Ab in die gute Stube

9 Wörter – 9 Bilder – Eine Geschichte. mein Beitrag 🙂

Abgefahren   Aufgetackelt    Aufgeschäumt    Speckgürtel   Stadtpflanze  heißesPflaster   Freier Fall  Gute Stube    Landei

Manchmal wäre ich ja gern ein Kerl. Muss ich schon sagen. Wenigstens mal 24 Stunden. Ich würde gern mal eine Frau beglücken. Das fände ich schon gut. Ansonsten bin ich ziemlich froh eine Frau zu sein.

Sonst würde es mir sicher auch ergehen, wie manchem armen Würstchen, oder einem Landei, der einfach gar keinen Plan von den hiesigen Gepflogenheiten unserer Stadtpflanzen hat. Kann mal schnell passieren. Nun sind die Jungs vom Dorf hier um die Ecke, schick aufgetackelt in ihrem BMW mit den neusten Robs´son Felgen. B-Ware natürlich,  Holzfällerhemd und Bikerstiefel vom Kramerladen um die Ecke, heute leider nicht wachsam genug. Die ziehen los und wollen mal so richtig was reißen. 

Das dem dicken Tim der Speckgürtel ständig aus der Hose flutscht, nervt, ist aber auch bald egal. Nach dem vierten Weizen lässt er ihn einfach dort wo er ist. Hier mitten in der Metropole, dem heißen Pflaster des Nordens, hat Tim ganz andere Probleme, als seinen hinausgleitendenden Speckgürtel.

Denn genau gegenüber am Tresen, da steht sie. Groß. Brünett. Wallendes langes Haar. Zwei Meter Beine. Ein Dekolleté, das Tim nur von Tante Gisela kennt und die seit je her seine Vorlage für etwaige Spielereien mit sich selber war. Und er hat keine Ahnung wie er an diese Braut gelangen könnte.

Sie schlägt langsam die wunderbaren kilometerlangen Wimpern auf und schaut unschuldig mit ihren tiefblauen Augen Tim direkt ins Gesicht. „Abgefahren“. Er schluckt. Der Sabber sammelt sich aufgeregt im linken Mundwinkel. Schnell abgewischt, gleich nochmal geschluckt. „Sie wird doch nicht“, seine Gedanken fahren Achterbahn.

Sie wird. Kommt auf ihn zu, nimmt ihm sein Glas aus den Händen, stellt es wortlos ab. Greift seinen Kragen und zieht ihn hinter sich her. Rechts am Tresen vorbei, die schmale Treppe nach oben, hinein in die gute Stube. Ihre verführerischen Lippen kommen immer näher. 250 haucht sie im zart ins ein Ohr. Tim ist alles egal. Scheiß auf die Kohle, er will sie. Jetzt. Gibt ihr das Geld, sie greift es sich süffisant und steckt die Scheine zwischen ihre wunderbar großen Titten. „Einen Moment“, haucht sie weiter  und verschwindet im Bad.

Fünf Minuten. Zehn Minuten. Tim s bestes Stück hat sich schon wieder enttäuscht ein wenig zurück gezogen. Da geht die Badtür wieder auf. Er schluckt ein weiteres Mal. Sie lächelt ihn an und kommt näher. Er ist irritiert. Was ist das. Sie bewegt sich langsam auf ihn zu und Tim merkt wie er anfängt frei zu fallen…

Was sah er nur… Ende Teil 1. 30 Minuten, überflogen, unlektoriert.

Advertisements

3 Kommentare

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s