Lust auf ne gemeinsame Geschichte ? Einladung: 10 Wörter – eine Geschichte im Dezember

Eine Zeitlang war Pause mit dem gemeinsamen Schreiben. Doch  jetzt ist genug damit. Ab heute möchte ich wieder gemeinsam mit euch Geschichte(n) schreiben. Der Dezember lädt, nein, er schreit quasi nach gemeinsamer Schreibe. Zumindest rief er heute nach mir 😀

Gerade jetzt, sind Gedanken, Erlebnisse und Gefühle besonders intensiv. Da wäre doch eine Geschichte zu deinem derzeitigen Thema genau das richtige. Im Dezember wird es jede Woche Sonntag Abend neue 10 Wörter geben. Ab Januar dann in einem größeren Abstand.

Ob es sich um eine absolute Anti-Weihnachtsgeschichte handelt, eine die zu Tränen rührt, eine die zum Nachdenken anregt, oder die dem Leser einen Schauer über den Rücken zaubert, her damit 😀 Du darfst auch gerne Zeichnen, Malen, Fotografieren, ein Hörspiel aufnehmen. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Viele viele haben in der Vergangenheit mitgemacht und vielleicht kommen ja noch mehr dazu. Was mich natürlich sehr sehr freuen würde.

Klicke hier und du kommst noch einmal auf die erste Einladung, dahin wo alles begann. Es sind so wundervolle Geschichten, aus wirklich allen Spaten dabei entstanden. Lehn dich zurück und lies dir doch mal ein paar durch 🙂

Ach ja, und wenn du das erste Mal heute teilnimmst:  immer erst den eigenen Text verfassen, bevor du andere Geschichten aus der aktuellen Woche liest. Es bremst dich sonst aus. Nur mal so als Tipp.

Wie ging das nochmal? :

Du schreibst dich am besten 10-15 Minuten ein. Was du schreibst ist dabei völlig unerheblich. Diese Zeit ist dazu da um in „Schreibfluss“ zu geraten. Anschließend hast du 15 Minuten Zeit (einige halten sich nie dran 😀 ) und verfasst eine Geschichte, die die unten aufgeführten 10 Wörter auf jeden Fall enthalten muss. Als letzten Schritt kopierst du diese in einen Kommentar unter diesen Post, oder du verlinkst deinen Text mit meiner Seite.

So, hier nun die 10 Wörter für diese Woche – sie kommen zur Hälfte von mir und die andere Hälfte von der sehr geschätzten Marga Auwald. Weil diese Woche eigentlich Marga schon vor einiger Zeit mir 10 Wörter gab, ich ihnen aber ein paar „Weihnachtssequenzen“ hinzufügen wollte 😀

Ich sag nur: “ Viel Spaß und Zeit ist bis …bis… so schnell wie möglich 🙂 )

Irrlicht

Rübezahl

Tannenwald

Johannisbeere

Weihnachtswunder

schnabelnasig

Varieté

Eierlikördusel

kleinwüchsig

schnarcht

So. Noch Fragen ? Dann schreib mir. Ansonsten,……………..viel Spaß 🙂

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57 Kommentare

  1. Sie war eben noch mit ihrem Papa und ihrem großen Bruder durch den Tannenwald gestapft und hatte dort mit den beiden einen riesigen Schneemann gebaut. Der Vater erzählte dabei eine Geschichte und sie musste ständig schauen, ob nicht dieser Rübezahl plötzlich hinter einem Baum hervor kam.
    Sie versuchte sich, um sich abzulenken, vorzustellen, wie sie vergangenen Sommern an dieser Stelle noch eine selbst gepflückte Johannisbeere aß. Oder war es im Frühling?
    Jetzt war es dunkel geworden und der Vater zog sie und ihren Bruder auf dem Schlitten heim. Wie er sich in der Dunkelheit zurecht fand, ließ sie die größte Sicherheit spüren. Er konnte aus all den Irrlichtern des Dorfes, das Licht heraus sehen, dem sie folgen mussten, um heim zu kommen. Heim wo Mutter wartete und Großvater, wie immer in seinem Schaukelstuhl schnarcht.

    – Ein Zucken durchfährt sie. Jemand schüttelt sie am Arm. Ein Kunde warte schon auf sie sagt der Mann der sie schüttelt. Kleinwüchsig, schnabelnasig. Im Varieté ist immer Weihnachten… Weihnachtswunder waren vor dem Krieg.

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  2. City of tiny lites…… houuuh“, vor dem Eingang zum Varieté warteten sie auf ein Weihnachtswunder…….. „don´t youuuuu wanna gooohohoh“, zwei unbekannte Gestalten, die Kapuzen tief ins Gesicht gezogen.

    „Aber wohin denn?“ , fragte der schnabelnasige Türsteher mit dem Rübezahl-Bart, plötzlich von Schwindel ergriffen, wie im süßen Eierlikördusel, „ich kann hier jetzt nicht weg, die Weihnachtsvorstellung beginnt gerade…“

    „City of tiny lites….. „schallte erneut von irgendwo über den Dächern eine gedehnte, jammernde Melodie, … „city of….city of…. liiiiites….. “

    Ein unheimlicher Klang, wie ein Irrlicht hin und her schwankend, auf- und abschwellend, ungreifbar.

    „….dort, die Straße entlang, hinüber in den Tannenwald“,…. „houuuuh,…. hear them tiny auto hooooorns…“.

    Der Rübezahl-Bärtige erstarrte, „whehennn …. they tiny blowohohow..“, machte einen unsicheren Schritt, hielt sich mit einer Hand noch am Türrahmen fest, tastete sich, wie von einem unsichtbaren Band gezogen, mit der anderen zu den kahlen Johannisbeeren…

    „…blowohowow….“ Er hatte den Eingang jetzt hinter sich gelassen. Gedämpft schnarchte es aus dem wabernden Festsaal durch den Türschlitz hinaus, aus der Welt der kleinwüchsigen Clowns, der heimatlosen Akrobatinnen, der verzweifelten Seelen….

    Er taumelte auf den Asphalt. Die Straße war menschenleer, die Gestalten vor der Tür verschwunden. Die gellenden luftigen Klänge wurden ihm zum zwanghaften inneren Rhythmus….

    „I wanna be deeeeaaad ………..“. Sein Blick wurde glasig, die Luft war schneidend kalt. Ein Windhauch regte sich…“…… I wanna be deeeeaaaaaad………please thrill me ….“
    nichts hielt ihn mehr.

    Dann setzte die Musik aus.

    1. Versuch hier 🙂
    20. min., inspiriert von lyrics von F. Z.

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    1. Kniefall. Wow.. mehr davon bitte bitte ! Was für eine Story. Die hab ich glatt noch einmal laut gelesen, sie wäre ein wunderbares Hörspiel. Total gut! Danke Mrs. Sue 🙂
      Aber wer sind die Lyrics von F.Z. ? Ich weiß schon, warum ich welchen Namen wählte hier ^^
      Beste Grüße

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      1. Merci! ! Na, der Zappa Frank, ein etwas älterer Songs – ein bißchen vermischt. Kam mir plötzlich in den Kopf, völlig zusammenhanglos, also mußte davon etwas ´rein in die Geschichte.

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  3. Da war es wieder, dieses Gefühl kleinwüchsig zu sein.
    Mit 1,82 bin ich eigentlich ganz normal gewachsen, aber wenn Du als männlicher Single in einer Singlebörse unterwegs bist, fühlst Du Dich als Mann irgendwie falsch.
    Man fühlt als Mann plötzlich mit den Frauen, nur dass man eben nicht zu dick ist, sondern zu klein.
    Die Frauen wünschen sich eben einen Rübezahl an ihrer Seite, einen echten Kerl mit starker Schulter zum anlehnen, so zumindest hat es den Anschein, denn regelmäßig prangt es dort in den Profilen des weiblichen Geschlechts, in fetten Lettern: „Suche echten Kerl, ab 1,86“

    Vor meinem geistigen Auge seh ich sie!
    Da sitzt die Singelin vor ihrem Klapprechner und wartet auf das Weihnachtswunder.
    Sie durchwühlt die Seiten des elektronischen Kupplers ihrer Wahl, filtert, klickt und kickt beiseite was nicht passt und wie von einem Irrlicht angezogen haftet, nein krallt sich ihr Blick auf diese magische Zahl: 1,90!
    Ist es der leichte Eierlikördusel der ihr Herz schneller schlagen lässt oder ist es die unmittelbar einsetzende Fantasie mit diesem Hünen in den Tannenwald zu stapfen und ihm zuzusehen wie er den Weihnachtsbaum mit schierer Urgewalt einhändig aus dem Boden reißt.
    Ich tröste mich mit der Gedanken dass der Kerl leicht schnabelnasig aussieht und sich vollends mit dem, an Blödheit kaum zu überbietenden Pseudonym „Johannisbeere“, per Eigentor in die zweite Liga befördert hat.

    Zurück zu mir. Was schreib ich nur?
    Wie mach ich wett dass ich zu klein, um auf der Bühne dieses Variete´s mit Applaus bedacht zu werden?
    Ich hab´s.
    Marketing ist alles.
    Ab sofort bin ich: „Der Mann der niemals schnarcht!“

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  4. Habe sehr gern mitgemacht…😊

    1.
    Budenzauber im
    Sterngewimmel
    jeder hat den Weihnachtsfimmel
    Ich auch.
    Noch nichts im Bauch,
    allein unterwegs
    zwischen kruden Buden
    besinnlich träumend
    vom warmen spanischen Suden
    sehe ich
    benommen vom Geruch
    nach Glühweinfusel
    doch wahrhaftig
    den echten Berggeist
    Rübezahl da stehen
    (Hab ich einen Dusel!)
    er scheint mir riesengroß
    sein Kopf ist wie immer bloß, unbemützt,
    die Ohren
    rot und ungeschützt.

    2.
    Als freundlich er
    die Zähne
    mir zum Berggeistlächeln bleckt
    bemerke ich
    höchstlichst verwirrt
    dass zwischen seinen
    Schneidezähnen
    eine Johannisbeere steckt
    will ihn danach fragen
    doch kann leider
    wegen meines
    klammen Magens
    vor lauter Scheu
    rein gar nichts sagen
    bleibe vielmehr
    schnabelnasig
    in meinem Lächeln
    beginne
    gegen meinen Willen
    wie ein Hund
    zu hecheln
    wünschte,
    ich könne
    während meine Hände schwitzen
    statt zu stehen
    jetzt doch lieber sitzen.

    3.
    Rübezahl
    bemerkt nur trocken:
    Siehst du im finstern Tannenwald
    kleinwüchsige Irrlichter hinter fade nadelnden Bäumen hocken,
    wie im Varieté,
    sieh dich bloß vor!
    Die haben alle schon
    einen im Tee
    und wollen mit dir
    um das Weihnachtswunder zocken!
    Kleinwüchsig
    erkennst du sie,
    jedes zweite schnarcht
    und sie haben die Elfen verpatriarchpaart
    mit billigem Fusel
    nun kommen sie
    zum Weihnachtsbasteln
    nicht mehr pünktlich
    an den Start
    in ihrem Eierlikördusel.
    Was mach ich jetzt bloß?
    Stöhnt sorgenvoll
    der Geist, der Rübezahl
    bei den Menschen heißt.

    4.
    Nachdenklich streicht er sich den Bart,
    nach erzgebirg’scher
    Waldschratart
    macht sich bereit zum Gehen,
    will nicht mehr länger stehen.
    Apart bedanke ich mich
    für seinen geistreichen Rat
    mit wohlmeinendem Worte
    und frage:
    Ach, Rübezahl,
    nur so by the way,
    gab es bei dir
    heut’ Johannisbeertorte…?

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  5. Das Irrlicht wies mir den Weg zu Rübezahl, durch den Tannenwald. Es war im Sommer, eine Johannisbeere kullerte auf dem Weg an mir vorbei, drin spiegelte sich eine der Tannen im Sonnenlicht. Unwillkürlich dachte ich an letzte Weihnachten und wie wir auf das Weihnachtswunder hofften, der schnabelnasige kleinwüchsige Nachbar war nämlich im Varieté, im Weihnachtsvarieté wohlgemerkt. Das Normale ist nicht gut genug. Wir saßen zusammen, die Likörflaschen waren noch voll. Als wir gerade den Plan ausheckten, stieß der Wind die Tür auf, voller Schreck fuhren wir von den Stühlen auf, die Flaschen kippten und fielen, nur die eine nicht. Die Eierlikördusel-Flasche. Das musste sie bitter büßen, nach kurzer Zeit war sie leer, und der andere Nachbar schnarcht vielleicht heute noch, er hatte das meiste hiervon. Das Wunder trat nicht ein, und wir waren so sturzbesoffen, dass wir nicht mal mehr wussten, auf was wir hofften, aber wir waren es die auf der Bühne des Varieté saßen.

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      1. 😉 Freut mich, wenn ich mich in die lange Liste einreihen kann!
        Nein, nichts ist wahr, das war eine sehr spontane Sache.
        Ich fand die Wörter in ihrer Kombination recht munter. Mein Favorit ist hier ja „Eierlikördusel“!

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  6. Ranunkulus Rübezahl, der Köhler, stierte die Wand an. Das lag nicht daran, dass er bereits das fünfte Glas mit Schnaps der Marke „Weihnachtswunder“ intus hatte und sein Hirn schon etwas benebelt war.. Nein, es lag daran, dass vor seinem Auge aus einem Loch in der Wand gerade ein schnabelnasiger Röhrenwichtel mit einer Irrlicht-Laterne geklettert war und mit einem winzigen Bündel Reisig auf dem Rücken in Richtung Haustür gelaufen war, durch einen Spalt in dieser hindurchgeklettert und dann in den dunkeln Tannenwald verschwunden war. Ranunkulus wohnte sehr abgeschieden und bekam selten Besuch. Hin und wieder kam die alte, kleinwüchsige Dorfhexe vorbei, die eine große Warze auf der Nase hatte und ebenfalls tief im Wald wohnte. Da sie seinen Selbstgebrannten nicht mochte, brachte sie sich immer etwas mit, meist auch einen bereits bestehenden Eierlikördusel, den sie sich daheim zur Einstimmung angetrunken hatte. Immerhin, Gesellschaft. In der Vorweihnachtszeit freute er sich besonders über Besuch und für die Röhrenwichtel stellte er immer einen Teller mit getrockneten Johannisbeeren auf das Fensterbrett. Daneben hatte er ein kleines Varieté mit Trollfiguren, Steinzwergen und einem Berggeist aufgestellt. So kam es ihm richtig ein bisschen besinnlich vor. So recht wusste er auch nicht, wie ihm nun sein sollte. Besinnlich, traurig, fröhlich? Er nahm noch einen tiefen Schluck, und wenig später schnarcht er tief und fest in den 2. Dezember hinein.

    (brav die 15 min. eingehalten habend… 😉

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  7. Die Nacht mit Rübezahl und ‚Mulled wine‘
    Also nee, nä? Ich geh‘ da so die Straße lang, also wanke eher (war gerad am Glühweinstand, ich gebe zu: einige Stunden… in meinem Bauch gluckert es erheblich und auch sehe ich die Sterne glühen und … also in dieser von Weihnachtspomp funkelnd überladenen Fußgängerzone der Hamburger Innenstadt folge ich einem – äh…Irrlicht?
    Also vielleicht sind das auch Glühwürmchen… also „Fireflies“ auf Englisch… (Ich bin Englischlehrerin).
    Tja, aber da fällt mir ein: Wo ist eigentlich mein Kollege…mit dem … äh… war ich eigentlich auf den Weihnachtsmarkt gegangen? … Äh also… ursprünglich waren wir… quasi * hicks – zu Dritt glaube ich. Also … ich guck‘ noch mal in meinem Portemonnaie nach… Nee, da isser nicht… der also… äh der Herr…*glucks….
    Ich glaub, der sieht aus wie Rübezahl (hat so’n Hipsterbart)… Ich frage also mal die mit vollen Einkaufstüten herumirrenden Passanten, die … äh —*hicks…. schon alle Weihnachtswunder eingekauft haben…äh…. „Haben sie Rübezahl gesehen?“ *Rülps…. Die — äh…. *hicks. MANN IST MIR SCHLECHT! Ich bin hier plötzlich im Tannenwald gelandet. Scheiße, da steht ja wirklich so eine Art Rübezahl. KOTZ. (Scheiße, hoffentlich bin ich hier jetzt mal doch wirklich alleine und alle Kollegen vor allem nicht in Riechweite.) Äh…. *hicks.
    KOTZ. Im Tannenwald ist es gar dunkel und … jetzt vollgekotzt. Der Rübezahl aus Plastik im Märchenwald guckt mich an, während ein Zwerg um ihn herumfährt. Dem habe ich einfach in die Kiepe gekotzt. Oh Gott, es leuchtet rot wie Glühwein aus seiner Kiepe.
    Könnte auch ne Johannisbeere drin sein… Äh nee! Das ist vermutlich eine der Rosinen aus dem Getränk, das als letztes gereicht worden war. Plötzlich ist mir schwindelig. Schnabelnasig stehe ich über dem nächsten Mülleimer…
    Oh… äh… vermutlich ist es kein Mülleimer, sondern ein… äh….Scheiße, ich bin im Varieté.
    Oder wie oder was?
    Hier laufen überall so komische Leute rum.
    Und wieder ein Zwerg!
    KOTZ.
    Ganz schön kleinwüchsig alle! (SIND DAS KINDER???!!!!)
    Mist, ich liege im Zwergenwald. Mitten auf dem Weihnachtsmarkt. Die Kinder gucken mir in meine Handtasche. Darinnen liegt… äh….

    Am nächsten Tag erzählt mir Rübezahl, also äh… mein Kollege, ich hätte heute Nacht ganz schön geschnarcht. Aber er hätte es nicht anders erwartet, nachdem er mich vollgekotzt aus dem Zwergenwald gezogen hätte.
    Tja… und heute schreibt die 9 b ne Englischarbeit. ‚Mulled wine‘ heißt übrigens Glühwein auf Englisch.

    FRAU L. aus HH.

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  8. Ich bin auch gerne dabei 🙂

    Irrlichter führen Träumende in Phasen, die sie im Leben wohl nicht geahnt hätten. Sie begleiten uns, Nacht für Nacht, auch dann wenn wir am Morgen erwachen, so als hätte es nie ein Träumen gegeben.
    Sie erfüllen Wünsche und irren in den Gedanken umher.
    So werden aus riesigen Rübezahl-Menschen plötzlich kleinwüchsige Trolle,
    im Tannenwald schnarchen schnabelnasige Elfen
    und aus einem Schnapsrausch wird ein leichter Eierlikördusel.
    Vieles führt uns in die Irre, weil der Traum ein Variete der Gedanken ist. Weil die Erdbeere zur Johannisbeere reift und das leise Atmen zum Schnarchen mutiert.
    Das Banale wird zum Wunder. Und gerade jetzt, in dieser Zeit im Advent, da kann das Wunder sogar ein Weihnachtswunder werden. Passt nur gut auf……………

    Gefällt 4 Personen

  9. In diesem Fall schreibe ich doch glatt mit, denn 50% fällt noch unter die Toleranzgrenze 🙂

    Das Irrlicht flackerte und warf Schatten an die Wand, wie es sonst nur im Tannenwald des alten Rübezahls zu sehen war. – Es war so schön mit sich alleine zu sein.
    Weil sie nur eine Hand voll Johannisbeeren gegessen hatte, lag sie mit einem respektablen Eierlikördusel auf dem Bett und lachte bald bei jedem Versuch, den Begriff schnabelnasig auszusprechen. Schnabelschnasig, Kabelschasig, nabelnasig murmelte sie postirrlichtverträumt vor sich hin und amüsierte sich zwischen den Worten über ihre unkontrollierbare Zunge.
    Ihr ganzes Leben war zu einer schlechten Varietéshow geworden. Selbst kleinwüchsig, hatte sie es in vierzig Jahren zu kaum mehr gebracht, als einem unattraktiven Mann, der wie ein Holzfäller schnarchte.
    Seit ihr das bewusst geworden war, trank sie jeden Samstag, legte sich aufs Bett und wartete auf ein Weihnachtswunder.
    So lustig wie heute war das bislang noch nie gewesen.
    Sie hatte Hoffnung.

    Gefällt 4 Personen

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