Gott oh Gott….Halloween in Vorstadt

Kleines ahnungsloses Vorstadt…wenn du das gewusst hättest.  Mauern hättest du hochgezogen. So hoch, das kein halloweenischer Jeck je drüber gekrabbelt wäre.

Nun ist’s zu spät, jetzt hast du den Salat. Ähm, oder die Gruselmonsterhorrormisere. Selbst Vorstadt’s Vorgärten verwandeln sich in Spinnennetze, verziert mit allerlei Gruselgetier. –

 

Aber die hier, die hier musste ich mitbringen. Dafür stahl ich mich in Nachbars Vorgarten um ihnen ein wenig näher zu kommen.

 

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Ene mene Meck und du bist weg. Hex Hex 😀

 

 

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32 Kommentare

  1. Es war eigentlich so, dass ich schlief. Ich stehe jeden morgen und 6mal die Woche um 2.30 auf und war schon eingeschlafen, als ich durch die Kinder geweckt wurde. Sie waren wirklich laut, aber noch drei Häuser entfernt, also schnell in die Klamotten gesprungen. Als ich angezogen war und aus dem Fenster schaute, sah ich sie schon aus unserem Hofeingang rausgehen, denn sie hatte unten geklingelt und keiner hatte aufgemacht. So gab ich Handzeichen und rief: „Bin unterwegs nach unten“ und rannte nach unten mit meinem Eimer voller Süßigkeiten. Den lud ich dann, nachdem ich mir den Spruch angehört hatte, auf der Treppe aus und jedes Kind nahm sich etwas, um dann gleich wieder zu verschwinden. Und das war alles. Ich beobachtete die Parade dann noch aus dem Fenster und nahm war, dass sogar meine seltsamen Nachbarn etwas gaben. Schön, dachte ich: Die Welt ist manchmal gut.

    LG Prinz

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      1. Nein, ich bin Germanist mit Umschulung zu Industriekaufmann und arbeite zur Zeit bei einer Spedition, wo ich für die Logistik zuständig bin. Wir beliefern schon früh Märkte und Kioske usw. mit Lebensmitteln und Zeitschriften. Ich arbeite ca. täglich vier Stunden am frühen Morgen und hab dann den ganzen Tag für mich zum Leben, Atmen und Schreiben, so wie ich es immer wollte. Der Job lohnt sich auch monetär, da es steuerfreie Nachtzuschläge gibt.

        Die Straße sah heute Morgen übrigens völlig normal aus, als ich auf die Arbeit fuhr, nur hie und da waren ein paar Streifen von einer Toilettenrolle im Vorgarten oder der Treppe zu finden. Es waren ja auch Erwachsene mit unterwegs, die die Kinder – meist Mädchen – begleiteten. Auch denke ich, dass viel übertrieben wird. Wenn ein Halbwüchsiger ein Ei wirft, steht es gleich in der BILD-Zeitung und alle Hausbesitzer greifen zu den Mistgabeln .. hahahahahah

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  2. Allerheiligen und Allerseelen sind eng verknüpft. Ich wollte nochmals freundlich darauf hinweisen, dass es einen wunderbaren Trinkerroman gibt, der am Allerseelentag spielt:

    Malcolm Lowry (1909 bis 1957) – Unter dem Vulkan

    Der Autor war bekennender Alkoholiker und hat sich förmlich totgesoffen. Noch heute pilgert seine Fangemeinde an sein Grab, um eine Flasche Bier über seinem Grab auszuschütten. Acht Jahre lang schrieb Lowry an diesem Werk und hat es mehrmals umgeschrieben. Es liest sich wie eine Mischung aus Poe, Baudelaire und de Quincey (Bekenntnisse eines englischen Opiumessers), wenn sie später geschrieben hätten. Ich liebe den Roman wie ich Poe, Baudelare und deQuincey liebe. Absolute Weltliteratur und absolutes Muss.

    So denke ich jedenfalls in meiner bescheidenen Weise .. LG Sven 🙂

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  3. Ich mag Halloween und wenn die Kinder kommen und ihren Spruch aufgesagt haben, dann verteil ich gerne Süßes. Es ist nur einmal im Jahr und die Kleinen freuen sich so, haben sich so viel Mühe gegeben. Und wer da nicht an die Tür geht, der wird eines Tages noch froh sein, wenn mal jemand klingelt. Wir waren alle mal jung, das sollte keiner vergessen. Ja, so ist das oder sag ich was Falsches 😉

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    1. Nein, es ist richtig, dass wir alle mal jung waren. Und ja, leuchtende Kinderaugen sind mitunter das Schönste, was es gibt. Hier in unserer Gegend ist der Brauch wenig verbreitet, unsere Generation kam daher in jungen Jahren kaum damit in Berührung, obwohl hier einige amerikanische Familien wohnten. Bezeichnend ist jedoch, dass man heute weniger mit niedlich verkleideten Kindern denn mit leichter bis mittelschwerer Verwüstung am nächsten Tag rechnen muss, ähnlich wie in der Mainacht – und das kann ich leider nicht gutheißen.

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      1. Ja, in unserem Leben muss alles nach Plan gehen: Kommt die Tageszeitung einmal später, fällt der Strom einmal aus oder das Warmwasser ist abgestellt, klappt der Internet-Zugang nicht, ist die Fernbedienung für den Fernseher verlegt oder strikt die Müllabfuhr, dann bricht unsere Welt zusammen. Ich denke, wir sollten uns nicht so anstellen und eine „mittelschwere“ Verwüstung ist kein Weltuntergang, wenn diese nur einmal im Jahr stattfinden und der Ort nicht völlig unter Wasser gesetzt ist.

        Wenn man zudem bedenkt, wie wir Erwachsene ständig mehr oder weniger gut gemeint der armen Kinderseele zusetzen durch Ignoranz und Überheblichkeit, da sollten sie auch einmal im Jahr etwas Dampf ablassen können. Außerdem ist ein wenig Unordnung schnell aufgeräumt, doch was in dem Kind angerichtet wird, führt häufig zu längerfristigen Störungen und kann das ganze Leben nachwirken. Also bitte den Egoismus nicht übertreiben. Nach Silvester sieht es wesentlich schlimmer aus und da beschwert sich auch keiner.

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      2. Lieber dunkelpoet, wir sollten uns mal auf einen Kaffee treffen 🙂
        So schnell bricht meine Welt nicht zusammen, auch wenn (oder: gerade weil) sie mit Pflastern und Klebstoff notdürftig gekittet ist – in dieser Schublade wirst du mich nicht finden. Dazu müsstest du wissen, wo du mich ansiedeln sollst. Es geht hierbei nicht um Egoismus oder um die Unterdrückung kindlicher Entfaltung. Es geht um persönliche Werte.

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      3. Kaffee ist immer gut, vor allem kann man sich dabei in die Augen sehen und erkennen, dass vieles, was hier allzuernst rüberkommt nicht wirklich so bierernst gemeint ist, wie es erscheint. Ich bin halt ein Schalk und provoziere auch mal gerne, aber immer mit einem Augenlächeln und sanftmütigen Zwinkern. Wenn meine Worte zu hart rüberkamen, bitte ich von ganzem Herzen um Vergebung, auch wenn ich im Grunde doch immer nur sage, was ich denke. Natürlich ist es schade, dass der Reformationstag durch den Hokuspokus etwas in den Hintergrund gedrängt wird, wie auch Frau Käßmann schon öffentlich bedauert hat. Friede? LG, Sven

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    2. In meiner Kindheit sind wir an Fasching verkleidet von Tür zu Tür gezogen, haben stammelnd unser Gedichtlein aufgesagt und dafür Süßigkeiten zugesteckt bekommen. Heute machen’s die Kleinen halt an Halloween. Das ist okay. Ob die Verwüstungen, die es hie und da gibt, „mittelschwer“ sind oder nicht: Ich muss sagen, für rohe Eier, die schachtelweise an Fenster, Türen, Wände, Fahrzeuge geworfen werden, fehlt mir schon das Verständnis. Da reicht auch (anders als an Silvester) einmal zusammenkehren nicht.

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      1. Bewusste Sachbeschädigung ist natürlich nicht im Sinne des Erfinders, da muss ich jedem Recht geben, der dies bedauert: Das ist einfach überzogen und ungezogen. Danke für den Kommentar ..

        LG, Sven

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  4. Ich verweigere mich ja sämtlichen Kostümen (außer auf der Bühne) und bin daher weniger ein Freund von Halloween. Allerdings sah ich gestern Nacht zwei leuchtende Kürbisköpfe auf dem Gemäuer stehen und das war ein wahrhaft schöner Anblick. Eine exhibitionistische Hexe hätte ich mir daneben auch gut vorstellen können, aber dann doch lieber im Format von „Charmed“ ^^

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      1. Das stimmt. Vermutlich ist daher eine Verkleidung gar nicht so verkehrt, weil man da mal seine sonst so üblichen Masken ablegen kann. Stellt sich nur die Frage, ob das, was die neue Maske zum Vorschein bringt mehr das wahre Ich ist… 🙂

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