Monat: Februar 2015

Mein akurates Vorstädtchen unter schwerem Geschütz

Der Moment, in dem mich heute mein Kind rief und erschrocken und gleichzeitig aufgeregt mit riesigen Augen fragte, ob wir uns jetzt mitten im Krieg befinden, den hätte ich mir gern geschenkt.

Das folgende Gespräch mit beiden Kindern dann, auch. Ich möchte ihnen nicht erklären müssen, warum schwer bewaffnete Polizisten das Stadtbild präsentieren. Ich möchte nicht näher veranschaulichen, dass unser Land, genau wie jedes andere auf der Welt, nicht gefeit ist vor Krieg und vor Anschlägen. Und ich möchte auch nicht denken, dass der Gedanke näher ist, als je zuvor.

Denn jetzt ist es soweit. Terrorwarnung in Bremen. Mein beschauliches Vorstädtchen gerät ein wenig aus den Fugen. Männer mit Vollmontur und Maschinengewehren ziehen mit ernster Miene durch die Stadt. Große Einsatzwagen stehen rund um den Innenstadtbereich. Und da ich sehr zentral wohne, passiere ich auch einige von ihnen. Das Bremen als Hochburg der Terrororganisation. dessen Namen ich mich weigere zu nutzen, gilt, war mir bis heute auch nicht klar. Ich glaub es auch nicht. Und wenn, spielt es auch keine Rolle ob Hochburg oder ein bisschen weniger.

Die „Was wäre wenn“ Gedanken, sind einfach nicht mehr fern. Sie sind es schon lange nicht mehr.

 

 

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Weißt du wie scharf ein Wort sein kann? Von einem Satz ganz zu schweigen?

Worte gedacht, zerfrickelt, aneinander gereiht, wieder zerrissen, auf den Boden geschmissen….

Meinungen vor die Füsse gekotzt, umgedreht und weg spaziert.

Auf des Berges höchste Spitze marschiert und runter gespuckt.

Ausgeholt und einen massiven Aufwärtshaken direkt ins Dunkle verbal geboxt.

Die Wut muss raus.

Das des Wortes Schneide schärfer ist als ein Faustschlag ist sicher allen klar. Nur manchmal vergisst der eine oder andere dieses. Im schlimmsten Fall schmeißt er dieses Wissen auch achtlos einfach in den nächsten Graben.