4. Einladung für schreibwütige und interessierte Blogger, Texter, Skizzierer, Fotografen… – 10 Wörter, eine Geschichte

Die vierte Woche des gemeinsamen Schreibeprojektes beginnt……….genau jetzt.

Diese Woche kommen die 10 Wörter von dem lieben Herrn Mo und ich freu mich, wenn wieder eine Menge Menschen Lust haben, ein wenig Kreativität walten zu lassen und spannende, schöne, lustige, traurige, skurrile und gruselige Geschichten entstehen zu lassen 🙂 An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an die vergangenen Geschichten. Meine Güte. Was entstehen da aber auch für Sahneteile erster Klasse. Freu mich echt total drüber.

In der vergangenen Woche hab ich großmütig gleich eine ganze Woche Schreibezeit gesetzt. Diese Woche wurde die Beteiligung etwas geringer. Ich hoffe doch, das diese Woche wieder viele Lust und Zeit haben in die Tasten zu hauen um weiterhin so tolle Geschichten zu schreiben. Schön war es auch diese Woche, wenn die Beteiligung breit gefächert ist und der eine oder andere dazu kommt und einfach mitmacht. Aus Freude an der Sache.

Hier noch einmal die Verlinkung zur ersten Woche, so ist es glaube ich einfacher, für neue Interessierte, wie alles begann und was die Idee als solches ist. (Einfach auf das blau klicken)

Und am einfachsten ist es wirklich, ersteinmal schreiben und dann lesen, was der Rest so fabrizierte. Deadline Mittwoch (nur die Urlauber dürfen später schreiben^^)

So, hier aber nun endlich – völlig verspätet muss ich gestehen zu meiner Schande, die neuen 10 Wörter

1. Vetternwirtschaft

2. Schirm

3. Ofenrohr

4. Acker

5. diffus

6. Ostblock

7. Kunstleder

8. Buddha

9. Biergarten

10. lecken

So… die Schreibspiele sind eröffnet ^^

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62 Kommentare

  1. Hat dies auf Omnis amans amens rebloggt und kommentierte:
    Lummerland war eine einzige Vetternwirtschaft. Lukas, der vermeintliche Lokomotivführer mit seinem Ofenrohr, äh seiner Lokomotive Emma, Frau Waas, Herr Ärmel mit seinem Schirm und der König auf seinem Kunstledersofa. Obwohl Lummerland, ein Acker mit zwei Bergen, eigentlich unabhängig sein wollte, zählte die NATO es zum Ostblock. Der König meinte, dass der US Präsident ihn mal am Arsch lecken könnte und lud seine Untertanen in den Biergarten ein. Nach definitiv zuviel Bier hatten alle vier Einwohner einen sehr diffusen Blick. Der vermeintliche Buddha, den Herr Ärmel meinte zu sehen, stellte sich als Postbote heraus, der ein Paket für Frau Mahlzahn brachte…

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    1. Na, so ganz ohne Bier haben Sie die Geschichte aber nicht geschrieben. Aber es bekommt ihr. Und überhaupt, am Arsch geleckt, wenn alles nüchtern oder nicht. Sie ist lustig. Man schmunzelt länger, als es dauert, sie zu lesen. Respekt.
      Ihr Herr Hund.

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  2. Hat dies auf Text, Mags, Rock'n'Roll. rebloggt und kommentierte:
    Früher konnte ich nie verstehen, warum Paare sich nach einem Streit den Namen des anderen tätowieren lassen. Wieso man zur Versöhnung nicht nur im Bett, sondern beim Standesamt landet, und warum aus Zoff sogar Kinder entstehen. Jetzt verstehe ich. Es ist ganz einfach – man tut es, um den diffusen Wunsch nach Frieden zu zementieren. Um das Gefühl von „so soll es bleiben“ festzuhalten, um der Angst vor neuem Streit etwas entgegen zu setzen und dem guten Willen ein Denkmal.
    Man hofft, dass die Probleme sich vom Acker machen, wenn man sie nur aufrichtig genug ablehnt. Denn das tut man. Man liebt den anderen aufrichtig, während einem die Nadel in die Haut fährt. Man will aufrichtig zusammenstehen, in guten wie in schlechten Tagen, man wünscht sich nichts mehr, als ein eigenes X und ein X oder Y des anderen zu einer kindlichen Manifestation von „für immer“ zu vereinen. Man hofft so sehr, dass einem die Realität entgleitet und damit das rationale Wissen, dass ein Wunsch nicht die Ursache beseitigt. Ganz gleich, wie tief man sticht oder wie oft man ihn besiegelt.
    Der gute Wille ist da, auch der Wunsch und vielleicht sogar die Liebe, aber alle drei sind machtlos, wenn Faulheit, Schwäche und Halsstarrigkeit sich in übler Vetternwirtschaft zusammenrotten und die Tage finster werden wie ein Ofenrohr.
    Gütig wie Buddha möchte man sein, langmütig, freundlich und gut, um jederzeit alles geben zu können und nichts dafür zu verlangen. Dabei übersieht man eins: Buddha war allein. Langmütig und freundlich zu sein zu denen, die einem begegnen, ist leicht, wenn man die Begegnung selbst bestimmt. Wenn die Begegnung nicht zwischen Tür und Angel stattfindet, zwischen überfüllten Mülleimern und ungeputzten Badezimmern, zwischen Überstunden und Einkaufsliste.
    Einer allein kann das schaffen. Einer allein muss es sogar schaffen, aber wenn nicht, dann fragt keiner nach den Gründen. Zusammen ist das Schlimmste, was man sagen kann, dass man den anderen nicht braucht. Wenn man die eigenen Bedürfnisse einsargt wie den Ostblock hinterm Eisernen Vorhang, kein Hinaus und Hinein für niemanden.
    Wenn man immer selbst für alles sorgt, vergisst man, wie schön es ist, wenn jemand anders beim ersten Regentropfen einen Schirm über einem ausbreitet – komm her, ich halt dich trocken. Man vergisst, dass Sorgen etwas sind, was geteilt leichter wiegt. Man vergisst, wie schön man sein kann, wenn die Augen des anderen aufglänzen beim Anblick einer Kunstleder-Korsage, dem Lieblingskleid, der ausgeleierten Schlabberhose.
    Stattdessen wird zur Illusion, was man immer gewünscht und geglaubt hatte, wenn die Einsamkeit, der Zorn und die Enttäuschung einen umsurren wie die Wespe das Limonadenglas im Biergarten. Und man sitzt und beobachtet, durstig und verzagt. Hoffentlich wird man nicht gestochen. Hoffentlich ersäuft die Wespe, flügelschlagend, ertränkt von der Süße des Lebens, an der sie lecken will. Hoffentlich kommt der andere – hoffentlich kommst du und erlegst sie mit einem einzigen Schlag – komm her, ich pass schon auf.

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    1. Hocherfreut, ja vielen Dank. Freu mich echt immer total, wenn es jede Woche neue Schreiber gibt, die Lust haben mitzumachen. Wirklich. Text gefällt mir gut, freu mich auf weitere. Morgen abend gehen die neuen 10 an den Start 🙂

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  3. Schon lange sticht mir dieses nette Projekt ins Auge. Zwar ist die deadline schon abgelaufen und das ist auch keine Geschichte sondern ein Text, aber ich versuch´s trotzdem.

    Die Vetternwirtschaft im Nirvana überstieg wieder einmal alles Erträgliche. Sogar Buddha fühlte einen winzigen Stich Ärger was ihn dazu veranlasste über einen Besuch in seinem Lieblingslokal nachzudenken. Er schätzte diese Spelunke, weil sie ihn mit ihrer Kunstlederoptik an den Ostblock erinnerte und obendrein die Beleuchtung durch das Ofenrohr so diffus war, dass dort nur Erleuchtete verkehrten. Und die orangen Schirme im Biergarten, zerfetzt wie altgediente Gebetsfahnen, richtig heimelig. Buddha leistete sich ein erfreutes Lächeln und leckte sich die Lippen. Doch da fiel ihm der Acker ein, der so gar nicht ins Konzept passen wollte. Seufzend strich er den Besuch in der Spelunke und vertiefte sich in eine Visualisierung landwirtschaftlicher Geräte.

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  4. Diesmal hing ich ein wenig. Aber sieh selbst…
    Keine Idee. Einfach drauf los.Frau Zerberus hat ’ne Schreibblockade. Da guckt sie ins Ofenrohr und es hilft nicht mal Vetternwirtschaft. Am liebsten würde sie sich in diffusem Licht vom Acker machen, dann hätten auch die Behörden sie nicht mehr auf dem Schirm. Vielleicht nach Altenhain, imOstblock. Dort könnte sie auf einem auf einem Kissen aus Kunstleder, vor ihrem Buddha meditieren und danach in einem Biergarten vielleicht mal wieder Blut lecken.

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  5. Bis Mittwoch schaff ich es diese Woche leide rnicht (da ich eine riesen Konferenz für Donnerstag vorzubereiten habe). Darf ich überziehen (wird dann wohl erst der Freitag sein) 🙂 – ansonsten setz ich eine Woche aus.
    LG, Ingrid

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  6. Liebe Mia, ich habe mich noch mal getraut … Hier das Ergebnis:
    Entscheidung
    Als sie aus dem Ostblock nach Deutschland kam, gelangte sie durch sogenannte Vetternwirtschaft an einen Job in einem Biergarten. Vieles hatte sie ausprobiert, um ihr neues Leben leben zu können. Sogar schwere Landarbeit auf einem Acker hatte sie sich zugemutet. Lange Tage, kurze Nächte, wenig Auslese. Nicht genug Geld für ein besseres Dasein.

    Sie traf eine Entscheidung. Sie war jung, begehrenswert und neugierig.

    Heute kleidet sie sich in Kunstleder, hat einen Stammplatz in einer schummrigen Ecke vor einer zwielichtigen Pension. Sie säuselt und lockt. Sie lässt sich lecken und auch ein Schirm wird öfter mal eingesetzt zur Befriedigung der heimlichen Gelüste ihrer Gäste. Der Buddha sitzt auf dem Beistelltisch neben dem Bett und schaut zu. Er gibt ihr das diffuse Gefühl der Sicherheit, während sie sich manchmal weg träumt. An einen ihr bekannten Ort mit einem knackenden Ofenrohr in der Küche.

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  7. Im Regen
    Von dem Wetter lässt sie sich die Zeit im Biergarten nicht vermiesen. Unter dem Schirm bleibt es trocken, die Temperaturen sind gerade noch erträglich. Vermischt mit der versteckten Sonne ergibt sich unter dem aufgespannten Oranggelb ein diffuses Licht. Als wäre alles nicht ganz wahr. Dazu passt der unpassend platzierte Buddah, der überhaupt und gar nichts mit dem Lokal zu tun hat. Ein Versuch mit der Masse zu gehen, ohne Integrationsprogramm.
    Am Nebentisch wird politisiert. Es geht um Vetternwirtschaft und die Männer lecken sich den wilden Schaum von den Lippen. Sie tun so, als hänge der Weltengang von ihrer Überzeugungskraft ab. Jeder trachtet danach zu gewinnen. Auch der Kellner. Er kämpft gegen die Zeit. Will offensichtlich nicht im Regengarten arbeiten. Zu schnell rennt er am Ofenrohr vorbei, das zur Garderobe umfunktioniert wurde vorbei und eine Kunstlederjacke fällt zu Boden. Niemand kümmert sich darum. Ein Kind stellt die einzig interessante Frage. Mama, wenn es einen Ostblock gibt, gibt es auch einen Westblock oder Nordblock? Dass keine Antwort kommt, ist frustrierend und sie macht sich vom Acker. Ohne Schutz im Regen.

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  8. Pingback: theresa link
  9. Cut Up!

    Wer es nicht auf dem Schirm hat oder kein Interesse zeigt, möge sich in den Biergarten setzen und sich nach den morgendlichen Weißwürsten die Lippen lecken. Der semantische Acker, auf dem sich der Underground bewegte, war das Profane. In der deutschen Literatur waren es vor allem Jörg Fauser und Carl Weissner, die sich an die Methode machten. In einer WG in den U-Quadraten, an einem Schreibtisch neben dem Ofenrohr, saßen sie auf Stühlen, die mit Kunstleder überzogen waren, und schrieben Dinge, die der Mehrheit zu diffus waren, aber durchaus Sinn machten. Auch wenn es zunächst verwirrte, wenn ein inkarnierter Buddha mitten im Ostblock, direkt auf dem Roten Platz zu Moskau, eine Rede hielt über die Fleischpreise und die neue Entwicklungsstufe des Sozialismus.

    Wer weiß, wie die Methode funktioniert?

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  10. Meine Story schrieb ich aus Versehen bei Frau Arabella50 in ihren Blog.
    Und auch nur 9 Worte.
    Also: Alles verdreht.
    Fast wie im Leben.
    Aber der Plan war gut.

    Herzlich ©z_lz

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  11. Ich beantrage hiermit die Urlaubs-Sonderdeadline, bin noch in der weltgeschichte unterwegs und müsste diese Woche sonst vermutlich auch ausfallen lassen.

    Ich freue mich aber auf die anderen Texte und werde die Ergebnisse so oder so mitverfolgen 😉

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    1. Hat sich erledigt, ich habe einen Laptop ergattert und die Nacht für Ostblock-Recherchen geopfert, in denen ich irgendwie versunken bin.

      Aus dieser Stimmung heraus ist meine Geschichte recht düster geworden. Trotzdem bin ich froh, es diese Woche doch noch geschafft zu haben:

      „Man fühlt Schüsse mehr, als man sie hört, aber das kann nur nachvollziehen, wer mit dem Krieg vertraut ist.
      Man hört das hohe, knackende Platzen der Patronen, aber viel mehr spürt man den Knall mitten im Herzen, der die Pulsfrequenz stört, als wäre man selbst der Getroffene.
      Man hört den Krieg nicht, man wird taub vom Lärm. Laut ist erst die Stille nach dem letzten Schuss, wenn der einschneidend hohe Ton noch zwischen nacktem Beton nachhallt wie das Dröhnen es pulsierend im Kopf tut.
      Man weiß um das Leben, das gerade beendet wurde, denn sonst wäre der Schuss nicht der letzte gewesen.
      Man schießt, bis eine Seite fällt.“

      http://ferventcore.wordpress.com/2014/09/01/10-worter-ostblock/

      Liebe Grüße! 🙂

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  12. Schöne Worte, zum Wetter passend, gibt es heute.
    Meine Geschichte steht schon drüben in meinem Blog.
    Danke für die Mühe, die du dir machst.An diesem Sonntagabendspiel habe ich Freude gefunden. Liebe Grüße

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    1. Wenn du es als Übung für dich sehen möchtest, schreibe nach Zeit. Egal wie lang auch dort. Beispiel, 15 Minuten einschreiben, zwischen 15 und 30 Minuten die Wörter verschreiben.
      Oder du möchtest es dir offen lassen und schreibst so viel du möchtest. Ich glaube die längste Geschichte die wir bis jetzt hatten, hatte ca 2400 Wörter. Übrigens sehr lesenswert. In Woche zwei, von mp.
      🙂

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