Vom Schreiben und Malen…

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Und manchmal schreibt man, ohne zu wissen, wo die Schreibe hinführt. Du hast das Bedürfnis Worte aneinander zu reihen, das sie dir gefallen und deinen Kopf entleeren. Und wenn schon nicht entleeren, dann wenigstens sortieren. Und der Kopf ist so wirr, mit so viel Inhalt, das du einfach erstmal beginnst zu schreiben und hoffst, das alleine durch das tippen, sich das Hirn langsam beginnt zu entwirren. Stück für Stück. Häufig streichst du später den Anfang deiner Schreibe weg, raus, löscht sie, denn es ist nur der Beginn eines vielleicht guten Textes.

Mir war gar nie so wirklich klar, das es häufig die Zeit braucht, um einen Schreibfluss zu bekommen. Doch nach näherem Umschauen, Nachfragen, wird dir klar, das man sich häufig Einschreiben muss, wie auch Einzeichnen. Interessant. Auch die Maler, Zeichner und Skizzierer und andere kreativen Köpfe benötigen eine Zeit um die kreativen Hände inklusive Kopf ins Rollen zu bringen.

Puh. Das beruhigt. Denn wie häufig sitzt ein jener vor einem leeren Blatt und weder eine Zeichnung fügte sich, noch ein Text entsteht. Und so lässt man das Blatt Blatt sein und gibt vielleicht auf, ohne etwas wundervolles entstehen zu lassen.

Kann ich nicht, gibt es also nicht 🙂

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22 Kommentare

  1. Hierher gefunden, begeistert – ich bleibe. Die Gedanken zum Schreibfluss kann ich genau so nachvollziehen. Leider erfahre ich gerade eine Leere im Kopf – einerseits erschreckt mich das, andererseits sind die Gründe für mich nachvollziehbar – versuche mich aber nicht unter Druck und vor ein weißes Blatt Papier zu setzen. Es kommt wieder, wenn es soweit ist, sage ich mir. Es soll ja auch immer noch Freude machen und nicht zur „Pflicht“ werden, das Schreiben.
    Wie gesagt, ich bleibe. Und ich freue mich, wenn eine neue 10-Wörter-Challenge oder ähnliches ansteht, vielleicht fließt es dann direkt wieder.
    Herzliche Grüße,
    Mme C.

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    1. Oh, das freut mich wirklich sehr, vielen Dank und herzlich Willkommen. Am Sonntag Abend geht es in die nächste Runde und bin gespannt auf deinen Beitrag 🙂 Bis dahin ist die Leere sicher weiter gezogen und du stürzt dich mitten in die Geschichte.
      Herzliche Grüße zurück
      Frau Ahnungslos 🙂

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  2. Das klingt ziemlich zutreffend, wenn du mich fragst!
    Ich schreibe ja eigentlich ziemlich viel, mal privat aber viel zu häufig schulisch und meistens kommt so plötzlich in einem Fluss aus mir heraus, die Welt um mich herum existiert nicht mehr und wenn icb fertig bin, lass ich es liegen oder wenn ich tippe, speicher ichs, um später, mit etwas Abstand und neuen Gedanken raufzusehen – aber meistens bin ich relativ zufrieden oder hasse es 😀
    Wohingegen das Malen und Zeichnen für mich sogar eher als Meditation gilt, da ist das Versinken und Abschalten absolut… Schreibst du eigentlich zu Musik? Ich brauche das meistens und finde es unglaublich inspirierend

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  3. ach, da hab ich ja fast etwas verpasst.

    Das Schreiben an sich ist schon Gewinn.
    Anders kann frau es nicht beschreiben.
    Es fühlt sich einfach gut an, eine Idee in den Kopf zu bekommen und ihr schreibend nach und nach immer mehr auf die Schliche zu kommen.

    Ohne eine konkrete Idee zu haben, gelingt es auch gut.
    Oft genügt es schon, den Stift in die Hand zu nehmen oder die Finger über den Tasten schweben zu lassen und ein Gedanke reiht sich an den nächsten und währenddessen erhält die noch nicht klar umrissene Idee ihre Form und eine kleine Geschichte entsteht.

    Bei mir gibt sie sich fast immer lyrisch, diese Idee, und meist bleibt sie dabei, daß sie sich gefällgst SO ausdrücken möchte, in ihrer eigenen Art eben, und sie wendet der Prosa den stolz den Rücken zu.

    Meist ist es so, aber manchmal geschieht ein Wunder, die Prosa setzt sich durch und die Lyrik
    lächelt und zwinkert und weiß ganz genau, das nächste Mal gewinnt wieder sie… 🙂

    So ist es bei mir mit dem Schreiben.

    Liebe Grüße zu Dir
    von Bruni

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    1. und in die Mitte der Texte schleichen sich die Tip- oder Schreibfehler und so ist es mir auch hier mal wieder passiert *g*.
      Es muß natürlich heißen:
      …, und sie wendet der Prosa stolz den Rücken zu….

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    2. Liebe Bruni, danke für deinen ausführlichen und schönen Kommentar. Ja, so ist es wirklich meistens. Auch wenn natürlich bei mir in einem anderen Genre. Das Händchen für lyrische Texte, das hast eindeutig du 🙂
      Herzliche Grüße für dich zurück
      Mia

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  4. Interessant, wie es bei dir so läuft. Ich habe fast noch nie den Anfang meiner Geschichten gelöscht, ich würde sogar sagen, dass ich das tatsächlich nie gemacht habe. Das liegt aber womöglich daran, dass ich solche Anfänge meistens im Kopf beginne und es seine Zeit braucht, bis ich es aufschreibe, teilweise einen halben Tag. In der Zeit verändert sich dann natürlich so einiges…

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  5. Notizen schreibe ich auch schon mal auf Papier, am liebsten mit Bleistift. Aber am meisten nutze ich doch auch die Tastatur, ist mit meiner Ungeduld irgendwie besser zu arrangieren … 🙂
    Ich wünsche Dir einen zauberhaften Tag. Melanie

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  6. Ich wünschte mir, mein momentaner Schreibfluß würde nie verlanden. Jeden Tag springen mich neue Geschichten an, ich notatiere ständig meine Kladden voll und komme kaum hinterdrein mit dem Einklickerdiklacken. Ist das so, weil ich so lange schwieg? Ich weiß es nicht, es fühlt sich irre an. Weißblattanstiererey? Derzeit nicht.
    Wenn Sie Lust haben schauen Sie doch mal bei Herrn Guinness vorbei, wir planen eine Willkommensparty, garantiert mit viel Pragmatismus. Hier, bittefein:
    http://guinness44.wordpress.com/2014/08/11/mit-frau-knobloch-im-land-ohne-sonne/comment-page-1/#comment-2546

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    1. Ist sie. Zumal sich die Finger gern verkrampfen. So tragisch es ist. Ich schreib daheim nur auf der Tastatur. Dennoch ist in meiner Tasche meist ein Notizbuch. Ob ich allerdings immer alles entziffern kann, was ich schrieb- das ist dann etwas anderes ^^

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      1. Es ist vielleicht ein wenig old school, aber mir gibt Meißel auf Marmor (auch Betonplatte, wenn das Geld mal etwas knapp ist) immer am meisten, auch wenn das Rumschleppen, um unterwegs schnell Gedanken und Eindrücke festzuhalten, mit der Dauer auf die Bandscheiben geht.

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    1. Ertappt. Darauf wird nur gemalt. Mit den Jahren ist die Schrift, der nur tastenbenutzende Hände, leider doch zu unleserlich geworden. Und dabei ist Schreibe auf Papier ja so schön. Wirklich schade drum.
      Sonnigst liebe Grüße zurück,
      Ihre Frau Ahnungslos

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