Wenn ich ein Doktor wäre

dann würde ich ganz oft Umarmungen verschreiben.

Und Küsse auf Rezept.

Mit einem Wimpernschlag einlösbar.

In den Momenten, wo die Einsamkeit das Herz abschnürt. In der die Kälte des Augenblicks, die Unfähigkeit des Glücklichseins, unendlich scheint. Trauer die Lider schwer werden lässt und ein einsames Bett eine Grube dunkler morastartiger Gedanken sein kann…

 

 

 

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21 Kommentare

    1. Ich glaube das enorm viele Krankensymptome ihre Ursachen haben und somit auch ihre Heilungschancen eben genau dort zu finden sind. Fehlende Nähe. Zu wenig Berührungen. Wenn die Seele leidet, wird der Körper krank.
      Und in unserer individualisierten Gesellschaft, in der Nähe mögen – oder wollen, ja schon fast ein Fauxpas ist, macht sich das besonders bemerkbar….
      Wollt es nur mal anmerken 😉

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      1. Nähe und Geborgenheit sind menschliche Grundbedürfnisse. Unsere Gesellschaft orientiert sich zunehmend an Menschen und Maschinen die unmenschliches leisten.
        Die meisten werden aber nie zum Supersportler, Top-Manager oder Hochleistungsrechner. Das sollten wir verstehen und akzeptieren. Der Mensch ist und bleibt ein Mensch, mit allen seinen Schwächen und Stärken.

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      2. Weißt du, ein Baby soll schon alleine in seinem Zimmer, in seinem Bettchen schlafen. Und so weint das Baby, weil ihm genau das schon fehlt. Während Mama sich wieder an Papa kuschelt, weil Mama auch so gerne kuschelt. Absurd, oder? Das ganze lässt sich weiterspinnen. Dieser immense Druck der hier zu sein scheint, autark, stark und auf beiden Beinen stehen zu müssen.
        Neulich las ich einen Bericht über eine Frau die vier Kinder hat. Sie und ihr Mann bauten ein Sechsmann Bett. Mit zwei Etagenbetten, etc… neben vielen bewundernden Kommentaren, waren so viele Splatterkommentare. Wirklich schlimm.
        Du sagst es ganz gut. Wir sind Menschen und keine Maschinen…

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      3. Ja, da stimmt die Verhältnismäßigkeit nicht mehr. Tatsächlich scheinen immer mehr Menschen in unserer Gesellschaft ein Problem mit Nähe und Distanz zu haben.Ich wollte beim letzten Kommentor eigentlich noch schreiben, dass jedes Kleinkind weiß, wie wichtigt Nähe und Geborgenheit sind. Nur die Erwachsenen scheinen das in einer Ellebogengesellschaft immer öfter zu vergessen.

        Deine beiden Beispiele (beim zweiten vor allem die Splatterkommentare) zeigen gut, dass sich aber selbst die Babys heutzutage nicht mehr sicher sein dürfen in Geborgenheit aufzuwachsen. Was werden das dann wohl für Erwachsene?
        Das mit dem Druck kann ich gut nachvollziehen. Meine Frau hat sich nach der Geburt unserer Kinder auch sehr unter Druck gesetzt gefühlt. Später hat sie mir das gleich als Leiterin von Mutter-Baby-Gruppen auch von vielen anderen Frauen berichtet.

        Ich selbst habe es immer so gehalten, dass meine Kinder meist im Ehebett willkommen waren, wenn sie das Bedürfnis hatten. Ich habe Ihnen aber auch klar gemacht, wenn ich es mal nicht wollte. Das habe ich intuitiv so gemacht – vermutlich, weil ich das in meiner Familie so gelernt hatte. Für mich und scheinbar auch meine Kinder war das genau richtig.
        Inzwischen weiß ich aber, dass das anderen Menschen nicht so leicht fällt. Das liegt auch an dem Umfeld in dem scheinbar alles perfektioniert wird.
        Ich kann nur sagen: Menschen bleibt menschlich und lernt mit euren Fehlern zu leben!
        Das gilt gerade in einer Zeit in der immer mehr Tätigkeiten und Abläufe technisch optimiert werden können. Als Ingenieur und Mensch frage ich mich aber, ob das immer so sinnvoll ist. Ich denke nein.

        Menschen können sehr Fehlertollerant sein – im Gegensatz zu Maschinen. Ein Kind liebt seinen alten Lieblingsteddy auch wenn er schon völlig zerfranst ist. Erwachsene lieben Kleidungs- und Einrichtungsgegenstände obwohl sie schon erhebliche Gebrauchsspuren oder defekte aufweisen.
        Wieso gelingt uns das mit Dingen besser als mit unseren Mitmenschen?

        Du machst, wie ich es bisher sehe, vieles richtig.
        Es hilft über Dinge zu reden. Das tue ich in meinem Blog auch. Die Hoffnung dabei ist für mich, dass auch andere erkennen, was gesellschaftlich gerade nicht gut läuft und gemeinsam Veränderungen angestoßen werden können.

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    2. Du hast offensichtlich keinen Mangel an körperlicher Nähe und Streicheleinheiten (wozu ich Umarmungen zähle). Ich wünsche Dir den Mangel nicht, aber ich kann Dir sagen, dass er krank machen kann. Deperessionen und so. Falls Du Betroffene sprechen möchtest, ich stehe Dir da gerne zur Verfügung.

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