10 Wörter eine Geschichte…. FSK 21 oder doch FSK 18 :D

Tick – Tick – Tick. Mit zugekniffenen Augen griff Bert Stehstamm neben sein Bett. „Verdammter Mist“ , wo ist nur der beschissene Wecker. Das nervige Ticken dröhnte wie ein immer wiederkehrender Panzerschuß in seinem Ohr. Ohne zu schauen tastete er weiter um ihn ruhig zu bekommen, wischte dabei sein Glas vom Nachtisch, welches klirrend auf dem teuren Granitboden zerschlug. „Shit“. Er öffnete die Augen, Sonnenstrahlen stachen wie japanisch zehnfach gefaltete Messer in seine müden Augen. Benutzte seine rechte Hand als Sonnenschutz und sah sich das Dilemma an. Schon das dritte Glas diese Woche. Er musste sich was neues einfallen lassen. Sein Boden würde es ihm danken. Blickte nach links und suchte die stramme  Dame, die er gestern Abend nach dem Wiener Opernball mit nach Hause nahm. Zumindest war es so in seinen noch verklärten Gedanken. Ein schnarchendes Etwas ruhte neben ihm. Leider alles andere als stramm. Ein leicht geöffneter Mund lies ein feines Rinnsaal Irgendwas auf seine feine Seidenbettwäsche tropfen, untermalt mit einem sonoren Geräusch. „Du meine Güte. Was ist das?!“. Das ihm der Alkohol auch immer mal wieder so einen Reinfall beschweren mussste. Gewundert hatte er sich schon, das der vermeintliche Whiskey nach der Oper in seinem Mund eine Art Schaum bildete. Er krabbelte vorsichtig über die unförmige Mätresse und übergab sich lauthals über der Kloschüssel.  Weckte wirsch die fremde Olle in seinem Bett und schmiß sie raus.  Was für eine Nacht. Langsam kamen Erinnerungen wieder zurück. Er saß nach der Oper im pickfeinen angeschlossenen Restaurant, bestellte sich einen Osso Bucco. Das aß er öfter, machte ihn doch alleine die Übersetzung dieses Gericht schon ein wenig scharf. Knochen mit Loch. Bildlich vor seinen Augen sah er ein schönes mageres Frauenzimmer, dürre wie er sie mochte. Er brauchte unbedingt heut Abend noch ein wenig Gesellschaft. Das der Whiskey anschließend seine Augen verklärten und ihm anstelle eines Twiggymodels eher eine Nana mit nach Hause nehmen lies, ärgerte ihn schon ein wenig.

Dr. Prof. Bert Stehstramm war Chefart der proktologischen Abteilung in der Universitätsklinik Wien. Dieser Beruf war eher eine Berufung, denn nichts interessierte ihn mehr, als der Hinterausgang aller zweibeinigen Wesen. Ok, ganz geheim interessierte ihn auch manch wohlgeschwungene Rückseite einiger Vierbeiner. Das behielt er aber wohlweislich für sich. Schließlich war es verpönt mit liderlichen Gedanken an des Vierbeiners Hinterteil zu denken. Nur ganz geheim gab er sich dieser Freude hin, das aber nur, wenn er weit weg von seiner Heimat war.  Dann fuhr er nach Übersee, in abgelegende Gegende und gab sich dem Genuß einer viel behaarten Rosette eines Vierbeiners hin.

Angefangen hatte seine Leidenschaft schon in recht jungen Jahren. War er doch damals, im ersten Semester von seinem Studienkollegen zu einer kleinen Kommilitonenparty eingeladen. Zu der Zeit studierte er noch Zahnmedizin. Bert war schon seit seiner anfänglichen Jugend sehr sexualorientiert und was lag da näher als Zahnarzt zu werden. Gab es doch zu seiner Zeit Unmengen kleine pornografische Filmchen, in denen sich der Zahnarzt fröhlich mit seinen Patienten oralen Freuden hingab. Das wollte er auch.

Er sah sie schon vor sich. Die Wiener feinen Damen, barbusig nackt vor ihm niederknieend, und er kann täglich ihren oralen Eingang mit seinem besten Stück beglücken. Bis zu der Komilitonenparty. An diesem Abend waren sie ungefähr zu sechst. Vier heiße Studentinnen, eine schärfer als die andere. Eine von ihnen kam recht schnell zur Sache, bauchpinselte ihn ein wenig mit einem traumhaften Augenaufschlag, lies ihre zarten Lippen sachte an seinem Hals herunterfahren, nahm seine Hand und schob sie dabei lächelnd in ihr Höschen. Puh, was für ein Luder. Sie kamen schnell zur Sache, bis sie ihn, zwei Runden später, zu einem dreifachen Rittberger mit seinem Freund bat und er möge sich doch dabei ihres Hinterns annehmen. Bert schaute auf. Das war unbekanntes Terrain für ihn. Bis dahin. Neugierig und gierig wie er war, lies er sich das nicht zweimal sagen und startete an dem Tage seine erste proktologische Untersuchung.  Was für eine Freude. Davon wollte er mehr. Das es sich damals um Laurie Anderson, mittlerweile bekannte Musikerin und Performerin handelte, unwichtig. War sie zu der Zeit nur eine scharfe Schnitte aus der Uni. Bert wechselte noch am Folgetag von der Zahnmedizin zur Proktologie.

Seine Leidenschaft wurde sein Beruf und er war einer der besten auf seinem Gebiet. Weit bekannt über die Landesgrenzen, kamen seine Patienten um ihm ihren Hintern und ihre für ihn doch so herrlich anzusehenden Rosetten, anzuvertrauen. Was genau hinter seiner Tür allerdings passiert, darüber schweigen die lächelnden Patienten, wenn sie mit verklärtem Blicke seine Untersuchungsräume verlassen.

30 Minuten Schreibzeit

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31 Kommentare

  1. OMG! Ich dachte es mir. Genau das hab ich mir gedacht, der Proktologendoc hat Spaß dran am Endoskopieren. Wie sollte es auch anders sein. „Von der Zahnmedizin zur Proktologie“. :-O Ich hatte zu dem Menschen, als die rein präventive „Massnahme“ „vorbei“ war, spontan gesagt: „wir sehen uns nie wieder!!!“. Und dachte im Stillen: „meinen Arsch auch nicht“. Wenn ich mal zufälllig an der Praxis vorbeilaufe, wechsle ich die Straßenseite. Danke für die Aufklärung. 🙂

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      1. Und Zahnarzt – uh – sorry – das ist ein genauso „schlimmer“ Beruf. Das Geräusch beim Weisheitszähneziehen. Oder beim kieferchirurgischen vorbereitenden Prämolarenziehen!. AHHHHRGHH! Folter. Und dem Doc „muss“ das doch scheinabr Spaß machen…..

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      2. Garantiert… irgendwo schrieb ich auch schon mal drüber. Wie meine schöne Freundin, beim Oralchirurgen saß, zum Ziehen eines Weisheitszahnes. Und während sie beim Ziehen, rechts an ihrer Hüfte auf einmal eine verdächtige Verhärtung wahrnahm. Ich sags ja. Keiner geht umsonst in die Zahnmedizin ^^ 😀

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  2. Gefällt mir 🙂
    Auch wenn ich mich was Geschichten schreiben nicht auskenne, diese hab ich gerne gelesen (vielleicht auch weil ich gerne Ü-Geschichten lese) und ich denke ich sollte das nächste mal zu einem männlichen solchen Arzt, die Ärztin war… hm… es war schmerzhaft 😛 aber da alles ok war muss ich mir da eigentlich keine Gedanken mehr drüber machen 😉
    Grüßle
    Claudia

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      1. Kurz in der Mittagspause. Angestachelt durch Deinen Text. Für Dich, Mia:
        Mal abgesehen von ganzen Stuhl-aufsätzen über Häufigkeit und Beschaffenheit desselben oder Männern, die im halbdunklen Röntgenraum, den analen Kontrasteinlauf als so erotisierend empfanden, das dieses deutlich zwischen ihren Beinen zu erkennen war, ist mir eine Begebenheit in amüsierter Erinnerung geblieben:
        Eine ältere, schon etwas schwerhörige Frau bat in der Hämorrhoidensprechstunde um ein erneutes Rezept. Mein damaliger Chef überrascht: „Die Salbe haben sie schon aufgebraucht? Sie sollten sie doch nur hauchfein auftragen …“. Darauf die Antwort: „Ja, ja Herr Doktor, das habe ich auch getan. Ich strich mir nur immer ganz wenig auf mein Butterbrot. Morgens und abends wie sie gesagt haben.“
        Am schönsten war das verdutzte Gesicht des Herrn Doktors :-). Die Lehrstunde im Erklären hat er nicht mehr vergessen …
        Einen schönen Tag Dir und einen lieben Gruss. Melanie

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      2. Ich werde an Dich denken …
        Es gibt ja auch so etwas wie Kolleginnenaustausch. Beim Gynäkologen werden auch viele interessante Gegenständen hervor geholt. Muss mal nachkramen in meinem Kopf. Vielleicht kommt noch mehr … 🙂

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