10 Wörter eine Geschichte. Heute : Wer nicht hören will…

Blogger schreiben gemeinsam Geschichte.

1. Fahrrad

2. Wahn

3. Spendenblut

4. trinken

5. Zitat

6. Männerquote

7. fühlen

8. Katzenfutter

9. drucken

10. jäten

Tina arbeitete als nicht unerfolgreiche Architektin im Berliner Großstadtdschungel. Ein gutes Auge hatte sie schon immer, zielstrebig und erfolgsorientiert, lobten sie die Lehrer schon seit frühstem Elterngespräche während ihrer Schulzeit. Das kam nicht von ungefähr, denn Tina ward in eine Familie geboren, die von Erfolg seit Generationen begleitet wurde. Ihr Großvater, einst Millionär mit der Produktion von Katzenfutter, auf veganer Basis, geworden, machte da keinen Unterschied.

Das es ein paar Jahre später, die meisten fellummantelten Stubentiger an Mangelerscheinungen kläglich dahinrafften, machte dem Onkel nix. Der grätschte damals als einer der Ersten in die Modewelle der 55er  vegetarisch-veganer Tierfutterindustrie mit ein, verkaufte soviel hipster Dosenfutter für die Katz, dass er sich mit nur 43 zur Ruhe setzen konnte und aus reinem Spaß einen Schweinemastbetrieb in Vechta aufbaute. Und damit druckte er weiter eine Menge Scheine. Die Klagen von drei mutigen Katzenbesitzern schmetterte damals schon der Richter in erster Instanz ab, war dieser doch Hauptinvestor bei Tinas Opa und heimlicher Liebhaber von dessen Schwester.

Die nächste Million war auf dem Wege. Er jätete damals nicht nur Bewunderung in der Familie, als auch in der Nachbarschaft, nein, Neid war ein geläufiger Begriff in seiner Umgebung und so schnappte er sich nicht unselten sein Fahrrad und fuhr hinaus ins Grüne, zu seinem alten Baumhaus, welches er sich Jahre zuvor, selber zusammen gezimmert hatte. Dort fühlte hin und wieder wohler, als zwischen Scotch trinkenden Geschäftskollegen, oder daheim zwischen Frau und fünf Kindern. Vier Söhne eine Tochter. Da war immer eine Menge los, vier Söhne tanzten der Mutter schon häufig auf der Nase rum, am schlimmsten war dabei der kleine Tom. Ein schlaues Kerlchen, doch Lernen konnte er nur aus Erfahrung. Da half kein noch so schlaues Zitat, kein gutes Beispiel vorran, nein, Tom musste einfach seine Welt mit seinen Füssen und Händen erklimmen und erkunden. Das war für seine Eltern anstrengend und für seine Brüder zuweilen auch. Von der kleinen Schwester mal ganz abgesehen. So begab es sich dann eines Nachts, dass Tom und seine Brüder in dem hiesigen Krankenhaus, vorsichtig an der Nachtschwester Edna vorbei schlichen, die gruselige Schwester Edna – das war schon fast Mutprobe genug, kursierten doch die wildesten Geschichten über Schwester Edna´s Bestraffungsmaßnahmen, wenn man ihr nicht Folge leistete.

Nun gut. Tom und Co also vorbei an der dösenden Edna, hoch in die dritte Etage, zweite Tür links, ab an den dritten Schrank neben dem Fenster. Da waren sie. Eisgekühlt und wunderschön rot anzusehen. Die kleinen Gläser Spenderblut, jenes, welches heute frisch aus der Großstadt angeliefert wurde. Es war angeblich das Blut für Pierre dem Knochenbrecher. Unlängst eingebuchtet ein paar Kilometer weiter in der JVA. Pete, der Sohn vom Gefängniswärter und Klassenkamerad von Tom, erzählte ihm im Anflug von Geisteswahn, nicht darüber nachdenkend, WEM er da was erzählte, zumal Tom wirklich stadtbekannt war für seine Ideen. Die Jungs nahmen sich  also das Behältnis mit dem vermeintlichen Spendenblut für Pierre dem Knochenbrecher und schlichen vorsichtig wieder vorbei an Edna. Leider sahen sie nicht, dass diese schon längst ihr Kommen bemerkte und mit verschränkten Armen grinsend vor der Türe auf sie wartete. Verdammt. Die Krankenschwester hatte sie erwischt. Mit dem Zeigefinger gebot sie die Jungs zu ihnen zu kommen und ihr in den Keller zu folgen. Edna rieb sie die Hände, die Jungs bibberten.

Fortsetzung folgt 😀

20 Min …..

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