Sommersinne

In diesen Tagen ist alles mehr. Viel mehr. So viel mehr intensiv.

Die Wärme lässt dich spüren wer du bist. Wieviel du bist. Und doch so viel mehr.

Deine warmen Füsse, sie spüren jede Unebenheit auf dem Boden. Ein kleiner Kiesel bohrt sich zwischen die Zehe. Ein Grashalm kitzelt deinen Knöchel.

Deine Unterwäsche sie klebt an dir wie eine weitere Haut. Setzt du dich hin, sammeln sich deine Körperflüssigkeiten zwischen deinen Schenkeln.

Du fühlst einen Tropfen des warmen Körperwassers deinen Rücken runter tanzen. Zielstrebig macht er sich auf, direkt zwischen dein Gesäß. Dabei das leichte Kitzeln auf deiner Haut.

Du brauchst keine Decke, die Luft deckt dich von selber zu. Sie hüllt dich einfach ein.

Menschen die dich passieren, nimmst du so viel intensiver wahr.

Die Kleidung klebt an ihren Körpern. Du siehst jede Hautpartie. Frauen deren Brustwarzen hart gegen ihr Kleid sich wölben. Jeder Schritt lässt dir visuellen Zugang zu ihrem erhitzten, klebrigem Körper.

Männer deren erigierter Schwanz dir gut sichtbar entgegen ragt, weil sie den Anblick all der kurzen Röcke, die ihren Augen begegnen, kaum noch aushalten können.

Und die Luft… Sie ist ist erfüllt von Gerüchen. Ich kann mich ihnen nicht entziehen. Körpergerüche lassen immer wieder meine Sinne völlig entschwinden. Sie sprechen eine ganz eigene Sprache.

Und die ist so anders, als die meiner Augen. Diese Sprache lässt mich fühlen, wie es ist, nicht schauen zu können. Und du überlasst deine Wahrnehmung und all deine Empfindungen nur deiner Nase.

Es ist eine wirklich interessante Zeit derzeit. Wenn auch tief, bedrückend, beängstigend, einsam, fühlend, empfindend… .

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14 Kommentare

  1. „Männer deren erregierter Schwanz dir gut sichtbar entgegen ragt, weil sie den Anblick all der kurzen Röcke, die ihren Augen begegnen, kaum noch aushalten können.“

    Es heißt nicht erregiert, sondern erigiert, von lat. erigere = (sich) aufrichten. So ein aufgerichtetes Ding steht mitten im Hof des Apostolischen Palastes und weil es aus Stein ist, nennt man es Obelisk. Er wird auch Vatikanischer Obelisk genannt. Das Wort Obelisk soll von lat. obeliscus stammen, was „kleiner Spieß, Bratspieß, Nadel“ bedeutet, kann aber auch zurückgeführt werden auf idg. „gwel“, was „stechen“ bedeutet. Manchmal wird im Zusammenhang mit dem weiblichen Geschlecht auch von „nageln“ gesprochen. Als Luther seine 95 Thesen an die Schloßkirche zu Wittenberg annagelte, da wußte er in der Tat nicht, was er der Welt damit antat. Aber wahrscheinlich war er damals zu erregt, um die Folgen überhaupt in Betracht zu ziehen. Er wollte der alteingesessenen Kirche eins auswischen, hat ihr aber nur ein neues Kind gemacht, sie damit verjüngt und ihr damit einen Riesengefallen getan. Was ihm an der alten Mumie aber so gefallen hat, dieses Geheimnis hat Luther mit ins Grab genommen.

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  2. Sozusagen gewölbtes Sommergeschwänzel. Nun ja, das ist ja das spannende, hinten runter rollt der Schweißtropfen bei uns allen gleich, vorne runter nimmt er hie und da unterschiedliche Umwege, deren Wege sich sicher vortrefflich beschreiben ließen, und da liegt der Reiz eben meist in den Unterschieden. Obwohl die eigentlich wenig überraschend sind. Denk ich mal.
    Unangenehm ist es eben, wenn der Fahrtwind, egal ob offene Fenster, Dach oder Fahrrad ins unangenehm Warme abdriften, dann ist das mit den frontlastigen Männern so eine Sache, da dann der Blick zu den Hautpartien eher verschwimmt. Überhaupt, so ist mir das noch nienicht aufgefallen!
    Ansonsten Zustimmung, die Sinnwahrnehmung verändert sich, insbesondere in den überfüllten Freibädern…. 😉

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      1. Hm. Vielleicht dies oder das, oder so.
        Ich sollte mal genauer schauen. Da fällt mir auf, dass ich eigentlich häufig, gerade wenn in der Stadt unterwegs, etwas hektisch bin. Vielleicht sollt‘ ich mal mehr looky-looky machen…
        😉

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