Frau Ahnungslos lernt schreiben… und fängt erstmal an zu lesen.

So, dann begeben wir uns doch mal zurück und lesen über das Schreiben.

Und zwar eine ans Herz gelegte doch so wichtige Lektüre, „Das Leben und das Schreiben.

Nicht das erste Mal empfohlen worden, aber ausschlaggebend mir diese Grundlektüre heute anzuschaffen, war eine Empfehlung der lieben Sabine Wirsching.  Da hab ich ihn jetzt also hier bei mir. Den Master of Horror, den persönlichen Überbringer, geliebter schlimmer Alpträume. Nach Cujo hab ich ca 15 Jahre die Straßenseite gewechselt, wenn ein Bernhardiner nur auf 50 Meter Reichweite gesichtet wurde. Shining. Damals allein zu hause. Die kleine Mia, völlig ahnungslos, haut mal den Film in den Rekorder. Ich frag mich heute noch, was hindert eigentlich am Wegschauen? Am Ausschalten? Ist wohl wie, wenn Mensch mitten in der Nacht Geräusche im düsteren dunklen Garten vernimmt. Da wird der Bademantel über geschwungen und los. Raus in die Dunkelheit, erstmal die Lage checken. Zack, Kopp ab. Typische Scene… So war das auch mit Shining. Bis zum bitteren Ende, mit Herzklopfen noch Stunden später. Ich versprach mir damals  zu lassen. Hin zu dem Friede Freude Eierkuchen Genre. Winnetou und Black Beauty wurden meine heimlichen Gefährten und Stephen King, inklusive der restlichen Shocker-Sammlung des filmverrückten Freundes meiner Mutter wurden erst einmal verbannt

Später, als die kleine Mia dann groß war, überquerte er hier und da nochmal den literarischen Weg und das ging dann auch ganz ohne Herzklopfen.

Sein heutiges Werk hat allerdings nichts mit Gruseln zu tun, sondern vom Schreiben. Ein Ratgeber  und einfach ein wenig mehr vom Meisters Leben persönlich.

Stephen King – Das Leben und das Schreiben.

Wichtigster Satz, heute gelernt:

Überflüssiges streichen

Ob und wie das funktioniert, man wird es sehen. Ins Auge stach mir doch etwas verwundert, das selbst in einem Buch von ihm,  die Genderscharia ihre Finger mit im Spiel hat und artig darauf hingewiesen wird, das werter Autor hin und wieder die Gender Sprachregelung nutzt, jedoch grammatikalisch männlich für die weibliche Form bleibt.

Nun gut. Ich freue mich weiter über das Buch, versinke in den Buchstaben.

Wer noch mehr von ihm will…. :

http://stephenking.com/

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15 Kommentare

  1. Das ist immer so eine Sache mit den Büchern, die einem erzählen, wie man schreibt, selbst wenn sie von Meistern geschrieben werden. Es sind viele Wahrheiten darin zu finden, aber man darf sich dadurch auch nicht komplett beeinflussen lassen, sonst lesen sich irgendwann alle Texte gleich. Und es macht schon einen gewaltigen Unterschied, ob man ein Buch oder nur einen kurzen Blogeintrag verfasst. Ob einen 300-Seiten-Roman oder eine schnelle Novelle.
    Du als Person musst deinen Rhythmus und deine eigene Motivation finden. Ich würde das erste Buch erst einmal schreiben, bevor ich mich in ein Regelkorsett zwänge.
    Mir ist schon mehrfach aufgefallen, dass ich Stile kopiere, wenn ich gerade viel von einem Autor gelesen habe. Ich achte auch selbst sehr stark darauf, warum mir manche Schreibe gefällt und versuche es in meine Texte einzubauen. Aber Herr King kann nur Regeln des Schreibens aufstellen, die für ihn gelten. Es liegt allein an dir, ob du jeden Tag am Tisch sitzt und drei bis vier Stunden einfach etwas in die Tasten hämmerst oder ob du mal einen groben Plot oder eine Geschichte schreibst, diese beiseite legst, irgendwann die Charaktere einzeln ausarbeitest, um die Geschichte danach noch einmal von vorn zu schreiben oder ob du tausende Fakten sammelst und dich dann von denen inspirieren lässt, bevor du nur ein einziges Wort des tatsächlichen Textes geschrieben hast.
    Kafka schrieb „Das Urteil“ in einer Nacht. Er selbst meinte danach, dass so ein Buch geschrieben werden müsste, für ihn glich es wohl der Perfektion, was er da geleistet hatte. Aber bedeutet das jetzt, dass jeder Autor seine Werke an einem Stück und in einem Durch zu schreiben hat?
    Hinweise auf den Stil sind natürlich angebracht, aber auch da könnte ich Kafka nehmen und sagen, dass er seinen ganz eigenen Stil benutzte und gerade deswegen so heraussticht. Natürlich braucht man Tipps und Hilfen, denn sonst schreibt man einen Text, den vermutlich niemals ein größeres Publikum anfassen und lesen will. Aber vergiss nicht, dass deine Kurzgeschichtenschreibe schon so einige Menschen folgen, also kann sie ja nicht vollkommen verkehrt sein.

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    1. Sicher, du hast völlig recht. Mich hat es einfach nur sehr interessiert, weil dieses Buch zum einen einen sehr guten Ruf genießt, zum anderen, kann man nie genug lernen. Ist eh immer so schlußendlich aber, entweder es gefällt einem, oder eben nicht. Mir sind im Grunde Regeln egal, entweder ich hab das Gefühl es passt zu mir, oder eben nicht. Da kann sonst wer was schreiben. Aber „unnützes rausschmeißen“, find ich zum Beispiel super. So ne Art Buch fengh shui 😀
      Zum Schluß muss ich einigermaßen zufrieden sein, mehr nicht. Einen ganzen Roman zu schreiben, wäre für mich persönlich eh nichts, mehr als Kursgeschichten sind nicht drin. Halte mich persönlich soweit möglich eh gern an die maximale Textlänge von 600 Wörter.

      Übringens vielen Dank für deine gute Auseinandersetzung mit diesem doch sehr komplexen Thema.

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  2. Haha, ich habe auch schon über das Buch geschrieben. (Den Link schicke ich dir jetzt nicht, bevor du nicht fertig bist mit dem Buch). Und ausgerechnet (der von mir sehr verehrte) Mister King schreibt „Überflüssiges Streichen“! Das fand ich sehr interessant, gepaart mit meiner Erinnerung an die vielen Buchseiten, nicht Sätze oder Worte, SEITEN, durch die mich z.B. bei ES gequält habe, weil sooo langatmig.

    Bei mir war es jedoch dieser Satz, der mich wahnsinnig machte: „Vermeiden Sie das Adverb! … Ich bin überzeugt, dass die Straße zur Hölle mit Adverbien gepflastert ist, und das werde ich nicht müde zu verkünden.“ DA war ich sehr empört, weil sich das anfühlte, als hätte mir der Maharadscha persönlich ins Gesicht geschissen… Und nach dem Lesen des Buches war ich in einem seltsamen Modus und schrieb folgendes:
    http://palpitationen.com/2014/07/05/nicht-wahr/

    Jedenfalls: gute Entscheidung DAS Buch zu lesen. Ich bin sehr gespannt, wie es dir damit ergeht 🙂 Happy day!

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    1. Oh man… bin gespannt. Es hab ich nicht gelesen, zu groß war noch der Cujo Shock in meinem Hirn ^^. Zumal überflüssiges Schreiben, er selber Empfahl Regel Nr 17 eines weiteren Buches, eines anderen Autors. Das wird dann das nächste Lesewerk. Wollt das nur nicht so ausführen. Und vielleicht bekam er selber erst den Tip, nach einigen doch zu langen Büchern 😀
      Deinen Artikel lese ich heute abend, danke dafür , das office ruft gerade. Nein, es schreit 😀
      Schönen Tag dir, ich werde berichten … 🙂

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      1. Nein, nein, Disziplin muss sein.

        Eines aber noch: habe auch früher reflexartig die Straßenseite gewechselt, wenn ein Hund zu sehen war, nur in entgegengesetzter Richtung, hin nur hin. War kaum zu halten.
        Hatte dann die Wahl: Augenbinde oder selber eine Leine.

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      2. Leine ist auch verlockend. Augenbinde auch.
        Zumal, bin ich doch selber ein so naher Freund, des felligen Vierbeiners. Aber die Bernhardiner damals. Mit ihren hängenden rotunterlaufenden Augen. Ne… Ihnen ging ich echt für ein paar Jahre aus dem Wege. Zu nah war die Scene, als Cujo seinen blutigen Kopf in die Wagentür rammte mit seinem verschwommenen Hirn. Hilfe. Schluß jetzt 😀

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