Anmerkung zu Kurzfrequenzen – V – Fehler

Allen Gedanken zum Thema Fehler – was ist das überhaupt genau, ein Fehler -, ging ein Radiobeitrag voraus, in denen  „nicht getane Fehler“ dazu dienten, den Tod eines bekannten Schauspielers, noch mehr Tiefe und Schwere zu verleihen.

Das ließ mich stutzen. Er war mein Kindheitsheld und mein damaliges Sinnbild für „die Guten“ . Jedoch stellte ich mir nie die Frage, ob er Fehler in seinem Leben, oder ob er immer und zu jeder Tageszeit ein „Guter“ war.

Es interessiert mich nicht, weil ich an diesen angeblich falschen Interaktionen nicht meine Sympathie für diesen Menschen gemessen hätte. Also begleitet mich dieses Thema die letzten Tage sehr intensiv.

Allerdings ist es auch kein neues Thema, denn die grundlegende Einstellung vieler Menschen, andere an ihrem Handeln insgesamt zu messen, beschäftigt mich schon jahrelang. Da kannst du ein Mensch sein der ein hohes Ansehen hat, weil er immer freundlich, hilfsbereit, ehrlich, zuvorkommend, intelligent usw ist. Macht er einen „gesellschaftlichen Fehler“, kann es passieren, das er bis an sein Lebensende geteert und gefedert wird. Menschen haben manchmal echt eine Meise.

Unser Weg ist täglich begleitet von Entscheidungen. Und zwar so viele, das ich sie gar nicht täglich zählen kann. Ob jede davon eine richtige oder eine falsche, das ist und sollte nicht bemessen werden.

Und wem steht es zu, das Leben eines anderen zu beurteilen und darüber zu richten. Denn niemand ist frei von Handlungen, die vielleicht andere oder sich selbst sowohl verletzen können, als auch Folgen haben können, die nicht so ganz große klasse sind.

Dennoch hilft es ganz bestimmt, weniger zu kategorisieren, als auch einfach mal hinnehmen.

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8 Kommentare

  1. Ich halte es gerne mit dem Verzeihen. Jeder macht Fehler und jeder möchte dich dann eine Hand, die ihn trotzdem hält. Ich auch. Was wir tun geschieht aus unserer eigenen Intuition. Keiner kann uns unsere Handlungen abnehmen… auch nicht den Umgang damit oder die Vergebung. Es gibt kein schwarz und weiß. Reflkektieren ist immer gut. Liebe Grüße, Polly

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  2. Also, das unterschreibe ich sofort. Es wird ohnehin viel zu viel gewertet und kategorisiert und oft genug gar nicht genau hin- geschweige denn zu-gehört. Wobei selbst das schon wieder eine ‚Bewertung‘ meinerseits ist. Nun ja. …
    Aber ich finde, du hast Recht. Regt an, wieder mehr darüber nach zu denken. 😉

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      1. Absolut. Passt eigentlich immer. Es ist bloss gut, dann und wann daran erinnert zu werden. 😉
        Im Übrigen finde ich das Wort ‚Fehler‘ auch echt schwierig. Denn oft ist es doch so, dass man, wie du schon sagst, eine Entscheidung trifft aufgrund vorheriger Entscheidungen oder aufgrund bestimmter Umstände oder was weiß ich. Es ist nach aussen nicht immer nachvollziehbar, auch nicht immer für einen selbst, aber hätte man in der Situation anders entscheiden können? Es kann sein, dass ja, es kann sein, dass nicht. Ist ja vorbei. Und wer weiß das schon. Sehr menschlich. Wir sind eben keine Maschinen.
        Und aus sogenannten ‚Fehlern‘, sprich Entscheidungen, auf die dann entsprechend etwas folgt, was quasi negative Rückmeldung oder Erfahrung wird, lässt sich ja lernen. Theoretisch. 😉
        Hach, spannend. 😉 Danke dir!

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