Ahnungslos…

Wenn Liebe stets der eigenen Interpretation entspricht,
wie kann man wissen, 

ob man den anderen liebt,
wenn seine Interpretation nicht die deine ist?
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37 Kommentare

  1. „Man kann nie wissen, was man wollen soll, weil man nur ein Leben hat, das man weder mit früheren Leben vergleichen noch in späteren korrigieren kann.“
    Milan Kundara (Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins)

    Deine Worte sowie das Kundara-Zitat können einen wirklich zum Grübeln bringen.
    Vielleicht sollten wir alle wieder mehr auf unsere innere Stimme hören, als auf die Ratschläge (Interpretationen) und Philosophien von anderen, so wie es EFF im aktuellen Lied „Stimme“ empfiehlt:
    „Hör auf die Stimme, sie macht dich stark, sie will dass du’s schaffst,
    also hör was sie dir sagt, …“

    Der Weg zum persönlichen Glück steckt in jedem Menschen. Zum Thema Nächstenliebe hörte ich mal eine Predigt, bei der es der Pfarrer auf den Punkt brachte: Nur wer fähig ist sich selbst zu lieben, kann auch seine(n) Nächste(n) lieben.

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    1. Sehe ich ebenso. Innere Stimmen werden gern aufgrund Erziehung und Gesellschaft niedergemetzelt. Und schon ist der innere Konflikt da. Und er bleibt. Mal intensiver, mal abgeschwächter…
      Den letzten Satz stelle ich dennoch in Frage… es kann sonst passieren, das Menschen ihr Leben lang so sehr mit sich und dieser Frage beschäftigt sind, dass sie sich automatisch vom nächsten Fern halten. Vielleicht kann man es umformulieren oder nicht so starr verfassen.
      Das wird für heute der nächste Gedanke sein. 🙂

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      1. Hat jemand von fernhalten gesprochen? Ich glaube eher, dass es bedeutet, dass der-/die-jenige nicht in der Lage ist zu lieben (bewußt oder unbewußt) nicht, dass er/sie keine Beziehung irgendeiner Form eingeht … 😉
        Das führt dann wiederum zu der Frage: Was ist Liebe und wer definiert, was richtige Liebe ist …

        Viele Menschen sind mit dieser Frage beschäftigt (auch aufgrund der durch Werbung konstruierten Vorbilder), noch viel mehr Menschen sollten sich meiner Meinung nach mit der Frage beschäftigen, tun es aber nicht, weil sei entweder Angst vor der Antwort haben oder sich der Existenz dieser Frage gar nicht bewußt sind.

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      1. Dann hat der eine ein Problem und der andere merkt es nicht. Dann ist die Liebe aber nicht mehr rein.
        Es ist wie beim Bloggen, folge mir, und ich folge dir. Wenn du mich nicht mehr likst, dann like ich dich auch nicht mehr. Ich glaube man muss sich von Bedingungen, die es letztendlich sind, freimachen. Das betrifft das ganze Leben. Alles was irgendwie an Bedingungen geknüpft ist, nervt doch. Das Grundprinzip der Religionen vielleicht. Und das Grundprinzip einer Völkergemeinschaft. Aber diese Bedingungen sind vielleicht auch Bestandteil des gesunden Menschenverstandes, man empfindet diese nicht als Bedingungen. Ich sage nicht dass ich das kann. Aber mit zunehmendem Alter spüre ich, dass mir andere Dinge wichtiger werden und ich bei manchem gelassener bin. Wichtig ist eben, dass ich das was ich tue, auch bewusst mache. Es muss ja nicht alles akademisch durchdacht sein, ein gutes Bauchgefühl kann auch mal ausreichen. Und man traut sich mal was, weil die Reaktion nicht die entscheidende Rolle in der Entscheidung dies zu tun spielt. Die Reaktion eines anderen kann zwar einen Impuls geben, aber nicht mehr. Falsche Zurückhaltung (im speziellen Sinne) führt zu verpassten Lebenschancen und das Leben ist kurz.
        Ich wünsche dir frohe Ostereiersuche *).
        Carpe diem.

        *) Ich habe heute beim Bäcker meines Vertrauens bunte Eier auf dem Tresen gesehen…

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      1. Sagen wir es mal so: bei den Menschen, die ich liebe, fällt es mir leichter sie zu nehmen wie sie sind und wenn sie mal so sind, dass es mich gegen den Strich bürstet, kann ich besser damit umgehen, weil ich sie eben liebe und das, weil sie sind wie sie sind und nicht wie sie für mich zu sein hätten, wenn ich mir Idealisierungen gestatten würde. 😉

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  2. Wieso ist uns das bloss nur so wichtig? Wieso haben wir das Verlangen nach der einen Person, die alles genauso sehen, fühlen, empfinden, lieben, hassen muss, damit wir uns wohl, verstanden und geliebt fühlen?
    Ein ehemaliger guter Freund von mir sagte einmal etwas provokant: „Wenn zwei Personen absolut identisch sind, ist einer von Beiden überflüssig.“ …
    Leben wir nicht wegen, und wachsen wir nicht an der Vielfältigkeit, am Andersein? Und trotzdem sehnen wir uns nach Gleichheit …
    Was genaumacht denn unser Leben aus? => Es ist das, was wir von uns denken. Denken wir, dass wir klein und unbedeutend sind, denken wir, dass es uns eigentlich schlecht geht und Anderen viel besser … dann haben wir ein unbedeutendes Leben, in dem wir uns schlecht fühlen.
    Wenn wir uns aber entscheiden, uns selbst zu mögen und den meisten Unfug, der um uns herum passiert. Wenn wir mit guter Laune, Freude, Glück und etwas Demut im Herzen durch unser leben wandern, dann erfreuen wir uns selbst und Menschen in unserer Umgebung und … führen ein glückliches und bedeutsames Leben …

    Ich erinnere mich gerne an einen Poesiealbumspruch meiner Jugend:
    „Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.“ Albert Schweitzer

    Gefällt 3 Personen

      1. Wenn beide Seiten glücklich sind, können sie auch unterschiedliche Vorstellungen von Liebe haben. Ich stelle es mir persönlich eher schwierig vor, aber wenn man viel miteinander spricht und sich gegenseitig vertraut, ist meiner Meinung nach einiges möglich …
        Aber im Endeffekt wir Liebe nicht besprochen, definiert oder sonstirgendwas … Liebe ist ein Gefühl, dass sich nicht steuern oder ausreichend mit blumigen Worten beschreiben lässt … sie ist da oder halt nicht und sie interessiert sich nicht für unsere Worte …

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