Das tut man nicht, das macht man nicht.

Diese Tage die viel zu viel sind für nur einen Tag. Tage an denen ich mir eine Kippe wünsche. Oder zwei oder drei. Und éine Dose Bier. Ein Haake. Oder ein Störtebeker.

Manchmal wäre ich dann gern ein Dachdecker. Ein Gerüstbauer. Oder irgend ein Handwerker überhaupt. Und wenn mir ein Mitarbeiter auf den Pinsel geht, weil er sich wie ein Kollegenarsch verhält, dann wird das mal kurz geklärt. „Halt die Fresse Horst du scheiß Fixxer“. „Udo du dummes Arschloch, dir reiß ich gleich das Maul ein und steck dir den Besen quer“. Vielleicht hätte ich dann Udo ein paar auf die Fresse gehauen und gut. Das Thema wäre erledigt. Ich säße dann am Wasser vielleicht mit einem blauen Auge oder einer aufgeschlagenen Hand. Würde dennoch beruhigt den Rauch meiner Kippe tief einziehen und entspannt die Dose Bier leeren. Vielleicht noch eine Zweite dazu. Die Sache wäre geklärt und fertig.

In einem Unternehmen wie meinen sagt man nicht halt die Fresse. Und es wird auch kein Kollege verkloppt. Auch wenn er es selbstverständlich verdient. Das macht man bei uns nicht. In einer Einrichtung mit Angestellten, Akademikern und Co, da wird ein anderer Umgang gepflegt. Man ist freundlich. Respektvoll. Überlegt. Da sitzt die Bluse gerade, während du dich wunderst, welche Drecksau doch just die Toilette so verdammt schmutzig hinterlassen hat. Da holst du dir einen Kaffee und wunderst dich, wie viele denn noch ihre dreckige Tasse auf den sichtbar leeren Geschirrspüler stellen. Eine Einrichtung voller oben Huis und unten Pfuis. Dennoch sind wir weiterentwickelte zivilisierte Menschen und gehen selbstverständlich respektvoll und freundlich miteinander um. Ein Haufen von polierten Hochglanzschichten. Doch wehe du kommst leicht an die oberste Schicht. Dann ist der Lack hier ganz schnell ab…

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22 Kommentare

  1. Ohne jetzt eine neue Frauen/Männer Diskussion aufmachen zu wollen, so konnte mir bisher noch niemand erklären warum Frauentoiletten häufig in so einem schlechten Zustand sind. Bei den Männern könnte ich es noch nachvollziehen, da Mann sich immer noch denkt, dass er sich da nicht setzen muss. Aber bei Frauen.

    Spülmaschine ist immer wieder faszinierend.

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    1. Diese Diskussion ist schon nicht ohne, denn, gleiche Erlebnisse begleiten seit jeher… Mein Exmann hatte hatte damals eine Diskothek. Weißt du wie die Toiletten der Damen dort aussahen? Möchtest du nicht, lieber Alec 😀

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  2. Als ich nach dem Studium meinen ersten Job hatte, habe ich mehrfach die Firmentoilette in einem desaströsen Zustand vorgefunden. Eine Frau hatte heftigste Monatsblutungen, was sich mehr als deutlich machte. Mir tat die Putzfrau leid, die sich deutlich davor geekelt hat. Bis heute ist unbekannt, wer die Verantwortliche war. Der zweite Fall, war eine defekte Spülmaschine. In einer Rundmail wies der Hausmeister darauf hin. Eine Stunde später war die Maschine mit schmutzigem Geschirr befüllt. Ich habe den Hausmeister noch nie so erbost gesehen. In beiden Fällen wären Ohrfeigen vermutlich sehr lehrreich gewesen. Aber wir Frauen machen so was nicht. 😉

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  3. In den vermeintlich respektvollen ‚Kreisen‘ wird genauso gestachelt wie woanders. Es wird genauso gemobbt und geschlagen. Hinter den Masken stecken Schweine, so oder so. Sie grunzen nur auf unterschiedlichem Niveau….
    Hat man dies einmal erkannt und verinnerlicht, den Menschen als Allesfresser, ob Bauarbeiter oder Akademiker, verändert sich die Sicht auf vieles und das Fell wird dicker…
    Kaffee? Heiß? Pechschwarz?
    Hier…für Dir…☕️
    Liebe Morgengrüße✨

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      1. Das dicke Fell wächst, wenn Du weißt, dass sich die Attacken nicht gegen Dich persönlich, sondern gegen die Angreifer selbst richten. In den meisten Fällen ist das so und dann glauben sie, sie fänden für ihre Unpässlichkeiten willfährige Opfer.
        Ignoriere sie oder beiße sie, hilft beides gut.
        Ignoranz bei versauten Toiletten fällt allerdings schwer….
        Die Damentoiletten dieser Welt bestätigen leider öfter mal meine ‚Schweine-Theorie‘
        Ein dezent schweinchenrosafarbenes Zettelchen am Spiegel schafft quiekfidele Abhilfe:
        ‚Wir wissen, wer das war! Schämen Sie sich, Frau Sau! Oink oink!‘
        Hier, bitte schön, die Milch…fein aufgeschäumt, mit einer Spur herbem Zartbitter-Kakao…✨

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      1. Den nötigen Anstand sowieso, nötigen Abstand natürlich auch – bin schließlich nur das kleine Lichtchen, das immer am Schreibtisch sitzt und mit der geleisteten Arbeit den entsprechenden Herren und Damen den Hosenboden bzw. die Rockschößchen vor dem Ankokeln rettet… überspitzt formuliert. Nein, eigentlich … ist es genau so.

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  4. Akademiker und Schlipsträger haben mich noch nie beendruckt.
    Luftpumpen noch weniger.

    Ich bin auch in der Fa. direkt. Wen das stört, denn stört es halt.Wahrheit sollte Wahrheit bleben und je besser sich Menschen darstellen und versuchen, sich zu verkaufen, desto genauer sollte man hinsehen.

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