Hirnforschung in Bremen

Ein Trauma löste Anfang der Achtziger Schlafstörungen bei mir aus. Hervorgerufen durch Bilder eines Affen, der fixiert wurde, mit Metallstäben in seinem Hirn.

Der Anblick war nicht zu ertragen. Blicke aus hilflosen Augen, die verletzt, traurig und mit völligem Unverständnis mir ins Gesicht schauten.

Damals wurde viel berichtet über die Tierversuche in Bremen. Es gab Plakate mit diesem Tier als Großaufdruck. Aufrufe zu vielen Demonstrationen…Menschen gingen auf die Straße, gegen die Tierversuche an der Universität Bremen. Im kleinen beschaulichen Bremen. Mit einer Universität wo Hirnforschung an lebenden Tieren betrieben wurde.

Und hier muss ich mich korrigieren. Nicht wurde, sondern wird.

Trotz immer wieder enormer Proteste darf Dr Andreas Kreiter weiterhin seine beschissenen Versuche am Primaten durchführen. Weiterhin am offenen Hirn. Weiterhin sind sie festgeschraubt, anwesend und wach dabei. Und weiterhin gibt es keine belegbaren Erfolge seiner unglaublich grauenvollen Versuche. Und weiterhin behauptet er, das Tier leidet nicht.

Bilder erspare ich an dieser Stelle.

Und ich bitte mir  Kommentare ala „Tierversuche sind dringend nötig“, zu ersparen. Halten meine Nerven heut nicht aus. Danke.

Wer gern näheres Lesen möchte, hier ein paar Links…

http://www.taz.de/!5106755/

https://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Kreiter

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16 Kommentare

  1. Ungeachtet aller Positionen, Meinungen, Faktoren, die als ‚Außenstehender‘ zu überschauen und verstehen unmöglich erscheint, zwei Dinge:

    Es wäre sehr interessant zu erfahren, was im Kopf eines Menschen wie Herr Dr. Kreiter vorgeht.

    Gewalt als Lösung ist keine Lösung (damit meine ich nichtmals euer Gedankenspiel einer ‚Alien-Entführung‘, sondern die Maßnahmen, zu denen laut Wikipedia-Eintrag von Tierversuchsgegnern aufgerufen wurde).

    Liebe Grüße

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      1. Nachtrag zum Thema ‚was geht in seinem Kopf vor‘. Nach längerem Überlegen ist mir klargeworden, dass ich mir durchaus Situationen vorstellen kann, in denen ich selbst bereit bin, Tierversuche vorzunehmen.

        Ich bin soundso mit der Paranoia geplagt, dass meinem Kind etwas zustoßen kann… denke ich beispielsweise an ‚unheilbare‘ Krankheiten bin ich mir sicher, dass ich irgendwann an einen Punkt gelange, an dem ich nach Strohhalmen greife – und sollten diese noch so dünn sein.

        Auf diese Gedanken bin ich nicht stolz, aber sie sind nicht zu verleugnen.

        Wohlgemerkt: Das soll weder heißen, dass ich Herr Dr. Kreiters Vorgehen billige, noch dass ich weiß, WAS in seinem Kopf vorgeht.

        Liebe Grüße

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      2. Du Lieber…. ich würde sagen, wer diese Gedankengänge hat, wird selbiges sagen wie du. Um sein Kind oder auch sich selber zu retten… ich weiß nicht ob es da eine moralische Grenze gibt. Ich sag immer wieder. Anhand von Kriegen und sexueller Praktiken ist ein Bruchteil mehr von Mensch ersichtlich. Wo wir wieder beim Wolf wären. …
        Liebe Grüße zu dir

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