Monat: September 2015

Das tut man nicht, das macht man nicht.

Diese Tage die viel zu viel sind für nur einen Tag. Tage an denen ich mir eine Kippe wünsche. Oder zwei oder drei. Und éine Dose Bier. Ein Haake. Oder ein Störtebeker.

Manchmal wäre ich dann gern ein Dachdecker. Ein Gerüstbauer. Oder irgend ein Handwerker überhaupt. Und wenn mir ein Mitarbeiter auf den Pinsel geht, weil er sich wie ein Kollegenarsch verhält, dann wird das mal kurz geklärt. „Halt die Fresse Horst du scheiß Fixxer“. „Udo du dummes Arschloch, dir reiß ich gleich das Maul ein und steck dir den Besen quer“. Vielleicht hätte ich dann Udo ein paar auf die Fresse gehauen und gut. Das Thema wäre erledigt. Ich säße dann am Wasser vielleicht mit einem blauen Auge oder einer aufgeschlagenen Hand. Würde dennoch beruhigt den Rauch meiner Kippe tief einziehen und entspannt die Dose Bier leeren. Vielleicht noch eine Zweite dazu. Die Sache wäre geklärt und fertig.

In einem Unternehmen wie meinen sagt man nicht halt die Fresse. Und es wird auch kein Kollege verkloppt. Auch wenn er es selbstverständlich verdient. Das macht man bei uns nicht. In einer Einrichtung mit Angestellten, Akademikern und Co, da wird ein anderer Umgang gepflegt. Man ist freundlich. Respektvoll. Überlegt. Da sitzt die Bluse gerade, während du dich wunderst, welche Drecksau doch just die Toilette so verdammt schmutzig hinterlassen hat. Da holst du dir einen Kaffee und wunderst dich, wie viele denn noch ihre dreckige Tasse auf den sichtbar leeren Geschirrspüler stellen. Eine Einrichtung voller oben Huis und unten Pfuis. Dennoch sind wir weiterentwickelte zivilisierte Menschen und gehen selbstverständlich respektvoll und freundlich miteinander um. Ein Haufen von polierten Hochglanzschichten. Doch wehe du kommst leicht an die oberste Schicht. Dann ist der Lack hier ganz schnell ab…

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Ab in die gute Stube

9 Wörter – 9 Bilder – Eine Geschichte. mein Beitrag 🙂

Abgefahren   Aufgetackelt    Aufgeschäumt    Speckgürtel   Stadtpflanze  heißesPflaster   Freier Fall  Gute Stube    Landei

Manchmal wäre ich ja gern ein Kerl. Muss ich schon sagen. Wenigstens mal 24 Stunden. Ich würde gern mal eine Frau beglücken. Das fände ich schon gut. Ansonsten bin ich ziemlich froh eine Frau zu sein.

Sonst würde es mir sicher auch ergehen, wie manchem armen Würstchen, oder einem Landei, der einfach gar keinen Plan von den hiesigen Gepflogenheiten unserer Stadtpflanzen hat. Kann mal schnell passieren. Nun sind die Jungs vom Dorf hier um die Ecke, schick aufgetackelt in ihrem BMW mit den neusten Robs´son Felgen. B-Ware natürlich,  Holzfällerhemd und Bikerstiefel vom Kramerladen um die Ecke, heute leider nicht wachsam genug. Die ziehen los und wollen mal so richtig was reißen. 

Das dem dicken Tim der Speckgürtel ständig aus der Hose flutscht, nervt, ist aber auch bald egal. Nach dem vierten Weizen lässt er ihn einfach dort wo er ist. Hier mitten in der Metropole, dem heißen Pflaster des Nordens, hat Tim ganz andere Probleme, als seinen hinausgleitendenden Speckgürtel.

Denn genau gegenüber am Tresen, da steht sie. Groß. Brünett. Wallendes langes Haar. Zwei Meter Beine. Ein Dekolleté, das Tim nur von Tante Gisela kennt und die seit je her seine Vorlage für etwaige Spielereien mit sich selber war. Und er hat keine Ahnung wie er an diese Braut gelangen könnte.

Sie schlägt langsam die wunderbaren kilometerlangen Wimpern auf und schaut unschuldig mit ihren tiefblauen Augen Tim direkt ins Gesicht. „Abgefahren“. Er schluckt. Der Sabber sammelt sich aufgeregt im linken Mundwinkel. Schnell abgewischt, gleich nochmal geschluckt. „Sie wird doch nicht“, seine Gedanken fahren Achterbahn.

Sie wird. Kommt auf ihn zu, nimmt ihm sein Glas aus den Händen, stellt es wortlos ab. Greift seinen Kragen und zieht ihn hinter sich her. Rechts am Tresen vorbei, die schmale Treppe nach oben, hinein in die gute Stube. Ihre verführerischen Lippen kommen immer näher. 250 haucht sie im zart ins ein Ohr. Tim ist alles egal. Scheiß auf die Kohle, er will sie. Jetzt. Gibt ihr das Geld, sie greift es sich süffisant und steckt die Scheine zwischen ihre wunderbar großen Titten. „Einen Moment“, haucht sie weiter  und verschwindet im Bad.

Fünf Minuten. Zehn Minuten. Tim s bestes Stück hat sich schon wieder enttäuscht ein wenig zurück gezogen. Da geht die Badtür wieder auf. Er schluckt ein weiteres Mal. Sie lächelt ihn an und kommt näher. Er ist irritiert. Was ist das. Sie bewegt sich langsam auf ihn zu und Tim merkt wie er anfängt frei zu fallen…

Was sah er nur… Ende Teil 1. 30 Minuten, überflogen, unlektoriert.

Das Blogger schreiben gemeinsam Projekt läuft immer noch :D

Ungewöhnlich lange, aber warum nicht. Ihr wisst noch? Der Fotomarathon in Bremen an dem ich teil nahm. Neun Wörter, neun Bilder, eure Chance 🙂 Die Arbeiten werden am 10. und 11.Oktober bewertet und ausgestellt und bis dahin kann eigentlich noch geschrieben werden.

Hier nochmal der Link, wer noch gern mitschreiben möchte. Für die gaaanz langsamen. Für die mit dem zu vollen Zeitplan. Und für die, die es noch gar nicht mitbekamen 🙂

Hier nochmal der Link.

Neun Wörter – neun Bilder – eine Geschichte. Deine Chance mitzuschreiben