The day after Berlin

Vier Tage Berlin

Schnell – bunt – laut – leise – hektisch – groß – riesengroß – einladend

Stern1

Mein letzter Besuch ist ein wenig her. Ok. Ein wenig mehr als mehr. Funkausstellung hieß damals das Thema. Meiner Eltern. Heute heißt es für uns ein bisschen Großstadt anschauen. Essen und Shoppen. Nix für mich, aber ganz oben für die Zahnspangenfraktion. Die sind eher an Gaumenkultur interessiert. Man muss Prioritäten setzen. Kids sowieso. Und anstelle von monumental wichtigen Gebäuden. Berliner Geschichte und Co, steht ganz oben auf der Liste – ihrer Liste – ein Turnschuhgeschäft in Kreuzberg und Essen. Döner. Kein Kreuzberg also ohne Döner. Sagt irgendwer. Und während ich ihnen das Brandenburger Tor schmackhaft mache, geht bei ihnen die kulinarische Reise schon am Bahnhof los. Da fingen sie an. Unbedingt. Weingummi am Automaten. Ein Muss. Aha. Nun denn. Der Apfel in Stücke bliebt achtlos einsam zurück.

Das Döner in Kreuzberg war übrigens ziemlich lecker. Und während Empfehlungen erwachsener Menschen eher auf den Bezug auf gutes Demeterfleisch, frische Zutaten und ähnliche nachvollziehbare Dinge gebaut sind, wurde uns dieser Laden von unserer jungen Begleitung strahlend empfohlen, wegen der großartigen Dönerschneidemaschine. Erzählt er mir hinterher. Kein Scheiß. Was es in der Großstadt nicht alles gibt. Da träumt die Vorstädterin von.

Bilderautomat

Reiseberichte können andere. Und das viel besser. Aber weiß eigentlich jeder Nichtberliner um diese großartigen Fotoautomaten? 2 Euro und du bist dabei. Außer am Kuhdamm. Da hab ich einen für fünf Euro entdeckt. Völlig bekloppt. Wir zahlen zwei. Mehrfach sogar. Weils so nett ist. Ab in die Kabine, mit allen Lieben und weniger Lieben die du dabei hast und wenige Sekunden später geht es los. Lächeln. Zunge raus. Doof schauen. Nett blicken. Augen auf. Augen zu. Es blitzt vier mal grell auf. Fertig.  Die fünf Minuten die du nun hast um auf die Bilder zu warten laden dich zwar schon zu ein paar grenzwertigen Gedanken ein. Minuten die du dir überlegen darfst, wer wohl vor dir den Vorhang zuzog. Und mit wem. Mit was. Wozu. Womit. Und überhaupt. Egal. Gedanken beiseite. Zurück zu 20 Sekunden, vier Schnappschüsse. Endlich mal wieder Bilder unbearbeitet. Im Retrolook. Keine Chance auf 279maliger eigener photogeshoppter  Korrektur. Geil. Find ich einfach richtig gut. Werde ich mal dem Bremer Förderverein zur Implementierung Großstadtädtischer Ereignisse und Angebote vorschlagen.

Verkehrsmittelfetischisten kommen hier in Berlin so richtig auf ihre Kosten. Können sich hier bis ins Maximum austoben. Straßenbahnen. S-Bahnen – einmal Tram – einmal Metro. U-Bahn. Bus. Schiff. Fahhräder, Roller, Autos, Schuhe. Nimm was du willst. Hauptsache du kommst voran. Wo der konkrete Unterschied zwischen S-Bahn und Straßenbahn liegt, habe ich immer noch nicht ganz geschnallt. Sei es drum. Ein Tagesticket AB für 7,80 und du kannst alles fahren .So fast bis überall, wohin du willst.

Die deutsche Flagge

East side Gallery war mir wichtig. Auch für die Kids. Ein Mahnmal was derzeit an zu vielen Ecken leider in Vergessenheit zu geraten scheint.

Und dann standen ja noch Burger auf der Liste. Das Kind entschied sich, trotz zahlreicher Empfehlungen eurerseits für den Shiso-Burger Laden. – Danke an alle nochmal an dieser Stelle 🙂 Unbedingt und ganz dringend mussten wir also durch halb Berlin um dort Burger zu essen. Ob das Kind eines Tages Restauranttesterin wird, es würde mich nicht wundern. Leider mussten wir unterwegs essen. Ein Thai-Burger Laden in Wedding, der bis aufs letzte ausgebucht ist. Mitten in der Woche um sieben. Hut ab. Dass muss mal sonst einer schaffen. Die Burger waren übrigens ziemlich gut und frisch. Kartoffeln auf dem Spieß ebenso prima.

 

Und das nächste Mal dann ohne Kids. Dann werden andere Prioritäten gesetzt. Das Kitkat Plakat strahlte einfach an vielen Ecken Berlins zu einladend.

 

 

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9 Kommentare

  1. Ha! Da haben wir uns wohl knapp verpasst, dann auch noch in der gleichen Ecke. Auch ich war in Berlin. Bei mir ist immer ein Besuch in einem Szene-Club Pflicht, sonst war ich nicht (wirklich) in Berlin. Gruß, Andreas

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  2. Berlin ist immer eine Reise wert.
    Ich war schon sehr lange nicht mehr in Berlin. Nur zwei winzige Stipp-Visiten, kaum touchiert, die große Stadt. Ich will immer wiederkommen, Weil ich jedes Mal das Gefühl habe dass ich noch viel zu wenig Berlin gesehen habe und kennenlernte.
    Mit Pubertätern im Gepäck ist so etwas wegen totaler Reizüberflutung an jeder Häuserecke natürlich ein konsuminduzierter Spießrutenlauf und an jeder Ecke wittern die ewig hungrigen Nachwüchse neue ungesunde, dafür geradezu dekadent delikate Herrlichkeiten. Kit-Cat…have a break…😉✨

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