Beziehungsmodelle – Vielleicht so.

Such dir einen für´s Herz, der weit weg ist. Den du nur hin und wieder triffst und somit das Kennenlernen und dessen all zu häufig ernüchternden Begleiterscheinungen, werden zeitlich verzögert. Und du kannst ein wenig Rosa in deinem Herz und Kopf behalten. Vor Ort suchst du dir einen, nein besser zwei Kerle, zum Bett wärmen.  Das macht es einfacher. Sagt mein guter Freund H. und grinst mich an. Klappt bei ihm schon seit Jahren wunderbar. Er nimmt noch einen Schluck Kaffee und wir gehen ein Stück Spazieren. Am Wasser. Vorbei an hetzenden Menschen auf dem Weg ins Überall und Nirgendwo. Ich schau auf die Uhr. Zehn Minuten lang. Zehn Minuten in denen nicht ein Paar meinen Weg kreuzt. Ein klassisches Du und Ich. Ein baldiger Seltenheitsfall…..

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36 Kommentare

  1. Ersteinmal , thanx for following 🙂 .
    Das Modell: EIner in der Ferne fürs Herz und zwei vor Ort fürs Bett.
    … Es wird Zeit daß auch Männer sich dagegen wehren benutzt zu werden.
    Es ist natürlich auch ein `Benutzen lassen`. Wenn Männer sich dafür hergeben. Dann bleibt die Frage wie wiederum das Eigenbild dieser Männer aussieht und wie sie Frauen sehen.
    Es ist ja nicht verwerflich drei Freunde zu haben und davon mit zweien ins Bett zu gehen. Abser dann sollte doch das Herz mit dabei sein. Die Franzosen nennen das petits amis, liasons, ..whatever. Die Abspaltung von Sex und Herz ist ein grosses Schalchtermesser das einen Menschen in zwei Hälften zerlegt. Kein Unterschied mehr zu toten Schweinehälften im Grossbetrieb. Und so sieht die Gesellschaft aus . Ein großes Konsumschlachthaus. Monaden benutzen sich gegenseitig statt sich zumindest in Freundschaft und Wertschätzung zu bereichern. Es muß ja nicht die grosse Liebe zu Dreien sein. Diese ergibt sich … bzw ist auch eine Fähigkeit.Gute Bekanntschaft, Freundschaft, Respekt UND anerkennen des ganzen Menschen und nicht bei dem einen den Schwanz und beim anderen die treudoofe kastrierte sogenannte Liebe. Es wird Zeit,..höchste Zeit , daß Männer sich auch mal wieder gegen Diskriminierung und Objektisierung wehren.

    Guter Text und genau in die richtige Kerbe getroffen damit Diskussionen darüber auf den Tisch kommen. 🙂

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    1. Das hast du ziemlich gut beschrieben. Und es hinterlässt einen faden Geschmack, weil es genauso ist. Ein großes Konsumschlachthaus.
      Ich bin gespannt wie die Entwicklung im Gro weitergeht.. Manchmal hab ich das Gefühl es geht zurück. Vielleicht ist das jedoch auch altersbedingt. Also zurück auf der Suche nach beidem. Weg vom Großbetrieb, zurück zu kleinem feinen intimen Genuss. Kann aber auch grad subjektiv sein. Keinen Plan.
      Danke für s Lesen, Gedanken machen und für deinen guten Beitrag. Er gibt mir grad viel Gedankenfutter…. 🙂

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      1. Schön daß ich dich inspirieren kann. Hm,… Entwicklung geht nicht linear, sondern zurück,.. im Guten wie im Unguten. Und es schient daß die üblen Kräfte sowie die Tendenz zurück zum kleineren Besseren gleichzeitig passiert gerade. Also ich denke da hast du auch die richtige Wahrnehmung. Let´s brain and love life :).

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  2. Schreib doch mal über „deine Freundin X“,, der es nicht erlaubt ist, zwei Männer auch nur zu treffen, weil der eine sich gewalttätig gegen sie verhält und sie aus Eifersucht terrorisiert. Er hat sie so fertig gemacht, dass sie jetzt traumatisiert in einem Frauenhaus anfragt. Aus Angst, er macht seine Drohnung („Ich ramm‘ dir ein Messer in den Rücken!“) wahr. „Deine Freundin X“ kann jetzt nicht mehr in einem Café draußen sitzen und den schönen Sommer genießen, aus Angst, dieser eifersüchtige Gewalttäter beobachtet sie und lauert ihr auf.

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  3. „Dein Freund H.“ – Sicher, dass das dein Freund ist? Scheint einer zu sein, der andere belügt und betrügt. Keiner, der ernsthaftes Interesse an ihm hätte, würde ihn teilen. Ein oberflächlicher Kumpan, der für den Kummer anderer verantwortlich ist. Ich würde ihn aus meiner Freundesliste streichen!

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  4. Den fürs Herz nur in geringen Dosen zu nutzen ist wahrscheinlich so erfolgreich wie nur ein bisschen zu koksen. Es gibt bestimmt Menschen die das können. Ich würde nicht dazu gehören.

    Am besten gefällt mir Dein Kommentar, dass Du nicht nur enttäuscht wurdest sondern auch enttäuscht hast. Die wenigsten geben es zu.

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    1. Ich hab noch nie gekokst. Aber soll ich dir mal sagen, ich habe es genau aus diesem Grund gelassen. Ich hatte Angst, ich würde es zu sehr mögen und es mehr wollen.
      Das mit dem Herz in geringen Dosen auf Entfernung wäre praktisch in sein eigenes sehr volles Leben zu integrieren. Du hast deinen voll ausgelasteten Alltag, den bräuchtest du nicht einschränken. Und dennoch ist das wohlige Gefühl jemanden nah bei sich zu haben. Wenn auch entfernt und dadurch intensiv genutzt, bei einem Treffen.
      Oder so ähnlich. Ist ja nur der Gedanke einer Theorie 🙂
      Was das enttäuschen angeht, da könnt ich wohl einen dreiseitigen Bericht zu schreiben, also wo es schon mit einer kleinen Enttäuschung anfängt und wohl im Großen enden könnte. Manch einer lebt ja sogar noch intensiver das Drama um die Enttäuschung anderer aus. Also ich mein, wenn du stets ein schlechtes Gewissen hast, das du nicht reichst. Oder es nicht richtig machst. Ich sag nur, konfus 😉

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      1. Genau aus dem Grund habe ich auch nie angefangen.

        Deine Theorie ist gut. Ich wüsste, dass ich sie nicht in der Praxis umsetzen könnte. Aber Du solltest es versuchen. Es ist es wert.

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  5. Du und Ich , minutenweise,
    einmal hier und zweimal dort,
    ist Dein Leben eine Reise,
    bist Du weg oder schon fort?

    Ist es Angst oder die Vorsicht,
    eine Bindung die sich löst,
    welches Schicksal ist verbunden,
    welches Herz einfach entblößt?

    Ein Model oder Versuche,
    jedesmal oder stets neu?
    bist Du in Dir längst verloren,
    oder bleibst Du Dir noch treu…?

    Gedanken, die mir beim Lesen Deines Textes kamen – nicht auf Dich gemünzt, kein Vorwurf oder ein Urteil, nur spontane gefühlte Worte zu Deinen Worten…

    LG

    Macabros

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    1. Ich bin hier und bleibe mir treu. Mir und meinen unterschiedlichen Gedankenwegen.
      Es war eine laute Überlegung. Über das Phänomen Beziehungen im Jahre 2015. Und mein Umgang mit Beziehungen. Mit Zulassen. Mit Vertrauen. Mit Wagen….

      Liebe Grüße 🙂

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      1. wie gesagt – keine Wertung, keine Meinung, nur gefühlte Worte zu den beschriebenen Umständen an sich, die nicht zwangsläufig meine grundsätzliche Meinung widerspiegeln müssen…

        LG ♥

        Macabros

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      2. So hab ich es auch verstanden und empfunden 🙂 Und zu diesem Thema kann es, glaub ich, keine ganz feste Meinung geben, da sie von Fall zu Fall anders sein müsste, da jeder Fall anders ist. Irgendwie…
        ♥ von Mia im Sommer

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  6. Assoziationen:

    Erstens: Beziehung
    Eines der schlimmsten Wörter, die ich kenne, weil ich es immer mit „an etwas ziehen“ in Verbindung bringe. Ich ertappe mich bei Umgehungen, Umleitungen, Neologismen und assoziativ Be-Ziehungs-Um-Schreibenden Wörtern wie: Partnerschaft, Lebensabschnittsbegleitung (okay…wahnsinnig laaaang, Abk: LAB, das labt so) und verschwulstele mich in Wortabnormitäten wie: Herzensgefährte (Gotthilfmir), Liebesfreundschaft (kommt Liebe drin vor…Sch….tauchtnix!!!!), verdrehe mich in seltsamen Spiralen, bis ich schließlich entnervt aufgebe und sage: Beziehung? Dügübtshürnüch….

    Zweitens fällt mir zu diesem oben bezeichneten Modell das Wort: Zerfasern
    sofort ein.
    Das Herz zerfasert. Es ist nicht mehr in der Lage, seine Gefühle zu fokussieren und sie gleichzeitig zu streuen. Es streut nur noch. Hier Sex, da was fürs Gemüt, was für Freundschaft und schlussendlich noch was, um den Oberbegriff „Treue“ gefällig zu bedienen.
    Ist ja ordentlich weit weg, was soll’s?
    Was macht man mit so einem zerfaserten Herzen? Die Gefühle bleiben an der Oberfläche, nichts geht mehr in die Tiefe, Liebe Light und Sex to go nach bester Kaffee-Haus-Manier.

    Ein bisschen Vanille obendrauf, damit’s nicht stinkt?
    Und der letzte Wille, der auf dem Sterbebett der Gefühle einen elegischen Abgesang auf die Zweisamkeit singt.

    Ganz liebe Grüße von der Karfunkelfee

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    1. Liebe Fee,
      du siehst mich grinsen, du siehst mich Neo–wiewardasnoch googeln und desweiteren muss ich drüber nachdenken. Über das Zerfasern. Jeder Schuss vors Bug lässt zerfasern. Und auch dein eigenes Schießen. Ich war lange, sehr lange, gemeinsam, Seite an Seite. Wenn sowas weg ist, wird es schwierig. Und für einen Dino wie mich ganz besonders.
      Es ist eine Überlegung liebe Fee, für ein paar mehr glückliche Momente. Zwischen Alltag. Zwischen Sein. Zwischen allem was das Vorderhirn sehr einschränkt 🙂

      Herzliche Grüße zu dir und danke für deine Gedanken. Mehr davon (und Sternchen. Also bitte, wo waren die überhaut ? 😀 )

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      1. Weil man irgendwann über all der Beliebigkeit, Austauschbarkeit und Abhakerei das Vertrauen in andere verliert. Ich verstehe sehr gut, wovon Du sprichst. Es ist einfacher nicht mehr so viel zuzulassen, dass bei einer Trennung ein Flurschaden entstehen kann. Ein Herz, dass zu oft brach, wird mit der Zeit brüchig wie altes Glas.
        Also warum nicht für jeden Bedarf etwas Passendes besorgen?
        Vielleicht ist es ein letzter Rest Verantwortungsgefühl oder Gewissen bei welchen, denen man die innere Kälte lieber verschweigt?
        Oder es könnte auf Dauer zu anstrengend werden, so viele Zügel zu halten?
        Es ist die Frage…was auf Dauer bleibt:
        Das Gefühl der Resignation
        oder das Gefühl zu leben?
        Das muss jeder für sich selbst herausfinden und entscheiden.
        Ich bin auch ein Dino. Lange genug –
        Gewesen.😉
        Ein Neologismus ist ein neues Wort, Ursprung griechisch, also eine Wortschöpfung.
        Hab einen schönen Abend…✨💫

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      1. Nein. Eigentlich bin ich, was Beziehungen angeht, nicht traumatisiert worden. Ich hatte, auch wenn mein Blog etwas ganz anderes vermuten lässt, eher längere Beziehungen. Eine davon ist eher tragisch zum Ende gekommen …
        Ansonsten habe ich Beziehungen beendet, wenn die Befürchtung aufkam, ich werde meine Partnerin früher oder später enttäuschen.
        Ja, wir sind kompliziert, wir Menschen. Weil wir wahrscheinlich nicht monogam ticken.

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      2. Denke ich auch. Aber ich glaube ebenso, dass es vereinbar sein kann. Ein zusammen sein mit besonderen Begegnungen. Wenn sie das Leben kreuzen.
        Übrigens ist natürlich verlassen um nicht zu verletzen ebenso ein großer Widerspruch 🙂

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