Ein Liebesbrief eines sommerlichen Morgens

Ich wache auf. Die Sonnenstrahlen blinzeln einladend durch die hellen Gardinen. Ich betrachte dich, schaue dir noch ein wenig lächelnd beim Schlafen zu. Ich mag es vor dir aufzuwachen. Schließlich kommt es nicht so oft vor, weil du die Morgende genauso liebst wie ich. Den Anbruch eines neuen Tages.

Dein regelmäßiger Atem und dein entspanntes Gesicht lassen mich bei dir verweilen. Du bist eigentlich immer entspannt und fröhlich. Jeden Tag danke ich dafür das du bei mir bist.

Ich mag dein sicheres Wesen, deinen festen Willen und ich mag dein Selbstverständnis für dich, und für das Leben insgesamt. Dieser Tempel der Gelassenheit der in dir ruht und gleichzeitig dieses unbändige Feuer. Alleine der Gedanke daran lässt meinen Schoss wieder warm werden.

Sanft streiche ich über dein Gesicht und küsse dich vorsichtig auf die Lippen, bevor ich leise aufstehe und für uns einen Kaffee koche. Mit zwei heißen Bechern krabbel ich wieder ins Bett und freue mich über die morgendliche Ruhe.

Du hast deine vier Wände und ich habe meine vier Wände. Dennoch sind wir meist zusammen, denn wir fühlen uns gemeinsam wohl. Nur hin und wieder brauchst du dein Alleinsein und ich meins. Dann bist du gern für dich, denn du genießt ebenso einfach nur dich alleine, oder bist mit deinen Freunden auf eine lange Nacht verabredet. Ebenso ich. Wir betrachten den anderen nicht als Eigentum. Sondern sind Gefährten, Freund, Liebhaber und Partner. Das wertvollste was es zwischen zwei Menschen geben kann, ohne dem anderen eine unsichtbare Leine umzulegen.

Ich mag es das du Pläne hast, die du auch umsetzt. Und wenn etwas schief geht, gibt es immer einen neuen Weg.
Und ich liebe deine Naturverbundenheit. Du bist ebenso gerne draußen wie ich und auch wenn wir das Meer und die Sonne lieben, so sind die Berge, Wälder und Täler ebenso anziehend. Ein langer Spaziergang ist wundervoll, ob miteinander redend, kurz übereinander herfallend, lachend oder auch einfach schweigsam gemeinsam. Selten streiten wir uns, denn jeder hat ein wenig Dickkopf abbekommen, dann braucht es ein wenig, aber keiner hat Probleme auf den anderen zu zu gehen und einzulenken, zumal wir beide wissen, das unsere Zeit zu kostbar ist um sie mit Querelen zu vergeuden. Denn auch du hast meist zu tun, bist keiner von denen die auf dem Sofa rumhängen und durch die Programme zappen. Eher nie. Die Glotze ist meist aus und wenn, dann sicher kein Trash TV.

Manchmal quatschen und diskutieren wir bis zum Morgengrauen, lieben uns immer wieder, denn wir kriegen nie genug von einander. Und wenn ich mal nachts alleine nach hause komme und mich leise vorsichtig an dich Kuschel, deinen Geruch in meiner Nase verspüre, dein Arm sich wie selbstverständlich um mich legt, dann weiß ich, die Welt ist in Ordnung…

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21 Kommentare

  1. Was für eine stimmungsvolle Liebeserklärung. Wie schön für den, dem sie zugeeignet ist und wie schön für die Schreiberin in der Wahrnehmung ihres Glückes…
    Sommersonnenheisse Grüsse vom Schwarzen Berg

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  2. Eine schöne Liebeserklärung.Danke.Ich hatte heute etwas den Glauben an die Welt verloren (Ärger mit der Technik und auch noch mit einer Kollegin…).Es ist schön jetzt solche Worte zu lesen.Ich danke dir. Liebe Grüße, Arabella

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    1. Arabella. Das freut mich wirklich sehr. Danke.
      Kenne nur zu gut die anderen Tage. Dunkel düster leer. Aber auch den Moment, wenn plötzlich die Richtung dreht und Helligkeit Einlass nimmt 🙂
      Liebe Grüße, Mia

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  3. Ein stimmiger Sommermorgenliebesbrief. Als säße man am Tisch, läse ihn und hebt man den Blick liegt da eine auf einem Bett, die Wange in die eigene Hand geschmiegt und blickt liebevoll auf den ihren Liebstlieblingsmenschen. Pssst, ich störe nicht länger, ich gehe ja schon, Schoßwiederwarmwerderey ist bonfortionös…

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      1. Man lernt es mit dem Leben… wenn man will… die die es nicht wollen, nicht bewusst leben, die wissen gar nicht was fehlt, denn sie verstehen das hier gar nicht… für die gibt es das nur im Film…. aber es gibt es auch im echten Leben

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  4. Ich freue mich über diese Worte, über das stille Erkennen und das zwei Menschen einfach so sein können. Allein und gemeinsam. Ein sehr liebevoller Text und einfach schön. Danke.

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