Bea…FSK 18

Ich wusste, dass Claudia mich betrog, aber ich dachte, ich könnte ihr verzeihen und die ganze Sache vergessen. Sie schien so reumütig, gestand unter Tränen, was passiert war, und flehte mich um Verzeihung an. Und ich dachte aus irgendeinem Grund, dass ich ein besserer Mensch wäre, als der ich mich schließlich erwies. 

Eigentlich hatte ich gar nicht vor, es ihr heimzuzahlen – ich ahnte nicht einmal, dass ich es in Erwägung zog. Aber ich schätze, Claudia wusste es sehr wohl. Ich schätze, sie kannte mich besser als ich mich selbst. 

Bea und ich sollten zusammen an einem Projekt arbeiten, einer riesigen Anzeigenkampagne, die unsere Firma vor Kurzem an Land gezogen hatte. Es war überaus wichtig, dass wir viel Zeit miteinander verbrachten. Arbeit. Spätabends. Frühmorgens. Hin und wieder die ganze Nacht durch. Ein paar Wochenenden. Wir übernachteten schließlich sogar ab und zu im Büro, wenn wir ein paar Stunden später sowieso aufstehen und wieder arbeiten mussten. Eigentlich wollten wir damit nur Zeit sparen. 

Aber als ich eines Morgens auf dem Ledersofa im Büro erwachte, lag Bea zusammengekuschelt in meinen Armen, und ich wusste, dass es passieren würde. Damals hätte ich dem Ganzen wohl noch einen Riegel vorschieben können – das würde zumindest ein Außenstehender sagen. Aber ein Außenstehender kann die Situation einfach nicht von meiner Warte aus betrachten: ihr haselnussbraunes Haar auf meinem Körper, ihr liebevolles, schlafentspanntes Gesicht. Ich zog sie näher zu mir heran, schloss die Augen und besuchte sie im Land der Träume. Dort entschied ich mich auch, dass wir uns lieben würden. Und zwar schon bald.

Dass es allerdings so bald passieren würde, damit hätte ich nicht gerechnet. Und auch nicht, wie schnell wir erwischt werden würden.
Claudia musste es noch vor mir an meinem Benehmen gemerkt haben. Vielleicht diente ihr das eigene Schuldbewusstsein als Leuchtfeuer, um meines zu erkennen. Verdammt, sie hatte mit meinem besten Freund gefickt. Ihr Schuldbewusstsein musste also für zwei reichen. Oder etwa nicht ? Wie sich herausstellte, hatte sie gleich einen Privatdetektiv engagiert. Einen Mann, der seinen Job so gut beherrschte, dass er uns schon beim allerersten Mal in flagranti fotografierte. Bea auf meinem Zeichentisch liegend, die wunderschöne Muschi von meinen glitschigen Fingern offen gehalten, die Nippel in Filmklammern steckend, die ich aus dem Fotolabor geklaut hatte. Ich band ihr die Handgelenke mit ihren roten Haarbändern zusammen und verwandelte sie so in ein Paket, dessen Auspacken ich gar nicht erwarten konnte. Sie war auf köstliche weise verschnürt – genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte. 

Willig, ergeben, unterwürfig. 

Ich versohlte ihr den Hintern mit einem Lineal, das ich schon seit Ewigkeiten in meinem Schreibtisch liegen hatte. Die Rückseite ihrer Schenkel bestrafte ich mit einem dünnen Papprohr aus der Poststelle, das ein herrliches Schlaggeräusch erzeugte, wenn es auf ihre nackte Haut traf. 
Die Bilder waren wirklich gut. Ich bin sicher, Claudia wurde beim Betrachten klitschnass, bevor sie mich schließlich mit den Beweisen für meine Sünden konfrontierte. Die Schwarz-Weiß Fotos zeigten Beas ekstatisch verzerrtes Gesicht, ihren striemenübersäten Hintern und die gespreizten Schenkel mit den Spuren meines Lineals. Die Bilder von mir zeigten mich alle in Bewegung; die Hand erhoben, um ihren herrlichen Hintern zu versohlen, und meine rotierenden Hüften, während ich meinen Schwanz in ihren willigen Mund stoße. 

Diese Bilder sind gerahmt und hängen im Ankleidezimmer, das von unserem Schlafzimmer abgeht – dem neuen Schlafzimmer von mir und Bea. Wie sich herausstellte, machte mir das Fremdgehen nicht mal ansatzweise so zu schaffen, wie ich es erwartet hatte. Um genau zu sein, befriedigte es mich sogar.
Ich hoffe nur, dass Claudia die Abzüge von den Fotos hat, die sie während ihrer langen, einsamen Nächte betrachten kann.
Und ich hoffe, sie machen sie glücklich.

Verfasst im tiefen Süden, vom Gastautor, siehe obige Seite 🙂

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8 Kommentare

  1. Das kommt davon, wenn die Fremdgeher ihr Gewissen erleichtern müssen. Ich sag immer, dass ich es nicht wissen will. Weder vorher noch hinterher. Und so ein schlechtes Gewissen kann eine sehr schlimme Strafe sein.

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      1. Ja… und da die Bandbreite der Gründe so vielfältig sind, ist es schwer, da ein einheitliches Ding von zu machen.

        Es geht ja immer um Erwartung und Handlung. Aktion und Reaktion. Oder gegenteilig.

        Und so ist immer wohl der Einzelfall prüfbar. Ebenso der Umgang damit, also mit den potentiellen Verletzungen…

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      2. Der Eine empfindet eine Handlung als Verletzung, die die Andere gar nicht als solche sehen würde. Oder umgekehrt.

        So lange ein Grundvertrauen vorhanden ist, macht das nicht viel aus. Da kann man die meisten Dinge lächelnd übergehen oder aus dem Weg räumen.

        Wenn das Grundvertrauen erst einmal weg ist, dann wird es schwierig. Wie schwierig können immer nur die Betroffenen entscheiden.

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      3. Lieber Alec,
        das ist wirklich immer im Einzelfall zu betrachten und zu erörtern.
        Es gibt Fälle, da hast sicher du recht und es gibt welche, da wäre der Vergleich zur verbrannten Erde, aus der neues und gutes entsteht, ebenso passend.
        Sonnigste Grüße aus dem heißen Norden 🙂

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