Das Geständnis

Es ist der Moment in dem ich es gestehen muss. Die Welt teilhaben lassen muss. Vielleicht gibt es noch mehr Menschen da draußen, die unter dem gleichen Symptom leiden und Wege haben, es besser zu machen, oder die sich darüber freuen, „Hey, ihr seid nicht alleine da draußen“. Ich bin ja lernfähig. Ehrlich.

Viele, sehr viele Jahre tat ich es ab, nahm die Sache nicht ernst. Gab mir wirklich die größte Mühe das es besser wird. Das ich die Sache in den Griff bekomme.

Aber dem ist nicht so. Verschwieg und vertuschte es, nahm die Sache nicht ernst. Nun, 20 Jahre später, trotz größter stetiger Mühe, kann ich nur sagen, ich habe versagt. Nein, bekomme es nicht in den Griff.

Es vergeht einfach kein einziger Waschgang, ohne das eine Socke fehlt. Gern würde ich ja dem Sockenwaschgerät den Schuh, nein, die Socke zu schieben. Doch nun ist es an der Zeit, sich die Sache selber zu zu schreiben. Die Schuld nicht immer abzuschieben, was natürlich viel einfacher wäre.

Nein. Ich übernehme an heute die vollste Verantwortung, oute mich hier mit als Sockenverliererin erster Klasse und stelle mir weiter die Frage, wo sind bitte die 40 linken hin.

Bis dahin bleibt fürs erste nur ein kunterbuntes farbenfrohes Kleid an ahnungslosem Fuße.

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23 Kommentare

  1. Altbekanntes Problem, kein Grund zur Resignation. Ich hab vor langer Zeit eine Tugend draus gemacht, mache mir die Tage der unterschiedlichen Fußbekleidung zu nutze. Meine Glückstage. Sofern der Griff in die Sockenschublade ohne Auswahlgedanke geschieht…

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  2. Ich kenne das Problem nicht. Ich halte es für künstlich aufgebauscht. Wahrscheinlich gibt es das auch gar nicht. Es ist nur eine gute Story zum Schmunzeln. Aber vielleicht liegt es auch daran, dass ich mir meine Strümpfe grundsätzlich im Zehnerpack kaufe. Und wenn ich dann einen als defekt aussortiere, dann habe ich immer noch einen Ersatzstrumpf für das nächste Paar, bei dem vielleicht mal einer aussortiert werden müsste.

    Übrigens Socken, das geht gar nicht. Für einen Mann kommen nur Kniestrümpfe in Betracht. Socken zum Anzug sind ein No-Go. Aber Frauen verzeiht Mann ja vieles.

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    1. Ja, ein Kniestrumpf gefällt auch mir deutlich besser an des Mannes Bein. Dennoch, wie schon richtig beschrieben, Frau verzeiht eine Menge. Tennissocken in Birkenstock allerdings eher nicht.
      By the way, ziehe ich dennoch meinen Hut. Das dieses Problem dir gänzlich unvertraut ist, finde ich bemerkenswert und nachahmungswürdig. Ich gebe mein Bestes 😉

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    1. Dann handelt es sich vielleicht um eine universell gesteuerten Auftrag ferner Galaxien um dem Menschen Selbstzweifel zu implementieren um irgendwann die Herrschaft auch über den rechten Socken zu erlangen.
      Das wäre ja eine unbeschreibliche Katastrophe ?!!! 😀

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      1. Ich fand die Beschreibung eigentlich recht gut. 😉 fragt sich nur: was wollen die mit der Herrschaft über die Socken? Und was tun wir dagegen?! Keine Socken mehr waschen? Sie mit fußpilz stärken? Q_Q

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      2. Um dann beim öffnen der Waschmaschine festzustellen, dass sie komplette Waschtrommel weg ist. Ne ne. Sie Lösung liegt in der Rebellion, nicht der Versklavung. Lesungen zu den Rechten der linken Socken!

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  3. Zuerst dachte ich – als ich das Foto sah – du könntest dich nicht zwischen 2 Fußballmanschaften entscheiden.Aber dein Problem ist noch dramatischer.Bleibt nur eins.Radikal auf Flip-Flops umsteigen.

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  4. ey, wenn du SOLCHE Socken trägst wie auf dem Bild – na dann ist das doch klar. LINKE Socken lässt die NSA ganz schnell verschwinden. ROTE übrigens auch. Dagegen hilft nur eins: Alle Stars and Stripes-Socken schnellstmöglich wegwerfen. 😉

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  5. mein „Ankleidezimmer“, ja, ich habe so etwas, wird verziert von einem Stapel, der beständig wächst und wächst.
    Gut, die Socken sind ausnahmslos schwarz, aber mit verschiedenen Mustern und Rändern, so dass eine Unterscheidung möglich sein sollte.
    Der Konjunktiv ist der Ausweg. Sie sollten sich ähneln, links zu rechts passen.
    Sie tun es aber nicht.
    Das ist faszinierend und gruslig zugleich.
    Ein abgeschlossener Raum, die Waschtrommel, der Trockner und dennoch der Ort, an dem sie flüchten.
    In die Freiheit, in die Singularität, ins Paradies der Einbeinigen, was weiß ich…

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    1. Sehr gut: „Ins Paradis der Einbeinigen“ 🙂
      Was den Stapel angeht.. was soll ich sagen. Ich ging irgendwann über, von schwarz zu bunt zu wechseln. Ich dachte, es vereinfacht die Sache der Suche, um eben der Suche nach den feinen Unterschieden, an Muster, Randhöhe und so weiter aus dem Wege zu gehen. Aber, dem ist leider auch nicht so.
      Ein Drama eben.

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      1. Drama!
        Mysterium.
        Vielleicht nur eines der großen Rätsel, die man im Leben lösen soll.
        Und ja, ich habe meinen Trockner schon, aus anderen Gründen zwar, aber dennoch, auf den Kopf gestellt und da waren keine Socken, die sich ängstlich in eine Nische gekauert haben…

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