Beziehungsmodell Nr II

Du bleibst da wo du bist. Lässt es einfach. Schwimmst in deiner gedanklichen Suppe aus Mutlosigkeit, Träumen, Wünschen und verharrenden Mustern. Schläfst weiter auf dem Sofa. Holst dir ab und an heimlich, wenn die Olle nicht da ist, einen runter. Denn sie fässt deinen Schwanz schon lange nicht mehr an. Und wenn du ganz mutig bist, triffst du dich drei Orte weiter, unter unglaublich kreativen Vorwänden, mit einer fremden Frau. Erzählst ihr von deinen Träumen. Euren Träumen. Lässt ein wenig deine Seele streicheln. Mit viel Glück fickst du sie in einem billigen Stundenhotel. Oder in ihrem trauten Singleheim. Mit frischen Blumen auf dem Tisch.

Anschließend fährst wieder zurück in deinen gewohnten Trott. Deinen Mut hast du schon lange verloren. Und saubere Wäsche im Schrank ist ja auch nicht zu verachten. Nähe kann man sich abgewöhnen und lässt sich vermeintlich gut durch Konsum und viel Arbeit kompensieren.

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14 Kommentare

  1. Beziehungsmodell Nr. Z:
    On-Off: Führen instabile Persönlichkeiten, Gefühlschaoten und Beziehungstraumatisierte: Man ist sich seelisch ähnlich, deswegen zieht man sich an. Es kommt immer wieder zu heftigen Verletzungen des anderen, weil Nähe und Distanz nicht dosiert werden können. Eine Art „Beziehungssucht“: Der andere ist das Suchtmittel, von dem man schwer loskommt, und wenn, dann mal wieder eine Weile ganz. Ziemlich krank und muss wohl behandelt werden. Könnte man vielleicht auch als „Sucht nach Nähe“ bezeichnen. Diese aber, überdosiert, führt zu heftigen Nebenwirkungen: Aggressionen, die sich – zur Wiederherstellung einer Distanz – leider impulsiv und den anderen schädigend entladen. Sollte man zum Psychologen gehen, wenn man solche Beziehungen führt? Oder reicht es, mal zu beten?

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    1. Wahrscheinlich reicht`s, wenn man auf das psychologische Profil: ängstlich, verlassen zu werden, daher klammernd und aufdringlich, unsicher, Abhängigkeiten herstellend, leicht kränkbar, verzichtet. Wenn man selbst so ist, hat man ebenfalls ein Problem. Lösung: Weiß ich nicht!

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  2. Beziehungsmodell „Amour Fou“: Zwei, die eigentlich gar nicht zusammen passen, sei es aus „Standes-“ oder sonstigen Gründen, deren Beziehungsende absehbar ist, die Leidenschaft füreinander aber umso größer und unerklärlicher. Oft ein Thema in Filmen („Zu schön für dich“: Typ mit geiler Ehefrau (Gerard Depardieu) liebt dicke Sekretärin: https://de.wikipedia.org/wiki/Zu_sch%C3%B6n_f%C3%BCr_Dich)

    Beziehungsmodell „Mrs. & Mrs. Smith“: Auftragsmörder, die für verschiedene Auftraggeber arbeiten. Zur Tarnung führen sie eine „normale Ehe“. Allmählich dämmert ihnen, dass sie aufeinander angesetzt sind: Misstrauen und Attentate auf den anderen sind an der Tagesordnung. Der Sex ist vielleicht gerade deswegen so super, dass sie miteinander durchdrehen. In the end: It is love! Nobody can kill the other one!
    Schüttelnden Kopfes stehen die Frau Schmidts und Frau Meyers neben diesem „Pack“, das sich mitunter immer wieder schlägt und wieder verträgt. „Das wird kein gutes Ende nehmen!“ warnen sie, während sich die beiden schon wieder zuzwinkern!
    Brat Pitt und Angelina Jolie haben sich während der Dreharbeiten ineinander verliebt…
    https://de.wikipedia.org/wiki/Mr._%26_Mrs._Smith_%282005%29?searchDepth=2

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      1. Die Schmidts und Meyers sind einfach unerlässlich! Und Mrs. und Mrs. Smith… das sind Filmfiguren. In echt wäre keiner so bekloppt!!!
        😉

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  3. Was Du da beschreibst ist die typische Folge der Comfort Zone, die jede längere Beziehung mehr oder weniger einmal erreicht. Sex wird im Laufe einer Beziehung immer unwichtiger, dafür rücken Dinge wie Vertrautheit, Liebe in den Vordergrund. Das Verlangen nach Sex besteht natürlich weiter und sucht nach Befriedigung. Fremdgehen ist eine Möglichkeit. Mit hohem Risiko. Zur Prostituierten, ist aber auch nur Luxuswichsen. Das eigentliche Bedürfnis – Jagen und Erbeuten- wird nämlich dadurch nicht befriedigt. Was bleibt? Das muss jeder für sich entscheiden.

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