5. Einladung für schreibwütige und interessierte Blogger, Texter, Skizzierer, Fotografen… – 10 Wörter, eine Geschichte

Ich glaub es nicht, es geht in Runde fünf!

Neue Schreiber sind herzlich Willkommen.

In dieser Woche waren wieder so wundervolle Geschichten am Start, danke noch einmal herzlich an dieser Stelle an alle Mitschreiber und Zeicher. Die Texte werde ich diese Woche alle gemeinsam noch verlinken, verzeiht, ich kam noch nicht dazu..

So. diese Woche, ja diese Woche gibt es noch ein weiteres Projekt. Ihr habt nicht nur die Möglichkeit hier mitzumachen und eurer Kreativität freien Lauf zu lassen, sondern möchte ich gern etwas Neues probieren und sehen, ob und wie es Anklang findet. Dazu mehr in meinem zweiten Post, der bald folgt.

Hier noch einmal die Verlinkung zur ersten Woche, so ist es glaube ich einfacher, für neue Interessierte, wie alles begann und was die Idee als solches ist. (Einfach auf das Rot klicken)

Und am einfachsten ist es wirklich, erst einmal schreiben und dann lesen. Das macht das Schreiben leichter. Die Deadline wird Sonntag mittag bleiben. Dennoch ist es sicher gut, nicht allzulange aufzuschieben.

Und hier nun die 10 Wörter für diese Woche, die der werte Will N. gern zur Verfügung gestellt hat 🙂

1. Spätsommer

2.  Bier

3.Alternative

4. verstehen

5.  Wunder

6.  helfen

7. kalt

8. Dalai Lama

9. Welt

10. mitmachen

So, los geht´s, heute sogar mal pünktlich ! 🙂

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33 Kommentare

  1. Westendstories Schreibprojekt Part V- Frau Zerberus Goes Fishing

    10-Wortgeschichte zum Bild

    Mit vollem Bauch getextet. Ich hoffe es gefällt.

    Sie hatte es schwer zur Zeit. Im Spätsommer waren die Nächte noch nicht so lang, kalt und einsam, da fiel die Jagd schwerer, als im Winter.

    Im Winter gab sie bei einem oder mehr Bierr, in der Kneipe einfach vor , die Probleme der Männer besser zu verstehen, da ging ihr fast immer einer in die Falle.Spätestens wenn es hieß: ..“beim SM als Dom mitmachen“ war fast jeder neugierig genug, ihr in den dunklen Keller ihres Anwesens zu folgen.
    Waren sie da erst mal drin, konnte ihnen in dieser Welt weder der Dalai Lama, noch ein Wunder helfen.

    Seit sie die Stelle im Nachtclub hatte, war es sowieso nicht mehr ganz so schwer. So viele einsame Herren.
    An manchem Abend wurde sogar ein Bus mit Senioren rangekarrt. Sie hatte keine Ahnung, wie der Boss sich ein Seniorenstift als Kunden angeln konnte.
    Ihr sollte es recht sein, wurden die ja auch weniger von Angehörigen vermisst.
    Und die gingen halt auch mal verloren; hörte man ja öfter im Radio.

    Trotzdem waren sie zu jungem Menschenfleisch keine echte Alternative.
    Die alten Böcke waren immer so zäh.

    Gefällt 1 Person

  2. Auf die Minute und gerade noch pünktlich stürmte ich in das Großraumbüro. Gestern war in der WG mit ordentlich Bier gefeiert worden und ich die einzige, die morgens um neun schon wieder arbeiten musste. Das würde ein harter Montag werden. Die heutige Seite des Tischkalenders wartete mit einem schlauen Spruch des Dalai Lamas auf, doch ich vergaß ihn noch im selben Moment. Stattdessen erinnerte mich der Name an meinen Zwergpudel Dalai, der zu Hause auf mich wartete, bis ich im Spätsommer Malle und das Call-Center wieder verlassen würde.
    Die Reiselust hatte mich hierher geführt. Aus Geldmangel war aus der Weltreise ein Sommerjob – immerhin in einem Urlaubsdomizil – geworden. Eine Alternative, die man so gelten lassen konnte.
    Um meine Quote zu erreichen, ließ ich das Programm bereits die erste Nummer wählen. Heute war Linz dran. Nach zwei Wochen kannte ich das Prozedere bereits in- und auswendig, die fertig formulierten Schablonen mussten mir nur noch selten dabei helfen, eine Person bei der Stange zu halten.
    Zehn Anrufer waren wir in diesem Raum und abseits der eintönigen Gespräche am Telefon waren wir ein gutes Team geworden. Neben mir stellte sich Basil auf seinen Stuhl und begann mit seinem Hintern zu wackeln. Dadurch gab er uns allen zu verstehen, dass er kurz vor einem Vertragsabschluss stand. Seine Woche fing gut an.
    Während sich ein Mann am anderen Ende meiner Leitung meldete, goss ich den kalten Kaffee von gestern in die sterbende Pflanze in der Ecke.
    „Herr Magister“, säuselte ich nach einem kurzen Blick auf den Bildschirm. Titel waren wichtig, manche Menschen würden fast überall mitmachen, wenn man nur ihre Leistungen würdigte. Sogar bei Lottomillionen. Magister, Doktor oder Prof spielte dann keine Rolle.
    Während ich meinen Spruch aufsagte, warf ich einen Kugelschreiber zu Bea, die an der Kaffeemaschine stand. Wie durch ein Wunder traf ich genau in die Tasse, die sie in den Händen hielt. Sie verstand meine Geste sofort, grinste und servierte mir einen Muntermacher. Die nächsten acht Stunden hatten wir nur uns, die Quoten und pantomimischen Gespräche, während wir Leuten Hoffnungen verkauften.

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  3. Pingback: theresa link
  4. Es war im Spätsommer, als sie Stift, Papier nahm und sich einladen ließ. Schweigen keine Alternative.
    Kalt mochte es draußen sein, ihre Füße leugneten dies und sprachen barfuß. Die Empfindungen des Sommers trug sie an den Füßen, auch da. Mit nackten Zehen und schulterfrei las sie die Nachricht einer Freundin: “Wenn der Mann übers Wochenende segeln war und das Leergut noch im Auto steht, fährst du mit sehr ausgeprägtem Kneipenfeeling zur Arbeit.” Diese Zeilen ließen sie schmunzeln und sie dachte an den erfrischend roten Haarschopf ihrer Freundin zwischen klimpernden Bierflaschen.
    Auch wenn der Nebel des Morgens sich nicht wegdenken ließ, die Welt zeigt sich rot und orange, in all dieser Vielfalt. Sie mochte den Wechsel der Jahreszeiten. Darin lagen diese kleinen Wunder versteckt, die so zart flüstern können, beinahe übersehbar. Und sie luden ein, zum mitmachen und Sein.
    Rilkes Worte tauchten unvermittelt auf “Du musst das Leben nicht verstehen, dann wird es werden wie ein Fest…”. Zeilen bestimmter Silbenkünstler helfen, wie so oft. Worte tief wie ein Ozean. Dalia Lama, der Postbote oder der Nachbar, die Anrede ist unwesentlich.
    Sie hatte gelernt, dass Diebstahl zu vermeiden sei und mehr als das. Äpfel hatte sie schon immer gerne geklaut, auch Birnen. Und nun Worte. Zehn geklaute Worte und sie ließ daraus eine Geschichte wachsen. Diebstahl kann gut sein. Auch im Spätsommer.

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  5. Sex mit Prostituierten sei kein Fehlverhalten …*

    … verkündete der Dalai Lama, ebensowenig wie mitmachen und helfen zu verstehen, daß ein alkoholfreies Bier im Spätsommerwunder einer Kaltwelt eben genau keine Alternative** verkörpere.

    In diesem Sinne: salva venia! 😀

    __________________________________________________

    * Aus seinem Buch: Beyond Dogma: Dialogues and Discourses, North Atlantic Books, 1996.

    ** Denn „mindful drinking“ bzw. „achtsamer Alkoholgenuß“ ist Teil einer Übung, sich von der subtilen Anhaftung des Ego loslösen zu lernen (gemäß Vajrayana-Tradition).

    http://salvaveniaxxl.wordpress.com/2014/09/08/sex-mit-prostituierten-sei-kein-fehlverhalten/

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  6. Hat dies auf Das Chaos im Kopf.. rebloggt und kommentierte:
    Oh ich mach auch wieder mit! 🙂 Hier meine Geschichte:

    Es war Spätsommer als sie ihm begegnet ist. Zusammen mit ihrer kleinen Schwester sahs sie in dem versteckten, zugewucherten Biergarten und genoss das kühle Bier. Ihre Schwester erzählte ihr gerade von der Alternative nochmal neu anzufangen, Abi zu machen und alles neu entscheiden zu lassen. Die Kleine ließ sich nicht helfen, sie wollte alles allein schaffen und das muss keiner verstehen, erklärte sie ihr frech. Sie lächelte ihn sich hinein und schweifte mit ihrem Blick über den mit Fackeln ausgeleuteten Garten. Plötzlich sah sie ihn, mit seiner lauten Stimme wie er wild gesikulierende seinen Freunden die Welt erklärte. Sie musste lachen, die ganzen letzten Jahre, ist sie durch die Welt gereist – hat sich selbst gesucht. Zusammen mit ihrer Schwester, die immer alles mitmachen würde, wollte sie nächstes Jahr auf den Spuren des Dalai Lama nach Wundern suchen. Doch noch nie ist ihr so einem Mensch begegnet, die vielen Menschen, die ganzen Eindrücke und alle Kulturen waren augenblicklich egal. Es lief ihr kalt den Rücken herunter, er hatte etwas faszinierndes, etwas anziehendes, weich und trotzdem stark und selbstsicher.
    Liebe auf den ersten Blick?

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  7. Als Alternative zu Wundern, die auf sich warten lassen, gibt es in der Welt eine Sache, die auch schon der Dalai Lama favorisierte: ein kaltes Bier, besonders im Spätsommer, bevor es Herbst wird. Das kann helfen. Ganz leicht zu verstehen, oder? Also mitmachen! O’zapft ist. Fertig.

    Gefällt 6 Personen

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