Wer bin ich noch?

Gedanken versunken streifst du den Pullover über deinen Kopf. Einen Moment hältst du ihn in den Händen. Vergräbst deine Nase in ihm und saugst langsam den Geruch ein. Fremd. Er riecht so fremd und nicht nach dir. Nicht nach deinem gewohnten Ich…

Manchmal scheint es gut, ein wenig Abstand zu sich selber zu bekommen.

Um ein wenig klarer zu werden.

Ein wenig besser Wahrnehmen zu können.

Die Augen offener zu haben.

Bisschen Ordnung schaffen.

Sich wieder ein wenig  näher zu kommen….

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18 Kommentare

  1. Ich merke mein Herz. Es schlägt noch. Ich merke es im Hals. Es pocht. Es pocht so laut. Ich wollte mir ein Nest bauen. Ein Nest, welches ich nie hatte. Das ich mir immer gewünscht habe. Das ich bisher nicht realisiert habe, bis ich darauf angesprochen wurde. Eher, aufgrund meiner Erzählungen, resümiert wurde. Das der Wahrheit entspricht. Eine schrecklich spießige Familie. Mit der ich abends Abendbrot esse. Sonntags den Tatort schaue und wenn ich mit dir ins Bett gehe, möchte ich Arm in Arm mit dir einschlafen. Nur mit dir. Ich möchte es, ich möchte mit dir aufwachen, so wie wir eingeschlafen sind, Arm in Arm, mein Leben lang. Ich möchte immer mit dir kuscheln. Ich möchte dich immer in den Arm nehmen und fest halten. Einfach nur so, weil ich es dir zeigen möchte, dass es mir gut mit dir geht und ich einfach nur glücklich bin. Das Alles möchte ich und ich möchte es mit einer fast erwachsenen Tochter, die ihren eigenen Kopf hat, was toll ist, die aber trotzdem geliebt werden will. Die ich, da sie das Kind der Frau ist, die ich über alles liebe, genauso lieb gehabt hätte. Das Alles kann ich mir nur wünschen, ich werde es nicht haben. Wer will das schon? Ja, ich. Ich will es. Aber ich kann es nicht sagen, ich kann es nur schreiben. Anonym. Weil ich nicht den Mut aufbringe. Weil ich ein Feigling bin.

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  2. Sich selbst wieder näher zu kommen, nachdem man ein Weilchen verdutzt neben sich stand, das ist verdammich wichtig. Die Kunst ist wohl, sich nicht soweit zu entfernen, daß man sich horizontig klein wiederfindet…
    Herzliche Grüße gen Norden, Deine Käthe, insichruhend.

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