Christoph… Ich traf ihn. Ich muss es loswerden. Sofort.

Er wird ja schon so lange von Jutta gesucht und…

eigentlich mag ich nicht drüber reden, versprach ich ihm doch, es für uns zu behalten.

Aber eines Tages, es ist schon eine Weile her, da lief ich am Strand von Helgoland. Vorbei an verfressenen Robben, schnarchenden Seekühen und einem dickem fetten roten Krebs. Völlig eingenommen von der Helgoländer Dünenlandschaft, nebst sympathisch- tierischer Bevölkerung, überhörte ich fast das leise Wimmern irgendwo hinter den Dünen, rechtsseitig.

Ich folgte vorsichtig den merkwürdigen Geräuschen, pirschte mich langsam an, und da sah ich ihn. Durch die sanft wehenden Gräser, konnte ich das wahre Jammern in Menschengestalt erkennen. Anders ist es nicht zu beschreiben.

Ich weiß, es wird euch nicht gefallen, aber da war er nun. Splitterfasernackt, an einen Strandkorb befestigt, beziehungsweise an der Fußbank des Strandkorbes. Verschämt blickte das Elend auf, bat um Erlösung und stellte sich vor.

Sein Name wäre Christoph. Seit Wochen am Abtauchen, doch leider hat ihm die schöne Natalie, die ihm doch die Liebe versprach und mit ihm war, sein letztes Hab und Gut entnommen und ihn unter dem Vorwand, ähm, heißer körperlicher Freuden, schon gestern an diesen Strandkorb befestigt.

Ich musste ihm eigentlich versprechen ihn nicht zu verpfeifen. Aber wenn s der Suche dient. Ich gab ihm ein paar Moneten und wünschte ihm Glück, bei der Suche nach der schönen Natalie. Rächen wolle er sich und seine Unterbüx, die ward ihm auch sehr wichtig. Das waren seine letzten Worte. Sollte ich an Jutta ausrichten. Falls ich sie treffen sollte.

Viel Glück

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7 Kommentare

  1. Ich wußte, daß das mit Natalie schief gehen mußte! Na, wenigstens hat sie ihn nicht aus dem Flieger gestoßen, dieses saubere Persönchen. Da hat wohl sein Schwarzkieselblick gewirkt. Schön, daß Sie ihn fanden und ihm halfen, liebe Frau Ahnungslos. Bravo!
    Ein famoses Wochenende Ihnen und Ihren Lieben, Ihre Frau Knobloch.

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    1. Werteste Käthe (da waren wir doch schon längst), es war mir ein Bedürfnis dem armen Kerl zu helfen. Zumal ich die rosa puschelhandschellen nicht länger in meinen Augen ertragen konnte.
      Natalie ist übrigens zur Fahndung ausgeschrieben. Es wurde verlautet, das sie irgendwie mit der Zerberus in Zusammenhang stehen soll und mehrere Buchhalter zum Frühstück verspeist haben solle. Allerdings nur derer rechtes Hirn. Mein Gott. Was für ein Frauenzimmer das ist…
      Herzlich in -noch immer nicht vorhandener dennoch – gewünschte Nikolausstimmung, Ihre tief verbundene Mia. Mit bestem Gruße an den famosesten aller Gesellen

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      1. Ach, meine Frauknoblochliebe ist wieder mit mir durchgegangen, passiert mir immer wieder mal. Ist nicht distanziert gemeint.
        Ich habe dieser Natalie von vornherein nicht getraut, immerhin hat sie ihn verschont. Die Karfunkelfee sucht jetzt auch mit nach Christoph. Fetzt!
        Wochenendendspurttagwerkende Grüße, Ihre Käthe, die Grüße später ausrichtend.

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  2. Oh … An diese Möglichkeit hatte ich überhaupt nicht gedacht! Bin sehr froh, dass du deine Skrupel überwunden und die Geschichte aufgeschrieben hast – allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich je wieder unbefangen in einem Strandkorb werde sitzen können?! Herzliche Grüße!

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