Weißt du wie scharf ein Wort sein kann? Von einem Satz ganz zu schweigen?

Worte gedacht, zerfrickelt, aneinander gereiht, wieder zerrissen, auf den Boden geschmissen….

Meinungen vor die Füsse gekotzt, umgedreht und weg spaziert.

Auf des Berges höchste Spitze marschiert und runter gespuckt.

Ausgeholt und einen massiven Aufwärtshaken direkt ins Dunkle verbal geboxt.

Die Wut muss raus.

Das des Wortes Schneide schärfer ist als ein Faustschlag ist sicher allen klar. Nur manchmal vergisst der eine oder andere dieses. Im schlimmsten Fall schmeißt er dieses Wissen auch achtlos einfach in den nächsten Graben.

 

 

Advertisements

18 Kommentare

  1. Manchmal ist ein Wort auch nicht so scharf, wie es sich darstellt. Z.B. das Wort Schnittlauch. So daß sich jemand von dem Wort „Du Hans Wurst du!“ eher ins Herz getroffen fühlen kann, als wenn derselbe gesagt bekäme: „Du Schnittlauch du!“. Der so Angesprochene würde höchstens denken, daß der Sprecher nicht ganz richtig im Kopf ist und ihm wahrscheinlich mit aller Gelassenheit den Rücken zukehren.

    Noch eine lustige Sache zum Thema aus der Bibel. Jesus bezeichnete seine Feinde gerne als Schlangenbrut – ein böses Wort.

    Matthäus 12:34 Schlangenbrut, wie könnt ihr Gutes reden, da ihr böse seid? Denn wes das Herz voll ist, des geht der Mund über.

    Zu guter Letzt offenbarte er dann seine wahre Identität:

    Johannes 3:14 Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, also muß des Menschen Sohn erhöht werden,

    Jene Schlange, die von Mose in der Wüste an ein Feldzeichen angebracht wurde, war nämlich eine von derselben Art der feurigen Schlangen, von denen das Volk zuvor gebissen worden ist. D.h. alle Schlangen und auch jene, die sinnbildlich Jesus eine darstellt, kamen aus DEMSELBEN Nest und bildeten somit insgesamt DIESELBE Schlangenbrut. Wie also konnte Jesus da Gutes reden, obwohl er von Natur aus doch böse war?

    Hier noch die entsprechenden Verse:

    4.Mose 21:6 Da sandte der HERR feurige Schlangen unter das Volk, die bissen das Volk, so daß viel Volk in Israel starb.

    4.Mose 21:8 Und Mose bat für das Volk. Da sprach der HERR zu Mose: Mache dir eine feurige Schlange und befestige sie an ein Panier; und es soll geschehen, wer gebissen ist und sie ansieht, der soll am Leben bleiben! 9 Da machte Mose eine eherne Schlange und befestigte sie an das Panier; und es geschah, wenn eine Schlange jemanden biß und er die eherne Schlange anschaute, so blieb er am Leben.

    Das nenne ich, die Logik des scharfen Schwertes. So wie das Schwert beidseitig schneidet, spricht selbst auch eine erhöhte Schlange immer mit gespaltener Zunge, wie es die Indianer so schön zu formulieren wissen.

    Auf Bibelblogs mag man mich überhaupt nicht, denn denen sind meine Worte immer zu scharf. Das ist aber nur, weil viele Menschen die Wahrheit nicht vertragen können.

    Wenn ich etwas schreibe, dann mache ich das am liebsten spontan. Ich hoffe, es ist dir trotzdem Recht, daß ich dies nun zum Besten hier gab.

    Einen schönen Abend noch!
    E.Li.G

    Gefällt mir

    1. Du siehst mich begeistert den Kopfe schütteln. Festigt es doch meine These sehr, das einer eben alles ist. Und mir die, die sich dessen bewusst sind sehr lieb sind. Ich weiß wenig aus der Bibel, so freut es mich wirklich gerade, das was ich von dir zu lesen bekomme. Zeigt es Seiten, die während eines Gottesdienstes so nicht erläutert werden. Und darum gibt es auch nie ein nur gut und nur schlecht. Wobei beides eh immer nur eine Seite impliziert und die andere außer acht lässt. Genau zu diesem Thema habe ich mal ein Buch hier wärmstens empfohlen, weil es mir so am Herzen liegt. Justine, oder das Missgeschick der Tugend. Vielleicht liest du es irgendwann, oder hast du schon längst. Bist du viel belesener als ich, mit noch viel hellerem Geiste noch dazu.
      Deine Spontanität sei zudem sehr zu loben. Danke für diesen guten Blickwinkel

      Frisch aus´m Sturm,

      Mia

      Gefällt mir

      1. Danke Miriam! So belesen bin ich nun auch wieder nicht, daß ich das Buch Justine … kennen würde. Man muß halt auswählen. Es gibt so viele gute Bücher. Die Bibel indess habe ich aber auch ganz durchgelesen, denn könnte ich sonst mitreden, was dieses Thema angeht?
        Das was du sagst betreff des viel helleren Geistes, das beschämt mich ein wenig, denn so klug wie ich gerne sein würde, das bin ich leider nicht. Es gibt weit Klügere als mich. Und was dabei dich angeht, so heißt es doch: Man (oder Frau, ist ja egal) solle sein Licht nicht unter den Scheffel stellen. Es doch ersichtlich schon an deinem Blog, daß du einen hellen und frischen Geist hast. Deine funkelnden Augen dazu haben es mir echt angetan.
        Schöne Grüße zur späten Stunde
        E.Li.G

        Gefällt mir

  2. Und wenn er, der achtlos dieses Wissen wegschmiss, weil es ihm unerträglich erschien, es aus dem Graben fischte, argwöhnisch beäugte, nicht wissend um seine Dunkelverbalboxerey? Und vielleicht doch nochmal es sich einverleibt, nachschmeckt und Nachhaltigkeitskerne entdeckt…

    Ach, geschriebenes Wort, ohne das mimische gegenüber, ohne Fragendaugenbraue, ohne Zwinkerlächeln oder Verletztmundschwung…
    Liebe Mia, die Wut muß raus. Immer. Wohl dem, den sie nicht so lange umtreibt. Ich hinterlege zugetane Grüße, Deine Käthe, schuldbelastet durch einstiges Schweigen statt Wutbrüllerey.

    Gefällt mir

    1. 😦 Pack die Schuld weg. Derzeit schweige ich an anderer Baustelle, in dem Wissen es ist falsch, nicht wissend aber, wo der richtige Rahmen zum schreien ist..
      Zum oberen Absatz, es sind wohl immer Trigger die unbewusst bedient werden. Wie du es nun verfasst, den Fortgang, klingt es besser werdend.

      Gefällt mir

      1. Die einstige Schweigeschuld meinerseits liegt Jahre zurück, doch werde ich nie diesen Schuldschein einlösen können.
        Wenn Dir zum Schreien ist, der Rahmen ist ein wechselbarer, es gibt auch die unöffentliche Rückseite. Ob der Fortgang weniger weh tun wird, ich weiß es nicht, zuviele Scherben liegen silbrigschimmernd unter den blanken Sohlen. Doch barfuß unterwegs, das tut nunmal mitunter weh.
        Auchnichtwirklichwissende Grüße, Deine Käthe, schwarzscherbenschimmerbetrachtend.

        Gefällt mir

      2. Weißt du was liebe Käthe, so einen habe ich auch. Es ist ebenso einer, der immer unter der Haut brodelt und kommt dem einer zu nahe, bricht er auf und eitert vor sich hin. Auch der ist nicht mehr einzulösen. Ein anderer vielleicht schon eines Tages.
        Wir sind Menschen. Treffen Entscheidungen. Manche treffen andere für uns und wir sind nur stille Statisten im eigenen Sein. Wir sind mal böse, auch wenn wir dieses ganz schnell wieder bereuen. Heute schauen wir mal hin zum schwarzscherbenschimmern, aber Morgen, da kommt es wieder in die Schublade. mit Spalt offen…
        Auf einen gemeinsamen Tee, deine Mia

        Gefällt mir

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s