Ein Lude zog nach Vorstadt

Vor einiger Zeit schrieb ich von Fred, seiner neuen Passion und der Domina, neust in Vorstadt zugezogen. Das es zu der Domina einen Luden gibt, ist ziemlich wahrscheinlich und in diesem Fall zog er doch glatt damals mit ihr in Vorstadts beschaulichem Kleinhaus Viertel. Mit Brimborium nebst V8 Motor mit mindestens 400 PS quartierte er sich hier ein und ward schon gehört, wenn sein Arsch noch mindestens drei Viertel weiter war. Ja, sein Motor legte quasi den Roten Teppich aus und alle Vorstädter sprangen brav beiseite wenn er um die Ecke brauste.

Natürlich muss Klischee auch weiter bedient werden und nicht das ne Promenadenmischung ihn stets begleitete, nein, natürlich war es ein grimmig ausschauender Bullterrier, wenn auch die etwas kleinere Ausführung, dennoch gut bestückt mit dem fettesten Halsband welches grade so um seinen Hundehals nur passte. In solchen Momenten waren es die Männer in Vorstadtshausen die in Panik gerieten und so brachten sie schnellstmöglichst ihre ahnungslosen Weibchen in Sicherheit. Man weiß ja nie, ob der Lude nicht der nächsten Braut, in diesem Fall naive Vorstadtfrauen, das Lasso um den Halse schwingt und sie zu düsteren Sexsklavinnen mutieren lässt. Breite Schultern, tätowiert bis zum Anschlag, eine glänzende Glatze, nebst Lederarmbänder zierten ihn. Große mandelförmige Augen, volle Lippen, drei Tage Bart. Dazu ein Gang wie John Wayne in seinen besten Zeiten. Ja, da glänzte schon das eine oder andere Frauenherz in Vorstadt.

Und während sein bestes Pferd im Stall pünktlich das Haus verließ, um den einen oder anderen Kerl in ihrem eigens neu eingerichtetem Studio mal wieder kräftig den Arsch zu versohlen, schlief der Lude aus und machte gern die eine oder andere Runde gen Mittag, mit seinem Vierbeiner im Viertel. Glück für die kleinstädter Frauen, so erhaschten sie häufig den einen oder anderen Blick von ihm und an besonderen Glückstagen wechselte er sogar das eine oder andere Wort mit ihnen. Worüber war unklar. Ein seeliges Glück für die unbefriedigten Damen des Viertels.

Mit der Zeit änderte sich allerdings der stylische Ludenlook und das Interesse der Damen schwillte ab. Nicht nur das er die laute Karre gegen einen leisen eleganten unauffällig schwarzen tauschte, nein. Man sah ihn neben seiner Domina und Frau, zum sonntäglichen Ausflug auf Tourenrädern, traf ihn nach dem Einkaufen, bepackt mit Plastiktüten. Ich mein, Hallo! ein Lude geht jawohl nicht einkaufen. Der hat sein Essen einfach da. Seit neustem wird er in seinem Vorgarten entdeckt, mit Grünabfallbeutel rechts in der Hand und einem Unkrautvernichtungsteil in der anderen. Nein. Ein Lude zupft auch kein Unkraut. Ja, der Vorstadtkleinod hat ihn verschluckt und wehmütig denken nun Vorstadts Damen an die Zeit zurück, als ihr Höschen alleine beim Anblick dieses Typen s feucht wurde. Aber ein Lude heutzutage ist eben auch nicht mehr das, was er mal war.

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