Bäh, was für böse alte Grätschen!
      Menschen sind ja so bekloppt und fies. Übrigens fast selbiges erlebte ich mit einem der eine Schachtel Kippen kaufen wollte. Nicht nur das die Kassiererin seine „Ausweisbescheinigung“ die er hatte, nicht akzeptieren wollte. Drei Mal erklärte sie ihm , das könne ja jeder gefälscht haben, ihm fehlten , nein, er fand seine zwei Euro nicht. Da gab ich ihr die zwei Euro, nahm ihm sein Geld aus der Hand und bezahlte selber die Kippen für ihn.
      (Mich fragte sie leider nicht nach dem Ausweis 😀 haha)
      Sagte ihr noch wie bekloppt ich ihr Verhalten fand und ging.
      Echt mal…. diese tägliche Diskriminierung…
      Und dann traf ich einen Herren vor meinem Arbeitsgebäude. Er sprach mich an, da meine Hündin dabei war, ob ich für sie eine Fahrkarte in der Bahn kaufen müsse. (Er war ein Dreivierteljahr hier in Deutschland) Ich sach nö,glaub nicht, oder eventuell, aber jeder Schaffner drückt bis jetzt dann immer ein Auge zu. Hab sie immer auf dem Schoss. Er hatte seinen kleinen Hund auch auf dem Schoss und wurde mit 60 Euro Strafzettel belangt. Kannst du dir das vorstellen? Der Typ ist kein Jahr in Bremen. Selber hat er eine Fahrkarte und muss 60 Euro hier für seinen Hund bezahlen….
      Ist das nicht unglaublich???

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  2. Ich kenne es auch, was du schreibst. Und umso schöner, wenn sich dann plötzlich Vermieter finden, die offen sind und den Menschen sehen, ein Ja kommt und sie den Glauben an das Gute wieder fühlen lassen. Ich hoffe, dass du das bald erleben kannst!

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    1. Wir suchen einfach weiter… Der Umgang, der erschreckt mich echt. Diese Abwehr und Distanz. Ich mein, wenn ich ihr vorgeschlagen hätte drei unbegleitete Jugendliche aufzunehmen, das wäre vllt etwas schwieriger 😀

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  3. Die Praxis bei Vermietungen hat schon in der Vergangenheit gezeigt, dass unterschiedliche Kulturen in einem Mietshaus oft nicht funktionieren. Das hat es schon vor der Flüchtlingswelle nicht geklappt. Ausnahmen mögen dies widerlegen, aber im Kern ist es so.

    Aber vielleicht ist es nur in Hamburg so.
    Viel Glück weiterhin.

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    1. Da schreib ich die Tage was zu. Ich hab mein ganzes Leben nur funktionierende Wohnsituationen gehabt. Nur der deutsche Dauersäufer und Extremlautmusikhörer, nachts um drei, der unter meiner Freundin wohnt, der nervt.

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      1. Na klar nerven solche Leute auch.

        Aber ich spreche nicht von meiner Situation, sondern aus den Erfahrungen von ein paar Wohnungsverwaltungen.

        Multikulti ist schön, wenn alle sich daran halten und genau das passiert eben nicht. Toleranz wird eingefordert, aber selbst nicht gewährt.

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      2. Ich habe keine Moslems im Haus, denn ich wohne nicht in einer Mietskaserne.

        Ich kann nur aus den Erfahrungen von Wohnungsverwaltungen berichten, die sich durchaus decken.

        Willst du Ärger im Haus, dann mische ein paar Kulturen. Egal in welcher Konstellation.

        Ramadan ist zweimal im Jahr. Also 2 Monate im Jahr. Für Mitmenschen, die das nicht betrifft, kann es sehr wohl eine erhebliche Störung sein.

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    1. Ja… das ist es wirklich.
      Mensch ist auch merkwürdig gestrickt. 100 gute Erfahrungen können durch ein schlechtes Erlebnis völlig weggewischt werden.
      Wobei es sich in diesem Fall wirklich nur um „gehörte“ Panikmache handelt. Und nicht um eigene schlechte Erfahrungen.
      Echt schlimm.

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      1. Ich kann einfach nicht verstehen, warum die Leute nicht ein bisschen den Kopf einschalten, einfach mal versuchen, sich in jemand anderen reinzuversetzen, anstatt einfach zu glauben, was sie irgendwo hören oder lesen…

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