Kurzfrequenzen VII – Wie ist das eigentlich mit den Erwartungen?

Quit pro quo?

Oder doch ganz uneigennützig?

Oder ist man doch nur offiziell ganz selbstlos und insgeheim wartet ein jeder im stillen Kämmerlein, lauert dort die eigene Erwartung auf den Dank, die Tasse Mehl, der geholfene Umzug? Für all die Aufmerksamkeit, für den täglichen blowjob? Für all das, was vermeintlich selbstlos gegeben wurde?

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7 Kommentare

  1. Das was du ansprichst erinnert sehr stark an Nietzsche. Letzten Endes bricht es sich in etwa für mich darauf herunter:

    Ganz altruistisch, also selbstlos und damit auch von den, von dir genannten, Erwartungen kann man nie sein. Dafür sind wir zu sehr mit unsrem Ego -unserer Person – verbunden. Wir können uns nur über unser eigenes Ich ausdrücken. Alles andere wäre entrückt und merkwürdig… quasi als Geistkörper…
    Den Schritt, den Nietzsche geht und zu sagen: „deshalb ist jetzt Handlung letztlich egoistisch!“ Gehe ich allerdings nicht mit. Ihm gegenüber steht… jemand dessen Namen ich vergessen habe… und sagt: „worauf es ankommt ist die Intention einer Handlung!“

    Wenn ich also beschließe etwas zu tun in dem der für mich zu erwartende Lohn nur einen kleinen (aber niemals keinen) Anteil hat, dann tue ich etwas „ohne“ Erwartung. Vielleicht gibt es dennoch die Stimme im Kopf die etwas erwartet, aber manchmal ist sie leiser und kann ignoriert werden.

    Also als Antwort: Erwartungen haben wir vermutlich immer irgendwie. Aber unterschiedlich stark und teilweise sind sie nicht relevant für unser Handeln.

    „Unser“ wie in „mein“.

    Gefällt 2 Personen

    1. Sie sind nicht relevant wenn wir von unseren eigenen Erwartungen ausgehen. Ist der Fall jedoch anders herum, also merkst du plötzlich welch welche ganzen Erwartungen insgeheim an dich gestellt wurden, dann sieht der Fall anders aus. Denn dann hat es schon Auswirkungen auf unser zukünftiges Handeln 🙂
      Ja, dein aller letzter Satz bezieht sich genau auf den feinen Unterschied… 🙂

      Gefällt mir

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