Loslassgeschichtenlawinen – Teil 2

 Teil II

vom Projekt  Loslassgeschichtenlawinen, gestartet bei der lieben Frau Knobloch (ganz unblümerant in dem Teil, – ich war schon ein wenig schockiert, ich muss gestehen. Und dem werten Ben Fröhlich.
Blau. Nichts als Blau. Helles Blau mit beißenden Sonnenstrahlen stach ihr ins Gesicht. Tock tock, was auch immer Schuld war, hämmerten zusätzlich von innen gegen ihren Schädel. „Los , Erinner dich Paula. Wieso ist hier draußen alles blau.? Du warst doch eben noch mitten im Grau der Großstadt. Wo bitte bist du nur. Und wer ist diese Type da hinten.?!
Paula musterte ihn argwöhnisch, lies ihre Augen kurz auf der grottenhässlichen Krawatte verweilen, schüttelte den Kopf und wanderte mit halb zugekniffenen Pupillen, immer wacher werdend, über seine doch recht ansehnlichen Arme. „Mh. Gut definiert, nicht zu bepackt und dennoch muskulös. Nett“ So fertig konnte sie gar nicht sein, um das nicht zu bemerken.
Seine Brust, mal abgesehen von den halb angetrockneten Sabberflecken, war ebenso bemerkenswert. Paulas Hirn lies immer noch mit Erinnerungen der letzten Stunden auf sich warten, und so schaute sie nicht uninteressiert den Rest des schlafenden Körpers auf der Rückbank weiter an.
 
Das letzte woran sich Paula erinnerte, war, dass sie sich mit ihrer Cousine auf einer Kirchenveranstaltung in der Stadthalle befand. Eine Riesen-Inszenierung, mit einem weltbekannten Prediger, von dem ihre Cousine schon seit Monaten schwärmte. Unbedingt sagte diese, unbedingt müssen sie dort hin. Der Prediger habe schon zwei Menschen das Laufen wieder geschenkt und Frau Herta von drei Straßen weiter, könne jetzt auch wieder ohne Stottern sprechen. 
 
Ja ne is klar. Aber Paula ging mit. Ihrer Cousine zu liebe. Eigentlich aber auch nur, um ein Auge auf das naive Weib zu haben, bevor diese mal wieder irgendwelchen Unsinn verzapfte, der die Familie bis jetzt eh schon eine nicht unerhebliche Summen kostete. Gott… Paula dachte an den persischen Teppich, den das Cousinchen strahlend vor ein paar Jährchen mit aus einer Urlaubsreise mitbrachte… Schlappe 8500 (Euro versteht sich) kostete der damals, Der war schließlich ohne Kinderarbeit handgeknüpft. Jupp, in blaugrün. Das der Teppich nirgends hineinpasste muss nicht erwähnt werden. Auch muss nicht näher auf die vermeintlich letzte große Liebe eingegangen werden, dem angeblichen afrikanischen Stammhalter, der dann doch mit Irina Strapshalter von Nebenan durchbrannte. 
 
So, nun aber zurück zu der heißen Schnitte auf dem Rücksitz, der mit dem nicht unerwähnt lassenden imposanten Gemächt, dem fremde Ort an dem sie sich befanden und der fehlenden Cousine.  Paula kroch langsam Richtung offener Beifahrertür, die Hand schützend vor der gleißenden Sonne und kletterte vorsichtig nach draußen.
Suche nach Fortsetzung …
Advertisements

21 Kommentare

  1. Liebste Mia, ich purzelbaume hier flipflopflippig vor mich hin! Herrlich, eine wunderbare Fortsetzung, vielen lieben Dank. Und ein Geheimnis sei Ihnen geschenkt: Die reale Paula besuchte ihrer Cousine zuliebe ein Pur-Konzert. Schlimmer konnte der Prediger auch nicht sein! Sie ahnen mein Vergnügen beim Lesen Ihrer Zeilen. Ich bin echt gespannt, wie’s weitergeht. Wer traut sich?
    Schalllachende Grüße, Ihre Käthe. (Imposantes Gemächt, Sie haben sogar mein Wortwahl richtig getroffen, ich nenne die Handwerkerhosen, wie Schmiede und Zimmermänner sie tragen ja immer ‚Imposantgemächthosen‘! Fetzt!)

    Gefällt mir

    1. Haha, jetzt ehrlich? Also die Assoziation zum Pur-Konzert ist klasse und passt im Grunde ja eins zu eins. Lach mich schlapp. Wer weiß was das Cousinchen sonst von dort mit angeschleppt hätte. So mit Schnurrbart und Hintenlang dann 😀
      Auf die Imposantgem(ö)ächthosen geh ich nicht näher drauf ein. Es könnte nur noch unblümeranter werden als es eh schon ist ^^ 🙂
      Grinsendlachend Grüße durch die Strahlesonne Richtung Käthe , die meine 😀

      Gefällt mir

      1. Von dem Konzert hat Paula nicht wirklich viel mitbekommen, hat es sich erträglich trinken müssen, Leidensgefährten gab es zur Genüge an der Bar zu finden…

        Weißt Du, was mich ein wenig betrübt? 18 Liker und keiner, der ein Wohlwort zu Deiner schönen Fortsetzung findet, geschweige denn weiterschreibt, schade.
        Dir feinste Grüße, Deine Käthe, beim drölfzigsten Versuch, konsequent beim Du zu bleiben, ach…

        Gefällt mir

      2. Ich glaube liebe Käthe, das , dadurch das die Zeilenabstände irgendwie nicht funktionieren bei diesem Eintrag, es einigen nicht klar war, das sie die grooooße Chance haben, der lieben Paula eine mordsmäßig fantastische Geschichte, weiter schreiben zu dürfen. Da geh ich jetzt mal von aus 😀
        Herzlichst, deinihrige mit Grins, Mia

        Gefällt mir

      3. …und der Kommentartross zieht weiter zum nächsten Beitrag…schade.
        Soll ich Deinen Famostext kopieren und nochmal direkt bei mir anfügen und neuveröffentlichen? Ich fände es schade, wenn so schnell das Lawinchen verebbte…
        Endlich konsequent duduende Grüße, die Deine.

        Gefällt mir

      4. Das wäre eine Idee. Parallel dazu werd ich nochmal einen Fokus auf eine erwünschte Fortsetzung schreiben.
        Aber erstmal eben, direkt für meine Lieblingsfloraliebsten, ein Bild, und für dich Käthe ganz besonders 🙂

        Gefällt mir

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s