Schreiben, malen… nein, heute eher kritzeln. Oder, hast du heut schon genau geschaut?

Oke, ein Projekt am Start, reicht meist nicht aus. Vielfältigkeit ist immer ganz oben im ahnungslosen kleinen Leben. Drum wird nicht nur geschrieben, geschraubt, gemalert, sondern auch gekritzelt. Zumal es sich hierbei doch um eine wirklich gute Übung halten soll. Ob es das auch wirklich ist, das wird man sehen.

Beim ersten Versuch sehe ich es eher als expressionistischen Kloversuch an, zumindest mein Exemplar (rechte Seite). Aber nun gut, Transparenz ist ja toll, darum veröffentliche ich es mal heute hier, den die Übung ist im Grunde wirklich toll.

Zwei Personen sitzten sich gegenüber.

Ein leeres Blatt, ein gut funktionierender Stift.

Zeiteinstellung, eine Minute.

Eine Minute hast du nun Zeit, deinen Gegenüber anzuschauen und zeitgleich , ohne auf das Blatt zu schauen, deinen Gegenüber zu malen. Die Finesse bei dem ganzen, deine Augen bleiben bei deinem Malobjekt. Du schaust weder auf das Blatt, noch setzt du den Stift ab.

Mir fiel dabei auf, das es gar nicht so einfach ist, die Person durchgängig  anzuschauen, den Blick nicht schweifen zu lassen. Ist ein neues Gefühl, und ein wenig befremdlich.

Dieses machen wir nun jeden Tag. Eine Minute kritzeln. Ab und an werde ich hier und da ein weiteres Exemplar posten und eventuelle Fortschritte zu dokumentieren. Zumal stelle ich eh fest, je mehr ich schreibe, je mehr ich male, mir fallen Details auf, die ich bis dato nie sah. Schattenlinien, feine Gesichtslinien. Eine blinkende Gürtelschnalle hier, ein rosa Knopf da. Ja, der Blick für Details wird unglaublich geschärft, der Anfang zum Lernen ist gemacht. Das ganze kombiniert mit weiteren handylosen Spaziergängen entfaltet eine immer größere Wahrnehmung seiner Umgebung… schön ist das.

So, hier nun Kleinkunst aus Vorstadt 🙂 Man beachte die Linienführung der Künstler ^^ 😀

20140912_114624

 

Advertisements

26 Kommentare

  1. Vor meinem geistigen Auge sehe ich zwo hochkonzentrierte Schönheiten, zungenbespitzte Mundwinkel und dann giggelndes Gelächter beim präsentieren des Werkes. Bezaubernd, danke für dieses Bild durch Bilder, Verehrteste. Herzlichst, Ihre Frau Knobloch.

    Gefällt mir

    1. Haha, ja… das ist dann wirklich so. Wenn auch das mit den Schönheiten.. ja also.. das ja immer so eine Sache ^^.
      Und noch schöner von meiner lieben Käthe zu lesen. Wollt schon ne Suchanzeige zwischen Hängematte und Garten aufgeben. Die Ihre aus der Sonne mit herzlichen grüßen 🙂

      Gefällt mir

    1. Wirklich? Hach… dann handelt es sich heute quasi nicht nur um eine Kritzelmalübung sondern sie hat noch einen mentalen Lerneffekt obendrein. Ich denke, das hat eben genau mit Wahrnehmung, direktem Blick standhalten und aushalten zu tun. Wie schon auch erwähnt, es fühlt sich befremdlich an, etwas länger angeschaut zu werden und selber dem Blick stand zu halten.

      Gefällt 1 Person

  2. Das hat was Picassoeskes, klasse!
    Zumindest das „linke Gekritzel“ (also jetzt nicht po-litisch gemeint) *hehe*
    Während… hm… das „rechte Gekritzel“ nicht so richtig bei mir ankommt…
    Ist der Titel des rechten Gekritzels womöglich po-litisch gemeint?
    Also z.B. AfDisch?! *hihi*

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s