Wer die Seele eines Menschen berührt, betritt geheiligten Boden.

Gern dazu:

 

Ich mag sie nicht, die Seelenschlächter.

Die vermeintlich empathischen Wortakrobaten, die eine sanfte Melodie spielen, gesponnen aus feinstem Manipulationszwirn. Denen du ihre Worte glaubst, dessen Handel nie folgt. Die, die in einem unachtsamen Moment ein Türchen zu deiner Seele öffnen, welche du doch sonst so gut versteckst. Und die dich dann am offenen Operationstisch einfach liegen lassen. Soziopathen denen du scheißegal bist, oder die sich aus fadenscheinigen Gründen einfach aus deinem Leben verpissen ohne Blick zurück. Für den Missbrauch und die Vergewaltigung von Vertrauen sollte es die Höchststrafe geben.

Im türkischen gibt es ein Sprichwort: Ich hab meinem Vater vertraut, und der hat meine Mutter gefickt. Also immer schön Obacht, wem du die Hand reichst, deine Tür öffnest und ganz besonders, dein Herz. Hier und da eine etwas dickere Mauer ist in dieser Zeit schon angebracht. Ganz besonders für empfindliche Seelen, die ahnungslos immer das Gute glauben.

Und irgendwann hast du nur noch ein müdes Lächeln für sie über, denn du weißt, ohne ihre Manipulation und ohne ihr – wenn auch gut gelerntes – Schauspiel, haben sie keinen Glanz und ihre vermeintliche Stärke ist so viel schwächer als deine.

Das musste mal gesagt werden. Amen. Jetzt geh ich Backen.

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24 Kommentare

  1. Lange nach der Erstellung gelesen, aber Dein Thema ist ja zeitlos…
    Menschen kommen nackt und bloß auf die Welt und dann entwickeln sie sich.
    Oder auch nicht. So vielfältig wie unsere Welt ist, so sind auch die Menschen. Charakterlich, bezüglich ihrer Erfahrungen und ihrer Ziele.
    Auch aus meiner Sicht gibt es zu viele emotional Blockierte, Selbstsüchtige. Aber wie soll eine Blume im Meer der Beliebigkeit erkennbar sein, wenn nicht durch Kontrast.
    Ich für meinen Teil bleibe wachsam, aber öffne mich weit. Ich mag nicht meine Sensoren blockieren. Wie soll ich sonst den guten Menschen zeigen, wer ich bin?
    Ich bin zutiefst überzeugt davon, daß wir erhalten, was wir geben. Vielleicht nicht ganz ausgewogen… aber hey… sind wir nicht die mit der Energie und mit der Liebe?
    Beste Grüße von Stefan

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  2. Es gibt sie leider, die Manipulierer. Und nicht nur immer bei Mann. Vielleicht schreibe ich nächstes Jahr über die NLP-Expertin, die gern Mädels gefügig machte. Konnte sie gut. Nur bei mir ist sie gescheitert.

    Aber Mauern, die braucht es nicht. Nur genug innere Stärke und trotz aller Gefühle einen wachen Verstand. Aikido lehrt, die Kraft des Gegners zu nutzen und Angriffen auszuweichen. Das geht auch in der Liebe. Der Trick heißt emotionale Distanz. Gegenüber Schwachmaten versteht sich. Und davon gibt es zu viele auf der Welt. I

    Guten Rutsch dir und bis bald 🙂

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    1. Oh, ja, das kenne ich. Nutze die Kraft des anderen für dich. Ja. ich tacker es mir hinter die Ohren.:) Und vergiss nicht die Geschichte zu schreiben. Ich freu mich drauf…
      Das mit der emotionalen Distanz… ach.. hab noch ein paar Jahre diese zu erlernen 😀 Blondchen mag ja rosa Wolkenschlösser immer gern ^^ (Scherz)

      Habt einen schönen Jahreswechsel und, ich freu mich auf bis bald 🙂

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      1. Das hast du schön geschrieben Stefan. Und mit mehr Abstand und geglätteten Wogen kann ich dir natürlich nur Recht geben. Ich möchte auch keine fette Mauer bauen und die Welt und Mensch in gut und böse teilen. Weil das ist sie nicht. Unser komplexes Wesen beinhaltet eben alles, je nachdem welcher Teil gerade angesprochen wird und, je nachdem wie sehr du dein ICH auch zulässt.
        Deine Überzeugung teile ich auch. Resonanz-gesetze … und ja, wir sind die mit der Energie, der Liebe und dem kompletten Rest. Der auch spannend sein kann 😉

        Beste Grüße zurück lieber Stefan, Mia

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  3. Hat dies auf Censay rebloggt und kommentierte:
    Hm. Das sind schwierige Aussagen zu einem schwierigen Thema. Mein erster Kommentar wurde doch sehr lang… darum ein Reblog. Wenn nicht gewünscht: gib Bescheid.

    Als jemand, der mit Manipulation und Gefühlsbetrug sein Geld verdienen wird (kannst ja mal raten was es ist) und sich darin nicht als schlechter, sondern als ehrlicher Mensch versteht, mal eine andere Sicht:

    Wenn ich in einem Menschen etwas entdecke, sei es Stärke oder Schwäche, Genuß oder Verdruss… dann speichert sich mein Hirn das.
    Wenn mein Wille nun in eine Richtung geht und das Gegenüber hierbei meinen Weg begleitet, kreuzt oder was auch immer… dann bediene ich mich der Informationen, die ich gesammelt habe.

    Sicher, es gibt Grenzen, die man beachten sollte bei diesem „Spiel“… bloß ist es kein Spiel und damit die Aussage erst einmal ungültig.
    Es ist die Art wie ich meinen Weg durch mein Leben bestreite. Es hat weniger etwas damit zu tun, dass ich „ach so schlimm benutzt wurde und mich rächen will“; vielmehr geht es darum zu verwenden, was ich erkenne, da es um mein Leben geh und nicht um das anderer (in erster Instanz gedacht).
    Erkennen andere dies nicht oder verweigern sich den Zugriff darauf, stelle ich mir eher die Frage, warum sie dies tun. Welche Regel gebietet, sich hinter gesellschaftlichen Mauern zu bewegen? Ist es nicht viel mehr die Angst, dafür schräg angeschaut zu werden, wenn jemand sieht was wir tun? Ist es der Wunsch, „sowas“ niemand anzutun oder ist es eher der Umkehrschluss aus der Angst das selbst zu erleben?

    Versteh mich nicht falsch. Ich bin kein böswilliger Mensch. Dafür sind mir die meisten Menschen viel zu egal. Ich wurde mich allerdings auch nicht als Soziopathen verstehen. Es sei denn, du meinst damit „nicht blind allen gängigen Sozialpraktiken folgend“. Dann frage ich jedoch, was gängig sein soll.

    Wenn du ein wenig bei mir gelesen hast, hast du vielleicht gesehen, dass ich zum Menschen eine… nachlässige Haltung habe. Insofern nachlässig, als das ich einzelnen Menschen nicht den Wert zuschreibe, den sie gerade ausfüllen. Liebe? Ein Gefühl. Der Mensch der das Gefühl in dir wachruft: auswechselbar. Hass? Für mich noch flüchtiger als Liebe, das Objekt des Hasses ständig wechselnd.

    All is vain. So sagte, glaube ich, schon Scarlett in „vom Winde verweht“.

    Alles vergeht.

    Und genau darin liegt die Befreiung meines Lebens. Ich bin, so wie alles und jeder um mich herum, vergänglich. Und, um es einmal bewusst gestelzt auszudrücken: die Applikation eines immortalen, unscharf definierten Begriffs der Soziologie, welche in ihrer Sache von einer stetig fortwährenden Gesellschaft ausgeht, auf ein Individuum von immens beschränktem lokalen, als auch temporärem Wirkungsbereich wirkt angesichts dieses Argumentationsstrangs eher inkonsistent.

    Aber! Gott behüte! Dass ist kein Freibrief für YOLO! Es befreit mich nicht von jeglichen Konsequenzen meines Handelns. Vielmehr beschränkt sich das für mich auf angelernte soziale Beschränkungen.

    Warum ist es schlecht, jemand in etwas zu bestärken, was man selbst für gering schätzt.
    Wenn man jemand aufbaut und lobt auch wenn der Mensch dir egal ist.
    WEIL er dir egal ist.
    Denn, abgesehen von jenen schlimmen schlimmen Menschen, die mit unsren Gefühlen spielen (irre ich mich oder meint das „immer“ den Teil der Beziehung der Schluss macht?) gibt es viele, viele Gründe zu lügen.

    Ja mein Kleiner. Du hast ganz super getrommelt. Und das die Trommel kaputt ist macht gar nichts. Hat ja keine 500 Euro gekostet. (Denn ein Kind zu bestärken ist mehr wert als 500 Euro)
    Du machst das klasse. Sehr kreativ. Regeln in der Kunst sind eh überbewertet.

    Es ist müßig mit Beispielen weiterzumachen und hoffentlich auch so deutlich, das es sozial akzeptiertes lügen gibt.

    Einzig mit der Liebe spaßt niemand. Denn Liebe ist Krieg und eine VERDAMMT ERNSTE SACHE.
    Wer wärest du, dich in ihr wohl zu fühlen solange sie besteht!

    All is vain. Doch in der Angst um die Vergänglichkeit töten wir das Leben und konservieren es, um möglichst viel davon in unseren Tod mitzunehmen. Dort können wir es schließlich genießen ohne Angst zu haben, dass es entfleucht. Der Tod währt ewig.

    Da Redundanz helfen soll: ich will keine Entschuldigung für Missbrauch von Vertrauen finden. Denn mir ist es sehr wohl bewusst, dass Menschen sehr unter Enttäuschung leiden können (einfach mal ein paar ältere Beiträge lesen…). Vielmehr möchte ich den Blick weiten für einen Versuch der Erklärung eines solchen, unverständlichen Menschens. Versuchen aufzuzeigen, dass nicht Boshaftigkeit, sondern viel mehr gründlich verschiedene Lebensansichten zugrunde liegen.

    Warum? Weil ich selbst in beiden Welten wandele. Weil es mir hilft zu wissen was von meinem Gegenüber mir und was ihm/ihr geschuldet ist. Weil ich verstehen und Verständnis liebe. Weil ich die Feinheiten einer allgemein anerkannten Schwäche sehe und fasziniert bin von den Möglichkeiten hinter der ersten Meinung.

    Und weil ich deshalb gelernt habe Menschen nach ihren Taten und nicht ihren Worten zu vertrauen.;-)
    Ohne Mauern zu leben und zu vertrauen ohne gleichzeitig schutzlos zu sein.

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  4. Es ist ein Trauma. Wenn der oder die GefühlsillusionistIn lange weg ist, das Trauma bleibt. Ich habe angefangen, an der Wahrhaftigkeit meiner Gefühle zu zweifeln. Es hat vier Jahre gedauert, bis ich meine Gefühlswelt wieder kalibriert hatte. Mauern sind keine Lösung. Mißtrauen auch nicht. Ich habe mich seitdem geöffnet, gehe offener auf Menschen zu und versuche „zwischen den Zeilen zu lesen“; bin auf Enttäuschung vorbereitet. Und Entschleunigung tut gut.

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    1. Ein Trauma. Richtig. Und manchmal triggert etwas neues ein altes Trauma. Vielleicht hast du es gut so in Worte gebaut. Vielleicht benennt man einfach Mauern in : „auf Enttäuschung vorbereitet sein“ um. Das wäre eine Möglichkeit. Allerdings ist man bei beidem sehr weit weg von Sicherheit. Und genau das macht es doch aus. Genau die vermeintliche Sicherheit, die dir abrupt genommen wird, ist so schockierend.

      Auch wenn es natürlich nur um den Textaufbau und Inhalt ging und der Rest rein hypothetisch 😀

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  5. Die echten Soziopathen, diese meist sehr charmanten und völlig gefühllosen Manipulierer der Gefühle anderer Menschen, die sind krank, die können nicht anders. Aber es ist ein grenzwertiges Erlebnis so jemandem zu vertrauen. Eigentlich schon mehr eine Katastrophe. Ich hoffe es war bei dir nicht zu schlimm……

    Aber trotzdem, nein, dieses türkische Sprichwort mag ich gar nicht. Ein wildes Macho-Manifest eigentlich ….

    Ich bin überzeugt, dass an das Gute in anderen zu glauben oft dazu führt, dass dieses Gute auch unter mehreren Schmutzschichten hervorleuchtet.

    Und viel Spaß beim Backen, liebe Westseitige ❤

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    1. Man ey.. und dabei ging es mir doch um die bemüht gute Formulierung des Textes ^^
      Weißt du, dieses verdammte Frauending “ du triffst schon die gute richtige Seite „. Irgendwann hat man draus gelernt. Auch die ahnungslosesten unter ihnen. 😀
      Und jaaaa, ich bleibe auch überzeugt an das Gute zu glauben. Auch wenn das vermeintlich nicht das Gute sein muss. 🙂
      Liebe liebe Abendgrüße ❤

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  6. Böse Falle.
    Doch die Entscheidung, glauben zu wollen, ist die eigene.
    Auch die, leiden zu wollen.
    Es gibt welche, die gern bewusst quälen, indem sie erst Deine Schwachstellen abklopfen und dann punktgenau draufhauen und die, denen nicht bewusst ist, was sie eigentlich anrichten mit ihren Versprechen und Beteuerungen, die sie nicht einhalten.
    Die ersten können schnell erkannt werden.
    Die zweiten sind schlimmer, die merken nicht mal was…

    Menschen sind nicht gut.
    Trugschluss…leider.
    Auch wenn es so schön wäre, daran zu glauben…

    Liebe Morgengrüße

    Gefällt 1 Person

  7. Es hat alles einen Sinn. Auch, einen Blog ins Leben zu rufen. Dadurch mir anderen in Kontakt zu kommen und dann so was zu lesen. Ich mag keine Mauern und glaube immer noch an das Gute im Anderen. Es mag naiv wirken. Doch was Du beschreibst, mit dem Operationstisch ist schon häufig passiert.
    Dein Text stimmt mich nachdenklich. Denn, wie gesagt: Ich mag keine Mauern.

    Gefällt 3 Personen

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