Wenn ich mir was wünschen dürfte

Dann würde ich mir wünschen, dass jeder eine Woche täglich gute Nachrichten teilt.

Und seien sie vermeintlich doch so selbstverständlich.  Noch so winzig. Für dich. Für mich. Für den Nächsten. Sie sind es nicht.

Es ist heute ein großes gesellschaftliches Defizit. Schlechte Nachrichten wischen die guten einfach beiseite. Sie entwerten sie. Für heute. Für gestern. Für immer.

Dabei ist doch das Freuen über gute Erlebnisse viel schöner.

Und seien sie vermeintlich doch so selbstverständlich. Für dich. Für mich. Für den Nächsten. Sie sind es nicht.

Ich möchte lesen über Erfolge. Über das Helfen. Über das Glücklichsein…

 

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16 Kommentare

  1. Dein Wunsch wurde erhört:
    Zumindest die Zeitungsmacher diskutieren auf dem nächsten „European Newspaper Award“ über „constructive news“.

    Dazu heißt es:
    „Viele Medien scheinen auf das Negative fixiert zu sein: Kriege, Krisen und Katastrophen. Diese Einseitigkeit sorgt für Diskussionsstoff in der Öffentlichkeit. Viele Journalisten fragen sich ebenfalls, ob es nicht ihre Aufgabe wäre, neben gesellschaftlichen Problemen auch über mögliche Lösungen zu berichten. Angesichts schwindender Akzeptanz der Presse könnte konstruktiver Journalismus (als Ergänzung, nicht als Dogma) wieder für mehr Relevanz und Überraschungen sorgen.“

    Schau mal hier:
    http://enc.newsroom.de/speaker/1710/

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      1. Das sehe ich auch so.

        Leider gibt es auch Redaktionen, die nur auf Quoten schauen und daher die üblichen menschlichen Reflexe bedienen. Besonders zu nennen sind da eine Zeitung mit Onlineauftritt in rot-weiss (Bild) aber auch ein Magazin (Zeitschrift und Online, Focus).

        Positiv ist allerdings die Diskussion, die die Medienberanche darüber führt.
        Falls sich hier jemandenfür Details: http://meedia.de/2015/12/10/das-grosse-klick-dilemma-leitmedien-im-digitalen-reichweiten-rattenrennen/

        Bleibt zu hoffen, dass die Medien, die sich nicht vom Quotenrennen einfangen lassen und die Ausdauer haben, das durchzustehen.
        Dafür braucht es auch Leser/Zuschauer, die das honorieren. Denn insbesondere die Kunden entscheiden darüber, ob sich Produkte lohnen, für Verlage, für Journalisten die sie gestalten und natürlich für die Leser.

        Insbesondere große Verlage haben hier eine enorme gesellschaftliche Verantwortung.

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  2. Ich glaubte auch lange, dass der Grund für schlechte Nachrichten der ist, dass Menschen sensationslüstern sind – und Katastrophen reißerischer als das ‚kleine‘ Glück.

    Mittlerweile sehe ich das anders bzw. nuancierter. Ich denke, dass es dem Einzelnen leichter fällt, sich selbst darüber zu freuen, dass es anderen schlechter geht, anstatt sich darüber zu freuen, dass es anderen besser geht. Neid muss damit nicht zwingend einher gehen – kann aber in vielen Fällen eine Konsequenz sein.

    Liebe Grüße

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      1. Ja, da hast du recht. Mensch hat eben beide Seiten. Nur unterschiedlich schwerer. Und so sehr man mit sich wohl ausgeglichen ist, um so weniger muss mit dem Blick auf das Übel kompensiert werden. Zumindest ist das ein Teil des Ganzen. Großen.
        Dazu empfehle ich weiter: Arno Grün. Der Verlust des Mitgefühls. Kann ich weiter nur jedem ans Herz legen 🙂

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  3. heute ist auch tag der Komplimente – erzählte der chef einer firma, die Komplimente verteilt (echt jetzt) vorhin im Autoradio – und da passt dein wunsch einfach perfekt. : D
    und weil ich das weiterteilen will, reblogge ich mal und szelle meinen grund zur heutigen freude dazu.
    liebste grüße von mir

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    1. So ist es…. hab den Post auch nicht gut formuliert.. mein Gedanke war dabei eben auch, es wird so viel als selbstverständlich angesehen, wie zum Beispiel, wenn Menschen auf der Straße anderen helfen. Nahes in der Familie… etc..Auch darüber braucht es viel mehr Erzählungen 🙂

      Gefällt 2 Personen

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